Der Untergang des Römischen Weltreichs

So der Titel eines Buchs von Peter Heather. Jemand hat es mal als Kommentar zu einem Blog empfohlen und da mein Blog eigentlich nur Intelligente und Vielbelesene anzieht (die anderen bekommen von den Blogkommentatoren schnell Kontra) habe ich es mir zugelegt und durchgelesen. Dazu kommt noch eine Buchkritik in den nächsten Tagen.

Heute geht es aber um den Tatbestand, also des Untergangs des Römischen Weltreichs. Wenn man das Buch liest, so wird die Meinung des Historikers deutlich. Dass römische Reich war zu groß. Es hatte zu lange Grenzen zu verteidigen. Die Truppen konnten kleine Gruppen von Plünderern aufhalten, aber nicht einen ganzen Stamm mit 10.000 bis 20.000 Kriegern. Wenn er erst mal auf dem Reichgebiet war, dauerte es Monate um Truppen, die im ganzen Reich verstreut warenn zu sammeln und in eine Schlacht zu führen. Mehr als einmal ging auch diese verloren, und selbst wenn man die „Barbaren“ schlug, so hatten sie eine Gegend geplündert und die lieferte über Jahre keine Steuern. Das Reich kannte das Problem und verlegte die Regierungssitze an die Grenzen, nach Trier oder Ravenna. Es wurde das Reich geteilt, um so die Distanz zu den Grenzen zu verringern und die Verwaltung, die das gleiche Problem mit langen Reisen und Distanzen hatte, effektiver zu gestalten. Zeitweise gab es neben dem weströmischen und oströmischen Reich vier Regierungssitze. (mehr …)

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Die Marskolonisation Teil 3

So, die Arbeit für den Kunden ist fast abgeschlossen, das heißt, ab nächster Woche gibt es wieder öfters einen Blog. Die beiden ersten Beiträge zur Marskolonisation haben ja eine rege Diskussion ausgelöst. Ich habe mich weitestgehend rausgehalten, weil ich diesen Teil der sich mit den Kosten der Marskolonisation beschäftigt, ja schon in Planung hatte und vieles fällt da rein.

Fangen wir mal mit der landwirtschaftlich genutzten Fläche und der Art der Versorgung an. Als Erstes gehe ich davon aus, das eine Marskolonie autark ist. Elon Musk nennt als Grund ja auch einen dritten Weltkrieg und bei nötigen Zulieferungen wäre da die Kolonie genauso betroffen wie die Erde. Das Zweite ist das die Leute dort wenn sie schon 100.000 Dollar für ein Ticket bezahlen (wahrscheinlich mehr) genauso leben wollen wie auf der Erde, also mit einem ähnlichen Lebensstandard und ähnlicher Auswahl bei der Nahrung. Auf 12,6 m² kann man vielleicht Algen anbauen, die haben einen kurzen Vegetationszyklus, aber mit dem was wir konsumieren wie Getreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse geht das nicht. Untersuchungen ergeben das 2000 m² das Minimum an Fläche beim Mars ist, das man braucht.

Andere Untersuchungen veranschlagen bis zu 8000 m² pro Person. Wir haben bei uns schon kaum noch steigerbare Erträge pro Hektar, etwas besser sieht es noch in Ländern aus, wo es keinen Winter gibt, es aber auch nicht zu heiß ist, denn dann sinken die Erträge schon wieder. Wenn man mit mehr Licht und Hitze die Erträge steigern könnte, würde man bei uns am Äquator Getreide anbauen und nicht Palmöl. Noch mehr Fläche braucht Gemüse und Obst. Fleisch oder auch nur Milch und Hühner brauchen Futtermittel und dann steigt der Flächenbedarf enorm, weil von dem Energiegehalt der Futtermittel typisch nur ein Fünftel, bis ein Achtel im Fleisch landet. In der EU reicht die Fläche nicht aus, um die Bevölkerung autonom zu versorgen. Man ist auf den Import von Futtermitteln angewiesen. (mehr …)

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Marskolonisation Teil 2

Kommen wir zum zweiten Teil der Marskolonisation: Geht die überhaupt und macht es Sinn?

Elon Musk meint ja das eine Million Menschen zum Mars wollen, wenn er die Preise auf 100.000 Dollar pro Ticket senkt. (Als Nebeneffekt müsste man für einen Bruchteil dieses Preises in den Erdorbit kommen, was wohl für viel mehr Leute interessant wäre). Genau dieses Szenario der Marskolonisation nehme ich mal auf und will zeigen, wie wahrscheinlich es ist. Ich vermute Musk denkt es sich so wie in den Science-Fiction Filmen: Da ziehen die Sieder dann mit tollen Maschinen aus und bauen auf dem Mars eine ganze Zivilisation auf und genießen dann beim Campari den Untergang der beiden Marsmonde… (mehr …)

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