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Der 14. Starship‑Flug steht kurz vor dem Start. Abhängig von der regulatorischen Freigabe durch die FAA ist der 22. September vorgesehen, Startfenster 75 Minuten ab 7:15 Uhr CT. Das wäre 14:15 in MESZ, also anders als bei den letzten Flügen wieder bei uns am frühen Nachmittag.
Bei dem Flug soll Starship erstmals eine Erdumlaufbahn erreichen. Die bisherigen suborbitalen Profile waren nach SpaceX bewusst passiv sicher ausgelegt, um Risiken zu minimieren und Daten zu sammeln. Nach 13 Flügen scheint man nun genug dieser Daten zu haben. Mit dem Übergang in die Umlaufbahn beginnt die Phase, in der die Wiederverwendbarkeit praktisch validiert wird. Nach SpaceX vollmundig angekündigt: „By going to orbit, the next phase of developing Starship to be fully and rapidly reusable can begin“. Allerdings wird bei dem Flug noch nichts wiederverwendet, nicht mal die Superheavy.
Erstmals sollen Starlink‑V3‑Satelliten ausgesetzt werden. Die V3‑Generation erhöht nach SpaceX die Netzwerkkapazität deutlich und ist ein logischer Schritt, nachdem die V2‑Mini‑Serie die Grenzen des „Falcon‑9‑Formfaktors“ erreicht hat. Das ist erstmals ein offizielles Eingeständnis von SpaceX das ihre Nutzlasthülle zu klein für die V3-Generation ist.
Die Mission sieht einen Orbit in rund 275 km Flughöhe, etwa sechs Erdumläufe und knapp zehn Stunden Flugzeit vor. Die Wasserung ist westlich von Chile im Pazifik geplant. Im Vorfeld wurde erwartet, dass das Starship von Texas landet und Fans erwarteten, dass es nicht nur vor der Küste niedergeht, sondern auf der Starbase landet. Gegenüber den vorherigen 13 Flügen hat sich nur der Landepunkt verschoben. Es wäre durchaus möglich: Eine 275 km hohe Bahn hat eine Umlaufdauer von exakt 90 Minuten, würde also 12 Stunden nach dem Start wieder über die Starbase führen. Dann könnte man dort landen, eine kleinere Abweichung um 56 km durch die Rotation der Erde in 23 h 56 Minuten kann das Starship durch die Querreichweite mit den Flaps kompensieren.
Der Livestream beginnt nach SpaceX etwa 30 Minuten vor dem Start und soll bis zur Wasserung laufen. Der ist Zeitplan variabel, aber nur Hartgesottene werden 10 Stunden lang die Videos anschauen. Bei uns dürfte bei einem geplanten Start um 14:15 die Landung knapp nach Mitternacht am 23.9.2026 sein.
Der Booster soll erneut nur vor der Küste niedergehen. Die Hardware‑ und Software‑Anpassungen adressieren nach SpaceX die Probleme aus Flug 13, insbesondere die Eisverstopfungen in den zentralen Triebwerken während des Boostback‑Burns. Sie sind eine Folge eines Designfehlers. SpaceX leitet einen Teil des Verbrennungsgases der Vorbrenner zurück in die Tanks, um den Druck aufrechtzuerhalten. Wasserdampf kondensiert dort zu Eis und verstopft die Leitungen zu den Turbopumpen. Alle Triebwerksausfälle bei Wiederzündungen hatten bisher diese Ursache. Obwohl das seit dem zweiten Testflug bekannt ist, schwenkt SpaceX nicht auf eine bessere Lösung (wie das Erwärmen von flüssigem Treibstoff am Triebwerk und zurückleiten als Gas in die Tanks) um, sondern versucht mit Filtern in den Leitungen oder Diffusoren beim Einlass in die Tanks die Problematik zu umschiffen. Interessant ist das diese Probleme bei V1 gelöst schienen, dann aber bei den Landeversuchen von V2 und V3 wieder auftreten. Nach SpaceX geschah bei Flug 13 folgendes:
„In der Endphase des Boostback-Burns zeigten die drei zentralen Triebwerke Anzeichen von Eisverstopfung, was zu einem vorzeitigen Abbruch des Manövers führte. Der Booster versuchte anschließend einen Lande‑Burn, wobei 8 der 13 geplanten Triebwerke erneut zündeten, bevor der Booster hart im Golf aufschlug. Der Super Heavy des kommenden Fluges verfügt über Hardware‑Modifikationen zur besseren Filterung für die Triebwerke sowie Software‑Änderungen zur Verbesserung der Zuverlässigkeit beim erneuten Zünden.“
Es ist schon seltsam, dass 8 Triebwerke, mithin ein Schub von 1840 t bei einer fast leeren Stufe (Gewicht unter 400 t) nicht ausreichten sie abzubremsen. Kurz vor der Landung wurde nach Video auf fünf Triebwerke gewechselt – bei den geklappten Landungen auf 3-2-1 Triebwerke, da sollte der erhöhte Schub eigentlich den vorherigen Ausfall kompensieren. Es scheint aber so, das die Landesequenz von SpaceX nur den Ausfall einzelner Triebwerke abfedern kann, man müsste bei mehr ausgefallenen Triebwerken früher mit der Zündung beginnen, dann eben – wenn es keine Ausfälle gibt – mit reduziertem Schub. Nach Wikipedia ist es auf 40 % Schub drosselbar, sodass man so den Ausfall von fünf von 13 Triebwerken abfangen könnte. Klar erhöht den Treibstoffverbrauch, aber das ist billiger als eine SuperHeavy zu verlieren, die wenn das bei einer echten Landung passiert wohl auf den Startturm crashen würde.
