Das Europa der nationalen Eigenmächtigkeiten

Heute ein sehr langer Blog: Ich habe gerade im Konzept das Epilog meines Buchs über europäische Träger Teil 2 fertiggestellt und will euch den nicht vorenthalten.

Beginnend mit der Fortentwicklung der Ariane 5 begann der Konsens, der in der ESA für größere Projekte notwendig ist, zu bröckeln. Die Entwicklung von Ariane und Vega unter­scheidet sich von anderen ESA Projekten in zwei Dingen:

Mit der Rakete selbst ist es alleine nicht getan – es gibt auch den Bedarf für den Unterhalt des CSG, auch wenn die Entwicklung abgeschlossen ist. Weiterhin muss der Träger ver­änderten Marktbedingungen angepasst werden: siehe das Ariane Evolution Programm.

Wenn die Rakete erfolgreich fliegt, so bedeutet dies aber auch gesicherte Arbeitsplätze in der Produktion. Jedes andere ESA Projekt kostet nur Steuergeld. Die Entwicklung einer Träger­rakete kann dagegen auch Steuereinnahmen bescheren. (mehr …)

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Polikerverbot im Fernsehen / Piratenpartei

Ich schaue mir ja sehr gerne Fernsehkritik.TV an – das Format bringt einen auf ganz neue kritische Gedanken. In der aktuellen Folge 34 geht es unter andrem auch darüber, dass die kleinen Parteien keine Chance haben ihr Programm im Fernsehen vorzustellen und alles sich auf das Duell Steinmayer / Merkel fokussiert. Und ich muss dem Autor zustimmen. Ich glaube 1998 gab es mal eine Sendung in der nur die kleinen Parteien ihr (teilweise abstruses) Programm vorstellen. Och kann mich noch erinnern, dass der Vorsitzende der Bibeltreuen Christen damals Harry Potter verbieten lassen wollte, weil das Buch so was wie Teufelszeug sei.

Nun ist es unmöglich die vielleicht 20 Parteien adäquat zu repräsentieren und gleiche Sendezeit zuzuweisen – denn eigentlich fordert unser Grundgesetz ja Chancengleichheit für alle Parteien. Meine Lösung dafür wäre: Keine Parteien mehr im Wahlkampf im Fernsehen. Auch nicht in normalen Talkshows. Wie schon vor ein paar Tagen angesprochen – ich verstehe nicht warum Politiker zu allen möglichen Themen eingeladen werden – sie verstehen ja nicht mehr davon als wirkliche Experten, wie man leicht erkennen kann. Wenn die Politik erst die Banken mit Milliarden stützt und sich dann immer noch nichts an deren Verhalten ändert oder in der Diskussion über die Kinderpornographie, bei der es nicht nur um fundamentale Grundrechte, sondern auch um ein Grundverständnis wie das Internet funktioniert und wie diese Sperren leicht umgehen werden können. Experten dazu habe ich nie in den großen Polittalkshows gehen, sondern eher in einer Sendung wie „Neues“, die aber wohl kaum Gretchen Müller anschaut. (mehr …)

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Ab zu Phobos und Deimos

Etwas verspätet nun der Teil 3 des Alternativmodells zum 1.5 Milliarden Euro Vorschlag des deutschen Mars- und Mondprogramms, derzeit vorliegt. Wie beim Mond und Venus soll Hauptzweck sein, bestehende Hardware zu nutzen und die Forschung sinnvoll zu ergänzen.

Beim Mars fällt mir da sehr wenig ein. Sieht man sich die instrumentelle Ausrüstung von MRO und dem MSL an, dann ist es schwer diese zu ergänzen. Vor allem wenn man sieht, welche Möglichkeiten der Datenübertragung der MRO hat. Aber es gibt beim Mars auch noch „weiße Flecken“ auf der Landkarte: Die beiden Marsmonde Phobos und Deimos. Sie sind recht klein, Phobos als der Größere hat einen maximalen Durchmesser von gerade mal 27 km. Aber sie haben andere Vorteile: Es sind eingefangene Asteroiden und viel leichter erreichbar als die des Hauptgürtels. Um zu diesen zu gelangen braucht Dawn mehrere Jahre. Am Mars ist man in wenigen Monaten und durch das Gravitationsfeld des Planeten muss auch weniger Energie aufgewendet werden um zu den Monden zu kommen.

