Wie rekonstruiert man Raketendaten?

Heute mal eine Einführung in eine Technik, von der ich meinte, dass man sie nach Öffnung der Sowjetunion nicht mehr nötig hat – dem Rekonstruieren von Raketendaten aus wenigen unvollständigen Angaben. Doch dank Träger in Drittweltländern wie der Naro oder Safir, oder Firmen die keine Daten veröffentlichen ist diese Kunst auch heute noch gefragt. Ich will mal zeigen wie man die Daten der Falcon 9 Block III rekonstruiert, die ja im April 2011 angekündigt wurde.

Das wichtigste ist zuerst einmal so viele Daten wie möglich zu sammeln. So wissen wir vom Merlin 1D, dem Haupttriebwerk, dass sie antreibt: (mehr …)

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Ballast Water Management 1

Hallöchen: Heute wieder ein Gastbeitrag, diesmal von Johan und in zwei Teilen. Der erste Teil heute, der nächste übermorgen.
Ich möchte dran erinnern, dass ich immer noch den Superblogger suche. Johan ist nun das zweite Talent das sich dieser Herausforderung stellt. Manuels Luftschiff-Beitrag ging wohl in dem Neujahrstrubel unter und fand nur 70 Leser in den ersten zwei Tagen, die für den Kontest zählen.
Ach übrigens, wenn ihr mehr über den Blog 2011 wissen wollt, hier eine öffentliche Statistik, wobei ich nicht allen Punkten traue, so halte ich die Anzahl der Kommentare z.B. für recht niedrig….

Anfang des 20. Jhds wurde durch eine Invasion von Phytoplankton in der Nordsee die ursprünglich in Asien beheimatet war bekannt, dass Wasserorganismen auch in fremden Gebieten existieren können. In den siebziger Jahren wurden erstmals wissenschaftliche Untersuchen angestellt. Der WWF hat festgestellt das derzeit allein in den US-Gewässern stündlich 7.5 Millionen Liter Ballastwasser von Schiffen gepumpt wird. Jährlich werden etwa 10 Mrd Liter Ballastwasser rund um den Erdball transportiert. Warum überhaupt so viel Ballastwasser transportiert wird, möchte ich an einem Beispiel erklären. Ein typischer Supertanker bzw VLCC (Very Large Crude Oil Carrier) verkehrt zwischen den Ölquellen im arabischen Raum und den USA. Er macht sich von Housten, Texas unbeladen, das heißt im Ballastzustand auf in die Arabischen Emirate. Aus Stabilitätsgründen aber sind seine Ballasttanks voll gefüllt. Für ein Schiff dieser Größe sind das etwa 106.500t Wasser. Im Hafen angekommen wird es mit Rohöl beladen, und gleichzeitig das Ballastwasser außenbords gepumpt. Voll beladen macht sich das Schiff wieder auf die Rückreise, dann aber ohne Ballastwasser, denn die Ladung sorgt alleine für ausreichende Stabilität. Durch die neuen Erkenntnisse wurde die Problematik etwa Ende der achtziger Jahre erstmals ein Thema für die International Maritime Organisation (IMO). Dort wurden Lösungsansätze diskutiert und Richtlinien erarbeitet um das Problem des Transports von Lebewesen im Ballastwasser von Schiffen lösen zu können. Kanada war 1989 das erste Land die Empfehlungen für einen freiwilligen Ballastwasseraustausch für Schiffe veröffentlichte, die die Great Lakes und den St. Lawrence Strom befahren wollten. (mehr …)

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Bemannte Raumfahrt könnte billig sein!

Wenn es um bemannte Raumfahrt geht senkt jeder daran wie teuer sie ist. Doch eigentlich müsste das Gegenteil der Fall sein. Warum? Nun unbemannte Raumfahrt ist teuer, weil alles so ausgelegt sein muss, dass es über Jahre funktioniert, absolut zuverlässig. Eine Reparatur ist unmöglich. Redundanz, Tests und Kontrollen sind das Stichwort dafür, dass man dies erreicht. Wenn wir von bemannter Raumfahrt sprechen, brauchen wir erst mal für die Menschen eine stabile Druckhülle, sie muss das Gas innen lassen, sicher vor Mikrometeoriten schützen und natürlich auch temperaturreguliert sein. Zack – sparen wir schon mal die ausgeklügelte Temperaturregulation bei Satelliten, ein Ventilator und Heizelemente reichen aus. Kein Vakuum stört und macht den effizienten Wärmetransport über Konvektion unmöglich. Russland kopierte über Jahre hinweg dieses Prinzip bei zahlreichen Satelliten und Raumsonden. (mehr …)

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Buchkritik: Greenley/Batson: The NASA Atlas of the Solar System

Ich habe eine Wunschliste, das sind Bücher, die mir neu zu teuer sind, und bei denen ich warte bis sie preiswert erhältlich sind, entweder gebraucht oder weil eine neue Auflage erschien. Manche schaffen es wohl nie gekauft zu werden wie das Buch „International Reference Guide to Space Launch Systems“, andere sind mal billig erhältlich. Dazu gehört auch dieses Buch. Es gibt Taschenbücher, Bücher, Wälzer und es gibt den NASA Atlas. Ich habe wohl nicht genau genug geguckt bei Amazon und war dann doch überrascht was ich bestellt hatte. Das Bild zeigt hier das Buch verglichen mit der SuW (DIN-A4) oder meinem Skylab-Buch (17 x 22 cm, etwas größer als DIN A-5) und es ist schwer. 3,5 kg zeigt meine Wage an, das ist so viel wie meine Katze wiegt und die halten sie nicht lange freihändig …. (mehr …)

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