Die Oktobernachlese zu SpaceX

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… ist diesmal relativ kurz, viel Aktivität gab es ja nicht. Ein Starlink Start und der der Inspriation4 Crew. Noch immer warten alle auf den ersten suborbitalen Flug des Starships, wobei das wichtigste Indiz dafür nur ein Antrag bei der FAA ist, immerhin angeheizt von Musk durch Fotos von Arbeiten an der Kombination.

Wer mich kennt, weiß, dass ich wenig zur Inspriation4 Mission schreibe. Warum auch? Es gab schon seit Jahrzehnten Weltraumtouristen. Nun gibt es ein Vehikel, das wiederverwendbar ist und automatisch arbeiten kann, sodass (anders als bei der Sojus) ein Pilot entfallen kann und infolgedessen wird es auch mehr private Raumflüge geben, die so auch billiger sind, schlussendlich fliegen gleich vier ins All, teilen sich die Kosten und das Raumschiff hat die NASA bezahlt und SpaceX verwendet es nach dem (ersten) NASA-Einsatz nochmals.

Es wurde kritisiert, dass die Besatzung wenig von sich hören lies. Gewohnt von der ISS war, dass man den gesamten Sprechfunk abhören konnte. Aber es ist eben eine „private“ Mission. Da wird gefiltert weitergegeben was einem nützt. Es muss ja nicht jeder mitkriegen das einem schlecht wird oder man irgendwelche Probleme hat. So richtig „privat“ ist die Mission auch nicht, denn nicht umsonst wurde sie mit derselben Bahnneigung wie die ISS gestartet. Zwar hätte sie wegen der Cuopla nicht andocken können, kann so aber alle Bodenstationen und Kommunikationswege nutzen die für die ISS etabliert wurden. Das Starlink-Netz von SpaceX befindet sich bei der Orbithöhe von 575 km ja unterhalb der Mission, und selbst wenn, ob die Antenne auch im Weltall bei anderen Relativgeschwindigkeiten funktioniert hätte, ist zweifelhaft.

Was man von der Inspriration4 Mission erfahren hat, reiht sich aber in die Vorkommnisse bei der Erprobung des Starships ein, bei dem zuerst Prototypen bei der Druckbeaufschlagung explodierten und dann bei der Landung oder danach. Nun ist es eine Nummer kleiner – es dreht sich um eine nicht funktionierende Weltraumtoilette und kaltes Essen. Das verwundert. Warmes Essen gibt es im US-Raumfahrtprogramm seit Apollo, Weltraumtoiletten seit Skylab. Aber es passt zu SpaceX. Es scheint als müsste die Firma jede technische Entwicklung neu zu erfinden. Tanks und Druckbeaufschlagungssysteme die nicht explodieren, Weltraumtoilette, die Produktion von heißem Wasser oder den Mikrowellenofen. Die Dragon funktionierte, da war ja auch die NASA beteiligt, aber eine Toilette ist bei den Flügen zur ISS nicht notwendig, da das Andocken an die Iss schnell geht. So was kenne ich sonst nicht. Es ist ja auch nicht so, dass andere Firmen bei jedem Produkt bei Null anfangen. Wenn Daimler ein neues Auto baut, können sie auf 100 Jahre Erfahrung zurückblicken. Und seit Erfindung des Buchdrucks kann man diese Erfahrung auch weitergeben, indem man sie aufschreibt und druckt, heute ergänzt durch weitere Methoden, mit denen man Informationen aus den Leuten herausholt, die man als Erfahrungswissen bezeichnet, wie Audio- oder Videointerviews. SpaceX hat inzwischen alle hochkarätigen Angestellten verloren, die seit Firmengründung bei der Firma waren, letzten Monat kam Hans Koenigsmann bei einer neuen Firma unter, schon seit letztem November hat Tom Mueller die Firma verlassen und inzwischen eine eigene Firma aufgemacht. In den Nachrichten liest man immer wieder, wie ein ehemaliger SpaceX Mitarbeiter woanders anheuert. Doch erklärt dieser Schwund das Phänomen? Eigentlich nicht. Denn das Wissen über die Konstruktion steckt ja nicht in dem Chef, sondern auch zahllosen Mitarbeitern und – zumindest andere Firmen machen dies so – es wird dokumentiert, schon alleine, damit man neue Angestellte besser schulen kann.

