Raketen die es geben könnte: Vega-Ariane Varianten

Wie vielleicht der eine oder andere schon weis, gab es auch bei der ESA mal Pläne einen Träger für mittlere Nutzlasten zu kreieren. Er sollte vor allem Nutzlasten in den sonnensynchronen Orbit befördern, also Erdbeobachtungssatelliten, für die Ariane 5 hoffnungslos überdimensioniert ist (der letzte Start mit Helios 2B nutzte nicht mal ein Drittel der Nutzlastkapazität aus. Nach Auslaufen der Ariane 4 gab es hier keine europäische Rakete die mittelgroße Nutzlasten in diesen Orbit transportieren konnte.

Mehr zu den Plänen findet man auch in meinem Buch über Ariane 5 und Vega. Die Pläne wurden aber eingestellt, als man beschloss die Sojus vom CSG aus zu starten. Doch machen wir uns mal Gedanken, was dabei herauskommen könnte. Natürlich ist viel denkbar, wenn man neue Hardware entwickelt, wie Oberstufen auf Basis des Vinci Triebwerks oder Vulcain. Doch das ist in meinen Augen nicht sinnvoll, auch wenn es genau das ist was die Raumfahrtindustrie möchte – möglichst viele Entwicklungsaufträge anstatt Produktionsaufträge. (mehr …)

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Wer braucht die Vega

Heute ist ein kleines Jubiläum. Ich schreibe die ganzen Blogbeiträge ja zuerst mit Expression Web als HTML Seite und konvertiere ihn erst dann in WordPress. Da habe ich heute die Nummer 250 begonnen. Da ich etwa 6 Artikel pro Seite schreibe sind das über 1.500 Stück genauer gesagt ist es die Nummer 1534 an der ich gerade bin). Ich will mich heute mal mit der Vega auseinandersetzen.

Was auffällig ist, ist dass seit Jahren der Start immer etwa ein Jahr in der Zukunft liegt. Hier eine Tabelle aus meinem Buch „Europäische Trägerraketen Band 2„: (mehr …)

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Überflüssige Raumfahrtstudien

Es gibt überall Studien, auch in der Raumfahrt – Projektstudien, was wäre wenn, aber auch Entwicklungsstudien, die überleiten in eine Entwicklung und die erst einmal abklären sollen, ob ein Projekt möglich ist, was an Vorarbeiten zu machen ist und wie teuer es wohl werden könnte. Wie immer in der Raumfahrt ist alles ein bisschen teuer und daher sollten auch Studien wohlüberlegt sein. Ich will nichts gegen Studien allgemein sagen, aber hier mal drei anführen, bei denen ich schon als Laie sagen kann, das das ausgegebene Geld zum Fenster rausgeschmissen wurde. (mehr …)

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Europäische Trägerraketen 2: Ariane 5 und Vega

Europäische Trägerraketen 2
Europäische Trägerraketen 2

So, nun ist es erschienen und ich mache wie immer an dieser Stelle wieder Werbung für das Buch. Ich könnte es ganz einfach machen und mal Thomas zitieren, der Korrekturleser war. Es gibt ja jedes Mal ein Buch von mir als kleine Aufmerksamkeit für das Lesen und da die Auswahlmöglichkeit ob es das gelesene ist oder ein anderes (schließlich ist der Inhalt des gelesen ja schon bekannt). Das bekam ich als Antwort:

Ja, den Band 2 würde ich gerne bekommen, er ist glaub ich wirklich DAS Referenzbuch zu Ariane 5 !!! ;-)) „

aber ihr kennt mich, es gibt noch etwas mehr Reklame. Das Buch ist wirklich voll mit Fakten, es enthält etwa viermal mehr Text als meine Aufsätze auf der Website. eine Fülle von Daten stecken in alleine über 100 Tabellen. Ergänzt durch 160 Grafiken, darunter welchen die man so nicht so häufig sieht oder von mir erstellt wurden, wie Sequenzen aus Ariane 5 Launch Videos. (mehr …)

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NEO (Near Earth Observation)

LutetiaDie Erforschung von Asteroiden ist wie bei Kometen nicht ganz einfach. Die meisten davon befinden sich zwischen Mars und Jupiter. Bislang gab es zwei Möglichkeiten sie zu untersuchen. Das eine waren Stippvisiten durch Raumfahrzeuge ins äußere Sonnensystem, bei denen man die Bahn so abänderte, dass sie einen Asteroiden passieren konnten. Das waren bei Galileo die Asteroiden Gaspra und Ida. Bei NEAR war es Mathilda und bei Rosetta waren es Steins und Lutetia. Cassini und New Horizons kamen keinem Asteroiden nahe. Eine solche Stippvisite ist das was das Wort sagt: eine kurze Erkundung. Auf der einen Seite ist der Aufwand gering. Es kostet etwas Treibstoff, um die Bahn an den Asteroiden heranzuführen und später wieder die optimale Bahn zu erreichen. Auf der anderen Seite ist selbst bei einer nahen Passage (die meist nicht möglich ist, weil die Bahndaten zu ungenau bekannt sind) das Objekt nur kurzzeitig bildfüllend. Als Beispiel mag hier der Vorbeiflug von Rosetta an Lutetia sein, die ja immerhin schon über 100 km groß ist und damit einer der größeren Brocken. Die Sonde passierte den Himmelskörper in 3.200 km Entfernung wobei er bei nächster Annäherung knapp bildfüllend war. Bei einer Geschwindigkeit von 15 km/s relativ zu Lutetia ist aber die Distanz von 3.200 km in 213 s durchflogen. Also dreieinhalb Minuten früher war der Planetoid nur halb so groß von der Raumsonde aus gesehen.

So ein Vorgehen lohnt sich also nur als „Zusatzgoodie“. Die zweite Möglichkeit ist es in einen Orbit einzuschwenken. Doch da die Asteroiden sich in größerer Entfernung von der Erde befinden und klein sind benötigt man viel Energie um dorthin zu gelangen. Entweder durch mehrfache Erd-Swingbys oder durch einen Ionenantrieb. So durch NEAR oder Dawn. Das dauert dann lange, dafür kann aus dem Orbit eine viel intensivere Untersuchung stattfinden. Allerdings waren hier die instrumentellen Möglichkeiten von NEAR wie auch die von Dawn nicht mit denen der größeren Raumsonden vergleichbar.

Ich will eine dritte Möglichkeit aufzeigen. Eine die preiswert ist und trotzdem schnell geht: Der Besuch von Erdkreuzern (NEO: Near Earth Object). Das sind Planetoiden welche die Bahn der Erde kreuzen. Es gibt einige bekannte von etwa 1 km Durchmesser und größer und jedes Jahr werden zahlreiche kleinere mit wenigen Hundert Meter Durchmesser entdeckt. Sie sind zwar relativ klein, aber schnell erreichbar. Jedes Jahr passieren Dutzende die Erde in einer Distanz unter 0,1 AE (15 Millionen km) ab der sie gelistet werden. Alleine dieses Jahr stehen noch zwei Vorbeiflüge mit 0.015 AE Minimaldistanz (2,25 Millionen km) an. (mehr …)

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