Eine neue Verwendung von Sonnensegeln

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Hallo, nach einer Woche mal wieder ein Blog. Derzeit gibt es eigentlich nicht viel Neues und zudem habe ich auch so zu tun: ein Auftrag ist rein gekommen und die Steuer muss auch noch heute und morgen erledigt werden (ich dachte es gibt verlängerte Fristen, doch die greifen wohl erst nächstes Jahr). Ich dachte zuerst ich schreibe mal einen wohlmeinenden Artikel über den ersten Start der Elektron, schließlich ist es ein kleines start-up und sie haben mit dem ersten Start immerhin die Grenze zum Weltraum erreicht. Allerdings las ich in den Newsportalen das es nicht wirkliche Nachrichten zum Start gibt. Fotos wurden aus Videos herausgeschnitten und alles was es gibt sind Äußerungen des CEO Beck. Die Parallele zu anderen Firmen über die man nur noch Nachrichten über Äußerungen des CEO erfährt sind frappierend und mit denen habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht. Also kein Bericht über die Electron. Aber ich bin auf immerhin ein interessantes Projekt gestoßen. Continue reading „Eine neue Verwendung von Sonnensegeln“

Lohnt sich privat finanzierte Raketenentwicklung?

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Wenn alles gut geht, dann ist, wenn dieser Artikel online ist, die Elektron schon zum ersten Mal geflogen. Selbst wenn sie bei diesem ersten Testflug keinen Orbit erreichen sollte, so hat die Firma schon einen Rekord sicher. Es ist der erste Start einer vollständig finanzierten Trägerrakete in den Orbit. Rocket Lab hat bisher 148 Millionen Dollar von Investoren akquiriert und ist die erste Firma, die ganz ohne Finanzspritze vom Staat auskommt. Vorher schaffte das nur die deutsche OTRAG, doch die musste ihren Betrieb einstellen, bevor man einen Test einer Rakete ansetzen konnte, die auch einen Orbit erreicht.

Ich halte es für keinen Zufall, das Rocket Lab die Gelder für eine kleine Trägerrakete zusammenbekommen hat, und greife das Mal auf, ob sich generell eine rein private, also nicht irgendwie quer über staatliche Startaufträge lange vor dem Jungfernflug finanzierte Raketenentwicklung lohnt. Continue reading „Lohnt sich privat finanzierte Raketenentwicklung?“

Mein SLS Vorschlag

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In der von mir so geschätzten Rubrik „Wir wissen es besser“ möchte ich mich heute mit der SLS befassen. Ich habe sie ja schon gestern aufgegriffen. Von der technischen Auslegung finde ich die SLS gar nicht mal so schlecht. Wie ich schon schrieb. Ich bin nur an zwei Dingen etwas anderer Meinung. Das eine ist die Festlegung auf nur zwei Booster und als Folge ein „Block II“ Programm, das dann leistungsfähigere Booster entwickeln soll. Das Zweite ist, dass die Oberstufen tendenziell zu klein sind. Als Faustregel kann man bei in etwa gleichen spezifischen Impulsen ansetzen: Masse der Zentralstufe / Oberstufe ~ Masse der Oberstufe zur Nutzlast. Geht man von Transporten zum Mond oder auf Fluchtkurs aus, so beträgt die Nutzlast dann etwa 40-50 t. Bei fast 900 t Startmasse kommt man so auf etwa 200 bis 250 t Masse für die Oberstufe. Ich habe mich für 250 t entschieden, da sie auch besser zu schweren Nutzlasten passt, die mehr Booster pro SLS transportieren können. Continue reading „Mein SLS Vorschlag“

Rätsel Nutzlast SLS

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Manchmal habe ich das Gefühl ich lasse doch geistig nach. Das merkt man, wenn einem beim Stöbern alte Aufschriebe unterkommen. Nicht nur, dass ich das meiste davon wieder vergessen habe, auch wie ich mich damals in Details gestürzt habe, ist mir heute völlig unverständlich. Ich muss früher viel intelligenter gewesen sein. Heute würde ich das Pensum schon wegen der fehlenden Zeit nicht schaffen.

Fast hätte ich das Phänomen auch für etwas verantwortlich gemacht, das mir in der letzten Zeit auffällt. Ich stelle fest, das projektierte Träger immer weniger Nutzlast haben, vor allem wenn man sie mit ähnlichen Mustern vergleicht. So die Ariane 6: Sie erhält neue Booster, die besser als die derzeitigen sind (geringeres Leergewicht, höherer spezifischer Impuls) und ist mit 860 t rund 70 t schwerer als die Ariane 5 ME, der sie bei Zentralstufe und Oberstufe gleicht. Doch die hat 12 t Nutzlast und die Ariane 6 nur 10,5 t. Ich habe das mal verfolgt und komme bei ähnlichen Massenannahmen auf 13 – 14 t. Analoges Thema des heutigen Themas die SLS mit demselben Phänomen. Demgegenüber steigt die Nutzlast bei anderen Trägern so SpaceX oder Ariane 5 ECA. Allerdings hat die Rakete dort auch je nach Version andere Daten (Startmasse z. B, bei der Falcon 9 von 482 auf 550 t gestiegen). Continue reading „Rätsel Nutzlast SLS“

Die ISS- das Haupthindernis für ein Marsprogramm

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In den letzten Jahren ist der Mars ja wieder in den Fokus gerückt. Die NASA nennt seit Jahren eine bemannte Expedition zum Mars als Langzeitziel (nun für 2033 geplant), private Firmen wie Mars One oder SpaceX mit der Red Dragon wollen zum Mars und es werden mehr Sonden anderer Nationen geschickt. Indien plante seine zweite, China und sogar die arabischen Emirate wollen auch eine Sonde auf den Weg bringen.

Nun seitens der NASA sehe ich die Pläne mehr als Alibi. Das mag ein Langzeitziel sein, ohne konkretes Programm geht da nichts und Trump mag ja fordern, dass man das etwas beschleunigen soll. Aber ein Programm, das es nicht gibt, kann man nicht beschleunigen. Mehr Geld gibt es trotzdem nicht. Es gibt eigentlich in dem Sinne auch kein Marsprogramm, sondern nur eine Schwerlastrakete SLS, deren EM-1 Mission man nun erneut verschoben hat und die unbemannt erfolgen soll und die Orion, aka MPCV. Die SLS reicht in der derzeitigen Größe nicht für einen direkten Transfer aus (wohl, aber wenn man eine Nutzlast stückweise mit der SLS in einen immer elliptischeren Erdorbit bringt, wie von mir vorgeschlagen, nur braucht man dann eben zwei bis drei Starts anstatt einen). Und die Orion ist eine Kapsel wie Apollo, nicht gedacht für eine Langzeitmission und auf dem Mars landen kann man mit ihr auch nicht. Continue reading „Die ISS- das Haupthindernis für ein Marsprogramm“