Das wird dann noch interessant, wenn die SpaceX Pläne reifen. Bisher haben sie Dinge gebaut oder entwickelt bei denen sie auf Erfahrungen einer Weltraumindustrie zurückgreifen können. Das gilt auch für das Starship, ein geflügeltes Vehikel, das aus em Weltraum wiederkommt und landet gab es schon 1981 und seitdem mit dem X-37B sogar ein Zweites in den USA (Russland hat auch eines entwickelt). Aber das Auftanken von Nicht-Druckgeförderten Triebwerken mit leicht verdampfenden Treibstoff und das nicht nur einmal, sondern mehrmals wie für Mondmissionen benötigt, ist was Neues. Ebenso zum Mars zu fliegen und zu landen. Wenn ich dran denke wie viele Versuche es gab die erste Stufe zu landen – das geschah erst beim fünften Versuch – dann wird es sicher etliche Versuche geben, bis ein Lunar Starship Menschen zum Mond befördern kann oder man gar an Marsexpeditionen denken kann. Bei Letzteren kommt hinzu, dass man aufgrund der Startfenster auch nicht einfach nach einem Fehlschlag den nächsten Versuch starten kann, sondern 26 Monate warten muss. Spätestens dann wird das iterative Vorgehen von SpaceX an die Grenze kommen.

Dann hat noch die ct‘ im Betatest die Starlink Antenne getestet. Sie benötigt viel Strom, bis zu 180 Watt. Ohne aktive Heizung (im Winter nötig) rechnet die ct‘ bei 2 Stunden Nutzung pro Tag mit 120 Euro Stromkosten pro Jahr. Die Antenne selbst kostet 559 Euro, ein Monat 99 Nutzung Euro. Ohne Smartphone funktioniert der Router nicht, da man nicht über ein Webinterface an die Einstellungen herankommt. Wieder ein SpaceX Sonderweg, genauso wie das Kabel, dass über den Netzwerkanschluss die Antenne mit Strom versorgt. POE ist zwar standardisiert, aber das kümmert SpaceX wenig, denn über POE kann man maximal 100 Watt übertragen keine 180 Watt. Entsprechend hatte der Tester Probleme das Kabel für die Außenmontage zu verlegen, weil es zu dick war. Beim ersten Test in der Großstadt riss die Verbindung laufend ab, weil im verwendeten Frequenzband schon ein Blatt Papier genügend Strahlung blockiert, von Mauern und Gebäuden ganz zu schweigen. Auf dem freien Land auf dem Dach montiert – also mit idealen Bedingungen – gab es pro 24 Stunden im Durchschnitt 37 Sekunden Ausfall, maximal 10 Sekunden am Stück. Die Datenraten lagen in der Spitze bei 235 MBit Down und 24 Mbet/s Uplink, gingen aber auch auf 70 Mbit/s im Downstream zurück.

