Tendenziöse Berichterstattung

Ich bekomme ab und an immer wieder Anfragen von Produktionsfirmen und Journalisten. Da bekam ich vor einigen Tagen diese Anfrage:

„Sehr geehrter Herr Leitenberger,

mein Name ist XXXXX YYYYY und ich arbeite für die freie TV-Produktionsgesellschaft Story House Productions.

Derzeit produzieren wir die ersten Pilotfolgen des neuen wöchentlichen Wissensmagazins Terra Xpress, ein Ableger der erfolgreichen Doku-Reihe Terra X.

Continue reading „Tendenziöse Berichterstattung“

Gegen die Abmahnwelle

Ich glaube kein Berufsstand hat so viel an Leumund verloren wie die Rechtsanwälte. In den USA haben sie ja schon keinen guten Ruf. Aber auch bei uns ist er auf dem Sinken. Ich glaube kaum, dass heute noch eine Fernsehserie wie „Liebling Kreuzberg“ erfolgreich wäre. Das liegt vor allem daran, dass das deutsche Recht es möglich macht das Abmahnen zu missbrauchen um damit viel Geld zu machen.

Eigentlich war das Abmahnen gedacht um Konflikte zwischen Unternehmen schnell zu lösen, ohne gleich ein Gericht einzuschalten. Privatpersonen blieben lange Zeit außen vor: Zum einen weil es an Öffentlichkeit mangelt (wie stellt man fest das jemand für einen Flyer ein Foto nimmt das ihm nicht gehört) und zum anderen weil der Arbeitsaufwand um Verstöße festzustellen viel zu groß war.

Das Internet hat das geändert. Zum einen gibt es nun die Öffentlichkeit, weil jeder eine Homepage einsehen kann und zum anderen ist die Recherche viel einfacher. Das führte dazu dass nun Geschäftsmodelle entstanden sind, die den Gewinn nicht über das Verkaufen sondern das Abmahnen generieren. Bestimmte Anwaltskanzleien bietet nun Kunden Services an – Nicht das Unternehmen muss Rechtsverstöße feststellen, sondern die Anwaltskanzlei tut dies. Das geht soweit das Programme entwickelt werden die Benutzer in Tauschbörsen erfassen und was diese herunterladen. Continue reading „Gegen die Abmahnwelle“

Ein fundamentales Recht auf Waffen?

Wow, noch nie hatte ich ein Weblog so schnell abgeschlossen – das letzte in 3 Tagen einfach weil ich viel geschrieben habe. (Ein Weblog Artikel ist eine normale HTML Seite und wann eine neue fällig ist hängt nicht daran wann ich schreibe sondern ich mache eine neue auf wenn ich 30 KByte an Text zusammen habe, dass sind etwa 6-7 Seiten Text, wenn man es ausdruckt).

Nun ja heute wieder ein Thema das nix mit Raumfahrt zu tun hat (ja auch so was gibt es). Ich diskutiere seit einigen Wochen mit einem Bekannten in den USA über das Recht Waffen zu haben, das in den USA ein verfassungsmäßig garantiertes Recht ist. Nun gab es das Massaker in Virginia und dieses Thema kommt auch wieder in die öffentliche Diskussion.

steyr AUG-Z legal in den USANun Waffen sind nur Werkzeuge, das wird immer wieder betont. Nicht die Waffen töten, dass sind die Menschen die den Abzug drücken. Genauso gut, so wird argumentiert hätte man mit einem Messer ein Blutbad anrichten können oder mit einer Bombe. Nun ja da hat derjenige Recht, aber er hat etwas vergessen: Es ist weitaus schwieriger mit einem Messer 30 Menschen umzubringen. Zum einen physisch (man gelangt auch in Gefahr leicht überwältigt zu werden) und physiologisch. Es ist eine Sache mal kurz einen Bügel durchzuziehen und eine andere jemand der einem auf Armeslänge nahe ist ein Messer in die Brust zu stoßen, mit dem Widerstand der Weichteile, der Knochen, dem herausspritzenden Blut und dem Gesichtsausdruck des Opfers (und meistens reicht ein Stoß auch nicht). Zu Bomben ist zu sagen, dass ich denke dass man selbst in den USA nicht einfach so Sprengstoff erwerben kann wie dies auch bei uns verboten ist. Continue reading „Ein fundamentales Recht auf Waffen?“