Wie schon früher – und seit des das Starship gibt, nun auch wieder öfters eine Nachlese an Neuigkeiten über SpaceX. Gerne würden ja gewisse Blogkommentatoren es sehen, das es eine kritische Website weniger gibt und wie es auch in totalitären Regimen üblich ist, es nur Jubelmeldungen gibt und meinen ich dürfte als Buchautor nicht mehr meine eigene Meinung kund tun. Hat aber selbst Nobelpreisträger nicht davon abgehalten gerade dies zu tun. Ja als Buchautor habe ich geradezu die Verpflichtung, mit meinem Wissen die Jubelmeldung kritisch zu kommentieren. Aber ich habe mich entschlossen für alle SpaceX Fans den ersten Teil mit Nachrichten zu füllen. Die können dann aufhören zu lesen, sollen sich aber auch dann nicht beschweren, wenn im zweiten Teil dann meine Meinung zu den Nachrichten kommt.(mehr …)
Es gab ein paar Neuigkeiten zu SpaceX, vor allem aber will ich mich in dieser Nachlese mit einigen Paradoxien beim Starship beschäftigen.
Also es gibt Neuigkeiten zum Starship. Das Starship selbst, also die obere Stufe machte am 27.6.223 einen kurzen statischen Test. Nach einem Post von Elon Musk vom 13.6.2023 ist der nächste Flug 6 bis 8 Wochen entfernt, dürfte also in der ersten Septemberhälfte stattfinden. Mal sehen, er hat auch 2019 schon versprochen das der erste Teststart 2020 stattfindet. Der Test war nur kurz, noch kürzer als der Test der Superheavy im Februar. Viel zu sehen gab es nicht, denn bei McGregor gibt es kein System das Wasser ausspritzt, sodass sofort alles in eine dunkle Staubwolke gehüllt war. (mehr …)
Eigentlich wollte ich ja keine Nachlese diesen Monat machen, weil es bis zu den letzten Tagen kaum Neuigkeiten gab, dann aber zwei, die ich dann doch kommentieren will. Wie immer geht es nicht um das Alltagsgeschäft, das bestimmt wird von den Starlink Starts, sondern die Entwicklung des Starships.
Doch zuerst zu den Meldungen die nicht dazu gehören. Da sich inzwischen Starlink der ersten Ausbaustufe nähert (rund 4.400 Satelliten) kommen Spekulationen über den Börsengang in den Medien auf. Musk will angeblich den „privaten Wert“ von SpaceX von 137 auf 150 Milliarden Dollar erhöhen. Bei einem Börsengang rechnen Analysten damit das man etwa die Hälfte dieses Wertes, rund 70 Milliarden Dollar ansetzt. Musk hält noch 42 Prozent der Anteile. Ich meine, das gemessen an der Mitarbeiterzahl – SpaceX hat in etwa den gleichen Börsenwert wie Lockheed oder Boeing, aber weniger als ein Zehntel der Beschäftigten selbst bei viel höherer Produktivität überbewertet ist, doch das habe ich schon mal gepostet. (mehr …)
Auf mein heutiges Thema kam ich auf unterschiedliche Weise. Zum einen habe ich angefangen die Auskopplung „Russische Raketen“ aus dem 600 Seiten Wälzer „Internationale Trägerraketen“ zu bearbeiten. Eigentlich könnte ich mir es einfach machen, denn in den sieben Jahren seit dieses Buch erschien hat Russland keine neuen Träger in Dienst gestellt – als einzige Nation mit noch aktiven Trägerraketen weltweit. Selbst Iran und Nordkorea haben neue Träger eingeführt. Aber ich will die Gelegenheit nutzen, um es noch mehr zu ergänzen. Bei der N-1 ist das schon jetzt möglich, weil ich für das Buch Saturn Trägerraketen schon einiges mehr zur N-1 recherchiert habe. Aber ich lese auch zur Recherche einige Bücher über russische Raumfahrt wieder die ich schon habe. Das meiste über russische Träger wurde in der ehemaligen DDR veröffentlicht und während man in Werken von der BRD neutral über die Träger Russlands scheißt, geht das in der DDR wohl nickt. Neben dem unvermeidlichen DDR-Jargon finden sich in den Büchern dauernd Vergleiche, welche die Überlegenheit sowjetischer Technik belegen sollen.
Ansonsten wird in der Raumfahrt wenig verglichen. Es ist ja kein Wettbewerb mehr, in dem es darum geht „Erster“ zu sein. Diese Episode der Weltraumfahrt ist seit Jahrzehnten vorbei. Eigentlich seit der erfolgreichen Mondlandung von Apollo 11 im Jahre 1969, was aber nicht ohne einige Nachwehen ging (Mars 4-7 Flotte, um Viking vorzukommen, Bau von Energija/Buran als Gegenentwurf zum Space Shuttle, Raumstation „Freedom“ als Gegenstück zur Mir („Frieden“). Heute arbeitet man zusammen, wie dies eindrucksvoll bei der ISS der Fall ist.
Eine religiöse Sendung brachte mir dann eine neue Erkenntnis: es ist Bestandteil der christlichen Religionen Gleichnisse zu machen, und jedes Gleichnis beinhaltet einen Vergleich, was gut zu einer Ersatzreligion passt.
Den Aufhänger für den heutigen Blog lieferte mir dieser Artikel bei Spacenews in dem es um ein Abkommen zwischen der NASA und Firmen geht die Subventionen erhalten, um an kommerziellen Raumstationen zu arbeiten (offensichtlich sind diese alleine mit kommerzieller Finanzierung nicht zu betreiben). In Dem Artikel steht:
“SpaceX’s Starship is so large and also so cost-effective that it could be a station itself,” said Chad Anderson, founder and managing capital of Space Capital .. He suggested that it could disrupt business models for other commercial space stations.
An example he gave was a hotel company outfitting the interior of Starship for customers. “They could launch a group of people and stay however long they want with the accommodations they want, and they could do it all for less than the cost of one seat to the space station today.”
Ich habe mir schon selbst mal Gedanken gemacht wie man aus dem Starship eine Raumstation machen kann und es gibt – meiner Ansicht nach – drei grundlegende Vorgehensweisen, die auch woanders zumindest mal verfolgt, in zweien der drei auch umgesetzt wurden. Das sind die Konzepte: (mehr …)