Das dürfte sicher der Knackpunkt neben den hohen Kosten von über 1300 Euro pro Jahr sein. Der Test fand im August statt, als die erste Sphäre für Starlink schon voll ausgebaut war. In der Betaphase kann man die Hardware nicht kaufen, sondern muss sich bei SpaceX bewerben. Versorgt Veden natürlich zuerst Influencer wie die Computerzeitschrift. Wenn schon die wenigen Kunden – weltweit waren es nach Musk Angaben 100.000, dazu führen das zeitweise die Downlinkrate unter die versprochenen 100 Mbit/s rutscht, wie wird das dann erst bei einem operationellen System mit viel mehr Kunden werdem? Jeder der ersten Generation der Satelliten hat je nach Quelle 10 bis 40 GBit Kapazität, kann also maximal 100 bis 400 Kunden mit der Nennkapazität versorgen. Entsprechend kommt eine Studie auch zu dem Schluss, das Starlink selbst bei „sehr optimistischen Annahmen“ in der BRD maximal 1,3 Mio. 100 Mbit/s-Anschlüsse bereitstellt. Selbst die Firmen, die sich seit Jahrzehnten mit Kommunikation über Satelliten beschäftigen, sehen Konstellationen (allgemein, nicht nur Starlink) skeptisch. Weil die Satelliten, wenn sie erst mal im Orbit sind, die Gefahr von Kollisionen vergrößern, würde ich mir wünschen, das man erst mal einige Jahre mit den beiden Netzen in der Ausbauphase 1 Erfahrungen sammelt, bevor man an einen Ausbau auf 12.000 oder gar 40.000 Satelliten in Betracht zieht. Ebenso wäre es wünschenswert, wenn andere Firmen wie Amazon mit dem Aufbau eigener Netze abwarten, wie sich die beiden Vorteiter schlagen. Denn sind die Satelliten einmal im Orbit, dann bleiben sie dort auch lange.

Zuletzt gibt es auch noch Ärger mit dem Kontrakt beim Lunar Starship. Inzwischen hat Blue Origin gegen die NASA-Entscheidung prozessiert. Inzwischen argumentieren die NASA Rechtsanwälte dahin gehend, das der Prozess es unmöglich machen würde auf dem Mond zu landen „but that it will never actually achieve its goal of returning the United States to the Moon,“. Das passt zu der Kritik an der Auswahl von SpaceX, die nicht nur meiner Ansicht nach nur erfolgte, weil es das billigste Angebot war und die Finanzierung zu gering. SpaceX musste auch eine Reduktion der ersten Rate deswegen hinnehmen. An der Situation hat sich nichts geändert, noch immer hat dieser Teil des Mondenlandeprojektes nicht die Finanzierung erhalten, um selbst das Angebot von SpaceX zu finanzieren. Warum man also einen Auftrag vergibt, wenn selbst der billigste Anbieter nicht finanziert werden kann ist mir ein Rätsel. Sollte man nicht erst mal eine Finanzierung haben? Erinnert mich irgendwie an das Mautdebakel von Andi Scheuer, wo er auch nicht warten wollte ….

Dann noch zu etwas anderem hat primär nicht mit SpaceX zu tun, fängt aber an zu nerven. Es ist das seit einigen Monaten wieder ausgebrochene Wettrennen um Rekorde. Das ging los mit dem Wettrennen Bezos und Branson, wer den ersten Suborbitalflug mit Passagieren durchführt und nebenher noch eines wer von beiden Firmengründern als Erster selbst fliegt. Das ging weiter mit Rekorden im Alter (jüngster / ältester Raumflieger), beide neu verbessert von Bezos Blue Origin.

Die Inspiration4 Mission war ja auch ein Beispiel dafür. Selbst in deutschen Medien wurde hervorgehoben, das nun die erste Protese ins All geflogen ist, oder der erste Mensch mit Protese. Isaakman hat extra das Kommando an Sian Prcotor abgegeben, die damit die erste schwarze Kommandantin eines Raumschiffs wurde – angesichts dessen das dieses völlig automatisch arbeitet, ist das relativ bedeutungslos. Und natürlich war dies der erste Raumflug der nur aus Personen bestand die nicht Angestellte einer Regierungsbehörde sind (Weltraumorganisationen, Militär). Nun setzen die Russen nach und starteten vorgestern eine Besatzung mit einer Schauspielerin und einem Produzenten um einen Film an Bord des russischen ISS-Segments zu drehen. Auch hier kam die Idee dafür erst, nachdem die Ankündigung kam, dass Tom Cruise einen Film an Bord der ISS drehen will. Man glaubt es kaum, mehr als 60 Jahre nach dem Beginn des Weltraumrennens müssen die Russen noch Rekorde vor den Amis aufstellen. Dann noch die Meldung, dass nun William Shatner beim nächsten Flug von Blue Origin mitfliegen wird, Shatner ist 90 und würde damit den erst wenigen Monate alten Altersrekord von Wally Funk mit 82 Jahren brechen.

