Es geht noch billiger….

Bevor ich zum letzten Blog eine ellenlange Diskussion mit „Interessierter Leser“ (wäre ein anderes Pseudonym möglich, das dürfte zu Verwechslungen führen, so wie wir hier schon einige Thomas und Martins hier haben…): Nein ich habe nicht an das RD-0120 gedacht und auch nicht an die Angara. (Das es nicht das RD-0120 ist sieht m,an auch am spezifischen Impuls und der Auslegung im Nebenstromverfahren) Aber ich gebe Dir recht, dass Russland wenn das Lohnniveau steigt eine Raketenfamilie sich zulegen muss, die billiger in der Produktion ist. Ansätze gab es dazu, so entstammt die Zenit einem solchen.

Nein ich sah das Konzept recht abstrakt unter dem Aspekt dass alle Nationen mehrere Trägersysteme unterhalten – heute sogar erheblich mehr als in den sechziger Jahren, obwohl die Anzahl der Starts seitdem gesunken ist und das einfach unwirtschaftlich ist. Es ist einfacher wenige Triebwerkstypen und wenige Stufen in großer Zahl zu produzieren als Dutzende davon. Die geringeren Produktionskosten gleichen dann aus, dass im Allgemeinen Feststoffbooster zumindest als erste Stufen günstiger sind. Ich habe mein Konzept auch mal variiert und Feststoffbooster hinzugenommen, dadurch wird aber der Bereich kleiner in dem Nutzlasten möglich sind. Für kommerzielle Transporte würde es aber noch reichen. Wer es genauer haben will:_ Seit über 10 Jahren gibt es den Aufsatz „Konzepte für eine preiswerte Trägerrakete“ auf meiner Website. Continue reading „Es geht noch billiger….“

Eine wirtschaftlich und technische sinnvolle Trägerrakete

Da die Diskussion in meinem Beitrag über Russland aufgekommen ist habe ich mich entschlossen das Thema mal wieder aufzugreifen, obwohl ich mir sicher bin, schon mal einen Blog darüber geschrieben zu haben. Zuerst mal eine Nachlese zu tp1024: Bei der Sojus muss technische Umsetzung und rationale Fertigung unterschieden werden. Für eine Trägerrakete ihrer Zeit (nicht vergessen: Bis zur Sojus 2 wurden nahezu unverändert alle Triebwerke seit Beginn der 60 er Jahre verwendet) hat sie gute technische Werte, was Voll/Leermasse betrifft, spezifischer Impuls oder beförderte Nutzlast gemessen am Startgewicht. Natürlich ist heute mehr drin wie die Sojus 2 zeigt wo die Nutzlast durch ein modernes Triebwerk nur in der letzten Stufe schon um 1000 kg anstieg.

Das Problem ist dass Koroljow die Gesamtleistung auf 20 Brennkammern verteilt hat. Auch Block I hat vier Brennkammern. Da die Brennkammern fest eingebaut sind benötigt die Rakete noch weitere 12 kleinere Triebwerke als Verniertriebwerke. In der Sojus gibt es so insgesamt 36 Brennkammern in zwei Stufen. Die Fertigung so vieler ist einfach teurer als weniger stärkerer Triebwerke. Continue reading „Eine wirtschaftlich und technische sinnvolle Trägerrakete“

Geht’s auch ne Nummer kleiner?

Da wir ja mal die Diskussion eröffnet haben, die kleinste Trägerrakete der Welt zu bauen, machen wir mal weiter. Ich will das heute mal intuitiv angehen, ohne vorher alles durchzurechnen, sondern life, während ich den Artikel schreibe. Fangen wir an uns bei einem Raumfahrtkonzern zu bedienen: Hier der erste ein Vorschlag, aus dem Gemischtwarenladen EADS. Die haben ein kryogenes Triebwerk mit 300 N Schub im Angebot. Es hat einen Schub von 240-480 N, einen spezifischen Impuls von 4071 m/s und wiegt 1,9 kg. Ein Triebwerk könnte eine zweite Stufe antreiben, die dann ungefähr 25 kg wiegt. Eine erste Stufe wäre dann fünfmal schwerer. Wegen des schlechteren spezifischen Impulses am Boden (wir müssten die Düse kürzen, weil das Entspannungsverhältnis 55 beträgt) und weil die zweite Stufe auch noch befördert werden muss, braucht man allerdings mehr als 5 Triebwerke in der ersten Stufe – nämlich etwa 8 wenn man einen Schubverlust von einem Viertel annimmt. Zum Glück kann das Triebwerk auf 480 N Schub gesteigert werden, so dass wir doch noch mit 5 Triebwerken 480 N Schub auskommen. Continue reading „Geht’s auch ne Nummer kleiner?“