Wie teuer ist ein Start?

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Aus Anlass des Verlustes des mexikanischen Satelliten heute mal ein Artikel über Startkosten. Das wichtigste was gerne verwechselt wird sind die Startkosten des Trägers und die für den Kunden.

Warum sind diese unterschiedlich?

Nun zum einen gibt es da mal den Faktor Versicherung. Eine Versicherung trägt einige Risiken: Das offensichtlichste ist der Fehlstart oder inzwischen fast so häufig vorkommend: falsche, meist zu niedrige Orbits. In der Regel wird der Satellit dann als Totalverlust der Versicherung gemeldet. Manchmal kann die Versicherung den nun ihr gehörenden Satellit dann weiterverkaufen, wenn der interne Treibstoff für das Erreichen des Orbits reicht, aber die Lebensdauer reduziert ist, so kann ein solcher Deal möglich sein, z.B. wenn ein Betreiber sowieso einen Satelliten braucht weil ein Nachfolger z.B. in der Fertigung hinterherhinkt. Es gibt noch andere Risiken. So zeigen die ersten Tage meist, ob der Satellit auch funktioniert. Da gab es auch schon Überraschungen wie nicht ausgefahrene Solarzellenausleger und es gibt noch das Risiko das er beim Transfer in den Orbit verloren geht. Das kann auch noch im Orbit passieren und auch das kann man versichern. Continue reading „Wie teuer ist ein Start?“

Ein überflüssiges System

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Ich dachte eigentlich gestern würde Michael K. den dritten Teil seiner E-Zigaretettenserie veröffentlichen, doch das scheint noch auf sich warten zu lassen. Also was von mir, vielleicht nutzt er die Gelegenheit den Leuten zu sagen was 3-Methoxy-4-Hydroxybenzaldehyde wirklich ist….

Das US-Militär hat wohl Trotz Einsparungen zu viel Geld. Anders kann ich dieses neue Satellitensystem nicht interpretieren. Es soll nach dem Artikel zwei Funktionen haben, die Überwachung des GEO Orbits allgemein auf Objekte und speziell Satelliten überwachen und untersuchen.

Fangen wir mal an, wie es aufgebaut sein könnte. Für die Überwachung von Objekten nimmt man normalerweise RADAR. Das ist empfindlicher als die Beobachtung mit Teleskopen, liefert zugleich auch Daten über Entfernung und Geschwindigkeit, damit ist der Orbit errechenbar. Ein RADAR nahe des GEO Orbits macht nur wenig Sinn. RADAR ist nicht anfällig für Wetter und man kann große Antennen auf der Erde bauen. Ein Satellit mit RADAR würde im Orbit nur im Nahbereich, einige Hundert bis Tausend Kilometer bessere Daten liefern. Dafür bräuchte man also viele Satelliten oder man müsste den GTO-Orbit periodisch durchlaufen, also alle Positionen über einem Breitengrad der Erde regelmäßig besuchen. Continue reading „Ein überflüssiges System“

Die Reparatur von Satelliten

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Elon Musk, CEO und Chief Designer von SpaceX hat große Pläne, nicht nur für das Langzeitziel Mars, dass ja nach der Wiederverwendung der Falcon 9 primäres Ziel von SpaceX ist. Nun wird die Firma nicht weniger als den kompletten kommerziellen Satellitenmarkt umkrempeln. Auf den Trichter brachte ihn ein film der NASA „The Space Shuttle for Dummies“. Was Musk faszinierte waren die Reparaturen von Satelliten. „I always remembered the Hubble Service Mission, but in never knew, that the Astronauts repaired more commercial payloads than NASA Satellites“. When i read about a communication Satellite damaged after a Sealaunch start, and i thought – why we don’t fix this?“. Continue reading „Die Reparatur von Satelliten“

Der DSN Satellit

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Die Frage zum vorletzten Blogeintrag bringt mich auf eine neue Idee: Warum nicht die Empfangsstation für eine Raumsonde ins Weltall auslagern? Wie schon erläutert gibt es eine Problematik: Je höher die Wellenlänge von Radiowellen ist, desto stärker die Abschwächung durch die Atmosphäre. Satelliten benutzen für Satellitenfernsehen schon seit langem nur den unteren Bereich des Frequenzbandes von 11-14 GHz für den Downlink und den oberen nur für leistungsfähige Empfangsstationen oder den Uplink. Auch die NASA scheint sehr langsam die Umrüstung des DSN auf das Ka Band bei rund 30 GHz anzugehen, obwohl seit 2001 Sender dafür an Bord von Raumsonden vorhanden sind. Viel langsamer als die schnelle Umstellung Mitte der siebziger Jahre vom S-Band (2,1/2.3 GHZ) auf das X-Band (7,3/8,4 GHz).

Im Weltall spielt die Atmosphäre keine Rolle und man kann noch höhere Frequenzen nutzen. Im folgenden einige Spekulationen, spekulativer als sonst bei mir, weil ich mich weder gut bei Kommunikationssatelliten noch überhaupt in der Hochfrequenztechnik auskenne. Erst mal: Welches Band kann man benutzen? Der Übergang von Radiowellen zu thermischen Infrarot beginnt etwa bei 1 mm Wellenlänge, also rund 300 GHz. Genutzt werden heute bis zu 98 GHz bei Wetteradar (kurze Reichweite) und experimentell wurde der Funk mit 60 GHz zwischen zwei Satelliten erprobt. Da eine Verdopplung der Frequenz eine Halbierung des Öffnungswinkels bewirkt bedeutet dies bei gleichem Durchmesser von Sende- und Empfangsantenne eine viermal höhere Datenrate oder eine der beiden Antennen kann nur den halben Durchmesser aufweisen. Continue reading „Der DSN Satellit“

Ein Satellit für die Moon Hoaxer….

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Eine Mail über eine Diskussion über die Belichtungsbedingungen auf dem Mond hat mich mal wieder zum allzeit beliebten Thema Moon-Hoaxer oder in Deutsch: Verfechter der Idee, dass die Amis die Mondlandung im Filmstudio gedreht haben, gebracht. Daher heute mal ein Vorschlag für einen einfachen Satelliten welche die Profiteure dieses Themas (damit wird ordentlich Kohle gemacht durch den Verkauf von Büchern) bezahlen können. Entsprechend dem geistigen Niveau habe ich meinen Schreibstill etwas angepasst.

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