Das ist wirklich albern. Weltraumfahrt dreht sich um Erkenntnisse, Wissenschaft. Schon die bemannte Raumfahrt an sich haben damit wenig zu tun. Es geht bei Nationen vielmehr um Prestige, mit dem man punkten kann, selbst bei uns, denn die ISS rückt immer dann in den Vordergrund, wenn ein deutscher Astronaut an Bord ist oder seine Mission bevorsteht. Andere europäische Astronauten (wo man doch sonst immer davon redet, dass wir Europäer sind und Europa als Ganzes agieren muss). Aber das Bestreben von Firmen neue Rekorde aufzustellen ist nochmals eine Größenordnung dämlicher, vor allem bei den beiden Suborbitalfirmen. Suborbitalmissionen von Raumfahrtagenturen gab es nur zwei von den Amis, und die waren Erprobungsmissionen des Raumschiffs, die wohl auch entfallen wären, wenn man gleich in den Orbit hätte starten können. Ich sehe das nicht mal als Raumfahrt an. Aber das ist eben das Kindergartenrennen von Milliardären mit zu schwachem Ego.

Eine andere Dimension hat der Film von Roskosmos. Also das ist schon fast dasselbe niedrige Kindergartenniveau, aber auch nicht ungewöhnlich. Kurz vor der ersten US-Amerikanerin Sally Ride startete man Sawizkaja als Kosmonautin zu Saljut 7, obwohl Valentina Tereschkowa, ja schon 20 Jahre vorher die erste Frau im All war. Wahrscheinlich befürchtete man das die USA die aktive Rolle von Ride bei der Space Shuttle Mission hervorheben würden, Tereschkowa war ja nur passiver Passagier. Danach gab es wieder keine Kosmonauteninnen für lange Zeit. Bis heute gab es nur fünf weibliche russische Raumfahrer. Etwas dürftig für ein Land mit 120 Raumfahrern. Allerdings ist Deutschland mit 10 Raumfahrern und keiner Frau da auch nicht gerade ein Vorbild. Wenn mich Roskosmos beeindrucken will, dann baut endlich die Venera D oder die vielen Luna-Nachfolgemissionen, die seit Langem angekündigt und vor allem führt die Mission auch erfolgreich durch – daran hapert es nämlich. Beide Raumsonden, die Russland nach Ende der UdSSR startete, nämlich Mars 96 und Phobos Grunt scheiterten. Aber bisher glänzt Russland vor allem durch Ankündigungen, nicht durch Taten.

7 thoughts on “Die Oktobernachlese zu SpaceX

  1. Guten Mittag Herr Leitenberger,
    ich hätte da eine Frage, bezüglich des Umweltbilanz der heutigen Raumfahrt. Vor kurzer Zeit erschien ein Artikel auf Zeit,
    https://www.zeit.de/wissen/2021-10/raumfahrt-klimabilanz-co2-weltraumtourismus-raketenstarts-klimawandel-emissionen-umweltschaden?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

    dass die Klimabilanz der Raumfahrt analysiert. In dem Artikel wird geschrieben, dass Milliardäre wie Elon Musk große Pläne im All haben. Aber wie passt das in eine Welt, die klimaneutral sein will?
    In dem Artikel wird auch die Klimabilanz der Raketen kritisiert, dass Sie das Ozonloch beschädigen, dass ein Flug wie 10 Transatlantikflüge sein soll.
    Was ist ihre Meinung dazu? Muss bzw. soll die Raumfahrt klimaneutral sein?

    Ihre Meinung oder Analyse über die Klimabilanz der Raumfahrt würde mich brennend interessieren!
    Viele Grüße,
    D. Nguyen

    (Ich weiß nicht wo ich den Kommentar schreiben soll, BITTE verschieben falls es nicht zum Thema passt, sorry.)