Es ist ja seit langem die Phobos-Grunt Mission im Gespräch, die zu Phobos fliegen soll und Bodenproben zurück zur Erde bringen. Ich bin für eine ausführlichere In-Sito Untersuchung – ich sehe keinen Grund von zwei Asteroiden Bodenproben zu nehmen – schließlich fallen jedes Jahr Meteorite mit demselben Ursprung auf die Erde und können untersucht werden. Warum sollten sich Phobos und Deimos von so vielen Steinasteroiden in ihrer chemischen Zusammensetzung unterscheiden? (mehr …)

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Was nervt

Heute schaue ich in die Fernsehzeitung. Was kommt? Auf vier Kanälen das Duell der Kanzlerkandidaten, wahrscheinlich weil je ein Journalist von jedem Kanal dabei ist. Für mich wohl aber eher um sicher zu gehen, dass auf dem anderen Kanal nicht ein guter Spielfilm läuft und die Quoten in den Keller gehen. Das nervt! Ich habe meine Wahlentscheidung schon längst getroffen und will nicht von der Rumstreiterei belästigt werden, zumal das so formal läuft das es sich nicht besonders spannend anhört. Das war schon letztes mal so.

Es ist schon schlimm dass wir zwar jede Menge Talkshows haben, aber alle nur von Politikern bevölkert werden. Ich würde Politiker primär einmal keine Kompetenz in Sachen Wirtschaft, Naturwissenschaft und Technik zuweisen, das haben sie mehrfach unter Beweis gestellt. Trotzdem tauchen sie in Diskussionen über die Wirtschaftskrise, Pro/Contra Gentechnik und wie weit greifen Sperren und Vorratsdatenhaltung überhaupt zu Wort. Das liegt wohl daran, dass es irgendeine Vorschrift gibt, die es verbietet zu solchen  Diskussionen nur einen Politiker einzuladen. Es müssen dann wahrscheinlich immer gleich je einer von den beiden großen und einer der kleinen Parteien eingeladen werden. Da Politiker in jahrelanger Fernsehpräsenz jeden Rest von guten Benehmen und Rücksichtnahme verlernt haben fangen sie dann auch an den andern Teilnehmern ins Wort zu fallen, ewig lang zu reden und nicht auf Fragen zu antworten, sondern ihr Wahlprogramm zu verkündigen. Warum also jetzt nochmal eine riesige Show? (mehr …)

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Poweline vs. WLAN

Heute mal ein kleiner Erfahrungsbericht. Vielleicht hilft er dem einen oder anderen weiter. Es geht um die Hausvernetzung. Fast jeder hat ja das Problem, dass man in einer bestehenden Wohnung nicht so einfach Netzwerkkabel ziehen kann. Wer eine größere Renovierung vorhat, dem kann ich nur raten das zu tun und dabei vielleicht Kabelschächte vorzusehen, an die man später auch noch leicht herankommt, weil die Geschwindigkeiten von Netzwerken rapide ansteigt (alternativ: das Beste zu verlegen, was man heute bezahlen kann, auch wenn der Switch und PC noch niedrige Geschwindigkeiten liefern). Spätestens, wenn es aber über mehrere Stockwerke geht, fängt das Grübeln an: Löcher in die Decke bohren und Kabelschächte nicht nur am Boden, wo man sie leicht durch Möbel / Teppich kaschieren kann, sondern in der Ecke der Wand?

Da gibt es heute die Alternative Powerline / WLAN. Bei mir war die Situation so, dass ich August 2007 DSL über Kabel bekam, vorher habe ich bei meinem Bruder im Nachbarhaus über WLAN mitgesurft. Daher bot es sich an WLAN weiter zu benutzen und so nur eine Antennendose umzurüsten auf DSL, sonst wären Mehrkosten angefallen. Zudem ist auch der Fernsehanschluss in meinem recht großen Arbeits/ Wohnzimmer rund 8 m vom Computer entfernt, so dass es in jedem Falle auf Strippen ziehen/WLAN rausgelaufen wäre, warum also nicht die WLAN Hardware weiter zu verwenden? Trotz Stahlbeton Decke hatte ich dank zweier externen 3 dbi Antennen immer guten Empfang mit Bruttodatenraten von 81 bis 160 MBit/s – mehr als genug für den nur 10 MBit schnellen DSL Anschluss. Die Empfangsleistung schwankte je nach Wetter oder weiß ich noch was, zwischen 35 und 70 %. (mehr …)

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