Raketenentwicklung nach Dogma anstatt Wissenschaft (2)

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Kommen wir nun zum Starship. Im ersten Teil habe ich beschrieben, wie Elon Musk das Dogma „Wiederverwendung“ bei der Falcon 9 durchsetzte. Die Falcon 9 war nicht für die Wiederverwendung ausgelegt. SpaceX hat auch keine Computersimulationen gemacht, um die Konstruktion auf die zu erwartenden Lasten zu optimieren, die viel höher als beim Start sind. So musste nachgebessert werden. Heraus kam eine Spargelrakete mit einer viel zu kleinen Nutzlastverkleidung und Nutzlasteinbußen von 22 bis 40 % gegenüber den Website‑Daten. Der Artikel wird etwas länger, daher konzentriere ich mich heute auf die Raptoren.

Hier die Links zu allen Teilen:

  • Teil 1 beschäftigt sich mit den Falcons
  • Teil 2 beschäftigt sich mit den Raptoren
  • Teil 3 beschäftigt sich mit dem Starship
  • Teil 4 beschäftigt sich mit dem Firmenklima bei SpaceX und warum SpaceX keine Firma sondern eine Ersatzreligion ist.
  • Und alle Teile zusammen findet ihr auch auf der Website.

Wann die Starship‑Entwicklung startete, weiß man nicht, aber erstmals angekündigt wurde das Starship 2016 als ITS, die Abkürzung steht für Interplanetary Transport System, später auch MCT (Mars Colony Transporter). 2019 hatte SpaceX dann die endgültige Konfiguration festgelegt. Ich erwähne die Daten, weil ein grundlegender Unterschied zur Falcon 9 ist, dass SpaceX 2019 die Falcon 9 schon regelmäßig barg und einige Dutzend Male gestartet hat. Sie sind eine etablierte Raumfahrtfirma mit – so würde man es erwarten – Erfahrung und keinen Anfängern. (mehr …)

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Nachgerechnet: Die Falcon mit Raptors

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Das Jahr geht ja nun zu Ende und bislang gab es 129 Starts einer Falcon 9, aber nur vier des Starships. Eine schnelle Indienststellung und eine Wende zum Starship stelle ich mir anders vor, dabei soll dieses doch die Falcon 9 ablösen und nur Kunden, die nichts anderes wollen, sollten die Falcon 9 dann einsetzen. Nun ein sosehr Kunde scheint SpaceX selbst zu sein, denn obwohl die vier letzten Starts beinahe eine Orbitgeschwindigkeit erreichten, wurde keine Nutzlast mitgeführt nicht mal Starlinksatelliten, die ja die meisten Starts bei der obigen Aufstellung stellen. 86 Starts, also ziemlich genau zwei Drittel entfielen auf den Transport dieser Konstellation. Man sollte also annehmen, dass SpaceX die Tests nutzen, einige Falcon 9 Starts einzusparen und spätestens bei den letzten drei Flügen, nachdem ITF-3 ja fast einen Orbit erreichte, wäre das auch möglich gewesen.

Ob ein Starship eine Falcon 9 ersetzen kann hängt prinzipiell vom Startpreis ab. Wie viel ein Start des Starships kostet dürfte nur SpaceX bekannt sein, für alle Kunden von SpaceX gilt allerdings: der Start muss billiger sein als eine Falcon 9. Die höhere LEO-Nutzlast (bei allen anderen bahnen wird die Nutzlast rapide abnehmen) ist schon heute ohne Bedeutung. Den SpaceX bietet ja auch die Falcon Heavy mit der dreifachen Nutzlast an. Für die meisten Kunden reicht eine Falcon 9. Alle Starts der Falcon Heavy fanden in höher energetische Orbits statt, die das startfähig nicht ohne auftanken erreicht oder es geht sogar dabei verloren wie z.B. bei den Starts von Raumsonden wo das Erde-Mond-System verlassen wird. (mehr …)

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Die Raptoren

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Edit: ich habe noch etwas zu den Expansionsdüsen und dem wahrscheinlich zu geringen Schub ergänzt. Autor des Videos evenfalls angepasst.

Ich wollte schon mal was zu den Raptor schreiben, da nun ja für die V2 und V3 Versionen noch schlagkräftigere Versionen angekündigt sind. Da stieß ich auf diesen Beitrag von Alpah Tecg. Es gibt ähnliche Beiträge von dem „Everyday Astronaut“. Er ist ja einer der wenigen, dem Elon Musk ein Interview gibt und wenn man den Beitrag durchsieht, dann weiß man auch warum: (mehr …)

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Nachlese zum vierten Starship Teststart ITF-4

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Mit dem vierten Teststart hat SpaceX es erstmals geschafft, alle Missionsziele zu erreichen. Damit ist das Starship jetzt innerhalb der SpaceX Familie gleich gut wie die Falcon 1, die iher ersten erfolgreichen Flug auch nach drei Starts hatte und nach fünf Starts eingestellt wurde.

Für die Auswertung habe ich dieses und dieses Video von Full Flight genommen. Ich habe den Start nicht live angeschaut, das hat mit SpaceX nichts zu tun, da Starts vorprogrammierten Ereignissen folgen, ist es bei ihnen etwas anderes als wenn man ein Fußballspiel oder Rockkonzert anschaut. Selbst wenn ein Start fehlschlägt, so gab es die Ursache dafür schon vor dem Start. Daneben muss ich die Videos anhalten können. Daher verfolge ich Starts schon seit etwa zwei Jahrzehnten nicht mehr live. Ich sage das deswegen, weil ich zuerst dachte der Start wäre in den Videos zusammengeschnitten worden. Aber dann kündigt 12 Minuten nach dem Start die Sprecherin an, dass man in 40 Minuten wieder für den Reentry online gehe. Testziele in der Orbitphase wie beim letzten Start gab es in der Zwischenzeit nicht. (mehr …)

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Designmängel im Starship – Teil 2

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Ich schließe an meinen Artikel vom Anfang dieses Monats an und bschäftige mich etwas weiter mit dem Starship, aber auch den Weiterentwicklungen V2 und V3. Es geht darum, dass man einiges an der Konstruktion hätte besser machen können. (mehr …)

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