    1. Es gibt zwei Einflüsse. Das einfachere ist der Bezug auf die Klimabilanz. Dann muss man nur die Emission an Kohlendioxid oder anderen relevanten Gasen betrachten. Bei der New Shepard mit Wasserstoff ist der Flug dann klimaneutral, zumindest wenn der Wasserstoff „grüner Wasserstoff“ ist. Bei einem Starship werden pro Flug 980 t Methan verbrannt, das entspricht 4900 t Kohlendioxid. Bei einem 100 Flug mit Passagieren also rund 5 t pro Passagier, was rund 50 % der Gesamtemission eines Durchschnittsbürgers der BRD entspricht. Schwerer ist die ökologische Beurteilung des nur teilweise verbrannten Methans, allerdings sind diese Reaktionsprodukte auch kurzlebig.
      Solange die Zahl der Flüge nicht extrem ansteigt sehe ich hier keine Gefahr. Nur wundert mich das Elon Musk der sich ja ein grünes Image gibt ausgerechnet auf das extrem potente Treibhausgas Methan anstatt Wasserstoff setzt.

      Schwere zu betrachten ist der einfluss auf die Hochatmosphäre, setzen die Raketen ihre Verbrennungsprodukte doch in großen Höhen frei, noch höher als Verkehrsflugzeuge die deswegen schon als umweltbelastend gelten. Sie erreichen anders als diese auch die Ozonschicht die in 15 bis 50 km Höhe sich erstreckt und anders als Reaktionsprodukte von Verkehrsflugzeugen können diese direkt mit dem Ozon reagieren und müssen nicht erst nach oben diffundieren wobei sie auch wieder abgebaut werden.

      Bisher ging man nicht davon aus, das die Raumfahrt sehr hohen Einfluss auf die Ozonschicht hat. Viel gefährlicher als Kohlenwasserstoffe sind hier Chlorverbindungen, weshalb man ja auch perchlorierte Kältegase schon vor Jahrzehnten verboten hat. Diese findet man aber noch in festen Treibstoffen (Ammoniumperchlorat) und so hat man Umweltgutachten zum Einfluss des space Shuttles angefertigt, der ja besonders viel Treibstoff in den Boostern hat und oft starten sollte, aber selbst hier kam man zum Schluss, das die Auswirkungen gering sind.

      Eine neuere Studie zeigt aber auch das die Einflüsse durch immer mehr Starts deutlich ansteigen und significant werden können:
      https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0959652620302560
      Ein Grund mehr nicht Zigtausende von Satelliten zu starten.

    2. Instead of relying entirely on the article and its author, you can read the source material referenced, for example Martin Ross‘ paper at https://aerospace.org/sites/default/files/2018-05/RocketEmissions_0.pdf

      Here’s a quote from the paper:
      „While the magnitude and variety of rocket emission
      impacts are not well known, we can describe the overall
      picture across the various propellant combinations
      with some confidence. CO2 and H2O emissions, which
      make up the main portion of all rocket exhaust, are
      unimportant, even at launch rates orders of magnitude
      greater than today. This is a key aspect of rocket
      emissions. Research has shown that a fleet of hydrogen-
      fueled launch vehicles, whose emissions are nearly
      entirely water vapor, could launch at any rate possible
      without risk of regulatory attention.13 Rocket CO2 and
      H2O emissions are not of any concern with respect to
      atmospheric impacts.4

      The important emissions of concern with respect to
      global impacts are chlorine and alumina particles from
      solid rocket motors (SRMs) and soot particles (hereafter,
      black carbon or BC), mainly, though not exclusively,
      from kerosene fueled engines.“

      So, no need to worry about CO2 and H2O, just need to worry about chlorine and alumina particles and soot particles.

      What the article and paper didn’t mention is that methane fueled engine used by SpaceX Starship produces virtually no soot (See the Raptor Plume Report at page 172 of this Environmental Assessment document: https://netspublic.grc.nasa.gov/main/20190919_Final_EA_SpaceX_Starship.pdf), so the environmental impact from future SpaceX launches should be minimal.

      1. Die globalen Auswirkungen der Weltraumtechnologie-Starts auf die Ozonschicht der Erde in ihrer gegenwärtigen Intensität sind (noch) sehr gering. Schon im Jahr 1987 trat das Montrealer Protokoll in Kraft. Dabei handelt es sich um ein internationales Abkommen zum Schutz der Ozonschicht, deren intensiver Abbau nach Ansicht einiger Wissenschaftler durch den Einsatz einiger halogenierter Kohlenwasserstoffe in der Industrie begann. Das Montrealer Protokoll sieht die Einstellung der Verwendung von ozonschädigenden Stoffen und deren Rücknahme aus der Produktion vor.

        Möchte hier noch einige Daten aus einer Konferenz (Montreal Protokoll) zeigen. Derzeit werden lokale Veränderungen beim Start von Raketen nach verschiedenen berechneten Daten durch einen Rückgang der Ozonkonzentration um 80–10% des Hintergrundwertes in einem Umkreis von 1-5 km um die Flugbahn des Raketenflug beobachtet. Der Hintergrundpegel wird aber in 1-3 Stunden wiederhergestellt.

        Eine detaillierte Untersuchung der Raketenemissionen und deren Wirkung auf stratosphärisches Ozon zeigt, dass die globale Abnahme des stationären Ozons unter Berücksichtigung der Wirkung bekannter Zerstörungskreise (Wasserstoff, Chlor, Stickstoff) sowie der Aerosolwirkung in der Größenordnung von Tausendstel Prozent liegt, d.h. ist unbedeutend.

        Aus den Ergebnissen theoretischer Studien ist ersichtlich, dass erstens einzelne Starts selbst so mächtiger Raumschiffe wie Energia oder Space Shuttle nur eine lokale und relativ kurzfristige Wirkung auf das stratosphärische Ozon haben; zweitens ist der globale Rückgang des Gesamtozongehalts selbst bei erhöhter Startintensität (monatliche Starts über 4 Jahre) gering und beträgt 0,2-0,3% .

        Der Beitrag verschiedener Katalysezyklen durch Raketentriebwerke und der Treibstoffe zum Ozonabbau liegt bei Sauerstoff bei 0%, etwas mehr bei Wasserstoff, 0,0012 %. Der Gesamtbeitrag aller Raketentriebwerke liegt hier bei 0,034%.

        Interessant sind die Jährliche Emissionen in die Stratosphäre von ozonabbauenden Komponenten, die Daten beziehen sich auf 9 Space Shuttle und 6 Titan Starts, sind also schon älteren Datums, aber dennoch sehr aussagend:

        1. Vulkane liefern 100 bis 1000 t. an Chlor (darüber regt sich aber kein Mensch auf)
        2. Industrie um die 300 t. Chlor
        3. Raketen nur 0,79 t. Chlor

        Raketen emittieren im Vergleich zu bekannten bodengebundenen Schadstoffquellen (Industrieemissionen) deutlich geringere Mengen dieser Komponenten, jedoch gelangen die Verbrennungsprodukte von Raketentreibstoffen direkt in die Stratosphäre, ohne in der Troposphäre umgewandelt und ausgewaschen zu werden.

        Vergleichsrechnungen mit einer anderen anthropogenen Quelle – Überschallflugzeugen – zeigen, dass bei gleichen Bedingungen der Gesamtozongehalt durch den Einfluss der Luftfahrttechnologie um 1 – 1,33% sinken kann. Die gleiche Massenabnahme kann durch eine 30-fache Zunahme der Intensität der Raketenstarts im Vergleich zu den derzeitigen auftreten. ( Quelle: Publikation von Zolensky M.E., McKey D.E., Kaczor L.A. A tenfold increase in the abundance of large solid particles in the stratosphere as measured over the period 1976-1984, J. Geophys. Res. 1989).

        Noch eine Anmerkung: Die Schicht aus Gasen und ionisierten Stoffen, die die Erde umgibt, wird Geokosmos genannt. Seine Höhe beträgt bis zu 100 km. Die Satelliten fliegen höher, aber beim Start bleiben die Verbrennungsprodukte der Raketenstufen hier. Die Ökologie des Geokosmos wird gestört. Eine große Rakete bewegt sich im Geokosmos und strahlt Energie (darunter akustische Strahlung) von mehreren Gigawatt aus. Ihre Wirkung ist vergleichbar mit der Explosion von 26.000 kg Trinitrotoluol. Aber auch die elektromagnetische Auswirkungen auf den Geokosmos sind nicht zu unterschätzen, die meisten Radiowellen werden nicht reflektiert, sondern von der Ionosphäre absorbiert, was zu ihrer zusätzlichen Erwärmung führt. Aber das ist nicht alles. Eine starke Investition von Elektrizität in die Funkkommunikation hat die Erde zu einer starken Quelle für Funkemissionen gemacht (im Bereich der Funkwellen ist die Erde heller als die Sonne). Ja, auch Geokosmos ist ein wichtiger Indikator für die Gesundheit des Planeten, aber das ist ein anderes Thema.

  2. Das is keine Raumfahrtfrage.
    Die Treibstoffe sind wenn man das wollte auch nachaltig, synthetisch herzustellen.
    Zum andere kann man das Thema umweltschädlich auf alles ausdehenen was man nicht für das direkte überleben der Menschheit benötigt.
    Hobby, Flüge, Opern, Theater, Schwimmbäder, Urlaub, ein drittes Kind, das Internet und vieles mehr. Aus umweltgesichtspunkten wäre es beser dies alles nicht zu tun.

  3. „Now it’s a size smaller – it’s about a non-working space toilet and cold food. That is surprising. The US space program has had hot food since Apollo, space toilets since Skylab.“: Not sure what’s the surprise here, space toilets malfunction frequently, this is true even on ISS: https://www.zmescience.com/space/a-broken-toilet-and-faulty-oxygen-supply-ruined-the-night-on-the-international-space-station/

    „That will be even more interesting when the SpaceX plans mature. So far they have built or developed things in which they can fall back on the experience of a space industry.“: Not true, SpaceX has certainly broke new ground and added new knowledge to the space industry. For example Falcon 9 first stage performed the first Supersonic Retropropulsion in history, before Falcon 9 this has only been theorized, but SpaceX did it in reality and gathered valuable data which they shared with NASA: https://ntrs.nasa.gov/api/citations/20170008725/downloads/20170008725.pdf

    „how will that be with an operational system with many more customers? Each of the first generation of satellites has a capacity of 10 to 40 GBit, depending on the source, and can therefore supply a maximum of 100 to 400 customers with the nominal capacity. A study comes along accordinglyalso to the conclusion that Starlink provides a maximum of 1.3 million 100 Mbit / s connections even with „very optimistic assumptions“ in the FRG.“: That’s why they’re already working on the next generation Starlink 2.0 which will be bigger, have more bandwidth and will launch on Starship: https://www.teslarati.com/spacex-starship-next-generation-starlink-satellites/

    „Meanwhile, NASA attorneys argue that the process would make it impossible to land on the moon, „but that it will never actually achieve its goal of returning the United States to the Moon,“. This fits in with the criticism of the choice of SpaceX“: No it does not, NASA attorney is criticizing Blue Origin and defending their choice of SpaceX.

    „which in my opinion was not only made because it was the cheapest offer and the funding was too low.“: Not true, SpaceX has the best technical and management score, even if NASA has more funding, SpaceX would still be their first choice.

    „The situation has not changed, this part of the moon landing project has still not received the funding to finance the SpaceX offer itself.“: What? Where did you hear that? There *is* enough funding to fund the SpaceX contract, the NASA manager in charge of HLS just confirmed this a few days ago: https://twitter.com/SpcPlcyOnline/status/1448693309891809284

    „This is really silly. Space travel is about knowledge, science.“: No, that’s not the only reason, there’re many more reasons. National prestige, national security, jobs, spinoffs, inspiration, space resources, settlement of other planets are all valid reasons.

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