Der harte Splashdown beim letzten Flug war nach SpaceX „erwartbar, aber die Daten waren wertvoll. Für Flug 14 wurden Filtermechanismen und Software zur Verbesserung der Zuverlässigkeit beim erneuten Zünden überarbeitet“. Also wie bisher Filter einbauen und hoffen, dass die nicht auch noch verstopfen. Prinzip Dilettantismus.
Die Starship‑Oberstufe soll erstmals ein Orbitalmanöver durchführen, 26 Starlink‑V3‑Satelliten aussetzen, einen Deorbit‑Burn mit einem einzelnen Raptor‑Triebwerk ausführen und einen kontrollierten Wiedereintritt mit Wasserung im Pazifik absolvieren. Der Burn zum Eintritt in die Umlaufbahn erfolgt nur, wenn die Triebwerke redundant vorhanden sind und es genügend Treibstoff für den späteren Deorbit‑Burn gibt. Das ist konsequent: ein Orbit ohne Rückkehrmöglichkeit wäre ein PR-Debakel, denn das Starship ist mit 200 t Masse erheblich massiver als jedes Objekt das bisher wieder eingetreten ist.
Die SpaceX-PR-Serie „The Holy Grail of Rocketry“ beleuchtet die bisherigen Schritte zur Wiederverwendbarkeit und die aktuellen Arbeiten. Inhaltlich nichts Neues, aber als Überblick brauchbar.
Starship soll 26 Starlink‑V3‑Satelliten aussetzen, die jeweils 1 Tbps Kapazität liefern, rund das Zehnfache eines Falcon‑9‑Starts mit V2‑Mini‑Satelliten. Das zeigt, warum die V3‑Generation zwingend ein Starship‑System benötigt. Basierend auf den Angaben für die Satelliten bei IFT-12 schätze ich die Masse auf 47,3 t. Das sind immerhin 10 t mehr als bei IFT-12 wo 37.4 t transportiert wurden (für IFT-12 mit 22 Satelliten gab es keine Angabe). Es ist aber noch deutlich unter meiner Schätzung der Nutzlast des Starships V3 die 10 t höher liegt.
Nach dem Aussetzen entfalten die Satelliten Antennen und Solarpaneele und nehmen Kontakt zur Bodenstation und zur Konstellation über Funk- und Laserlinks auf. Anschließend beginnt der Orbit‑Raise. Nach weiteren On‑Orbit‑Checks sollen sie wenige Wochen nach dem Start einsatzbereit sein. Drei Satelliten verfügen über Kameras zur Untersuchung des Starship‑Hitzeschilds. Da die Rückkehrfähigkeit der Oberstufe der zentrale Engpass für echte Wiederverwendbarkeit ist.
Mehrere Verbesserungen am Hitzeschild werden getestet: zusätzliche Haltemechanismen für Kacheln in besonders belasteten Bereichen, die Beseitigung neu erkannter „Strömungspfade hinter Kacheln“ sowie der Test gekrümmter Kacheln zur Reduktion der Erwärmung in Fugen. Zwei Kacheln von Ship 40 sollen auf Ship 41 erneut geflogen werden – die erste Wiederverwendung von Starship‑Kacheln. Indirekt bestätigt SpaceX damit die auf den Aufnahmen bei der Landung erkennbaren Beschädigungen, wie abgebrochene Kanten.
Der harmlose Ausdruck „flow paths behind tiles for plasma“ heißt nichts anderes, als dass das Plasma unter die Kacheln gelangte und damit direkt auf die Metalloberfläche. Da hatte man beim letzten Flug wohl enormes Glück, denn Plasma ist so heiß und so aggressiv (es besteht ja aus Ionen), dass es Metall schnell erodiert. Es verdampft Stahl und reagiert mit ihm. Frühere Starships (IFT-11) hatten bei der Landung auf der nicht mit Kacheln bedeckten Seite einen rotbraunen Überzug aus Eisenoxid. Die relativ dicke Schutzschicht hat wohl die Mission gerettet. Beim Space Shuttle führte eintretendes Plasma (allerdings aus einem großen Loch) zum Verlust der Columbia beim Wiedereintritt. Zwischen den Kacheln gibt es dafür zu wenig Raum, aber gut tut das der Metallhülle nicht, und das ist ein weiterer Punkt, warum es Stand jetzt nichts mit einer schnellen Wiederverwendung ist.
Selbst wenn man ein Starship wiederverwenden könnte, müsste man nach derzeitigem Stand alle beschädigten Kacheln – und das waren etliche bei IFT‑13 – auswechseln und vor allem prüfen, ob die Edelstahlhülle darunter geschädigt ist.
Hier der Ablauf nach SpaceX, nur übersetzt:
Countdown
| Std/Min/Sek | Ereignis |
|---|---|
| 00:50:00 | SpaceX‑Flugdirektor führt Abfrage durch und bestätigt „GO“ für das Befüllen der Treibstoffe |
| 00:36:33 | Beginn des LOX‑Befüllens (flüssiger Sauerstoff) für den Booster |
| 00:35:00 | Beginn des Treibstoffbefüllens (flüssiges Methan) für den Booster |
| 00:34:13 | Beginn des LOX‑Befüllens für das Starship |
| 00:34:11 | Beginn des Treibstoffbefüllens für das Starship |
| 00:21:40 | Raptor beginnt das Vorkühlen der Triebwerke bei Booster und Ship |
| 00:02:50 | Befüllen der Booster‑Treibstoffe abgeschlossen |
| 00:02:10 | Befüllen des Starships abgeschlossen |
| 00:00:30 | SpaceX‑Flugdirektor bestätigt „GO“ für den Start |
| 00:00:17 | Aktivierung des Flammendiverters |
| 00:00:03 | Startbefehl für Booster‑Triebwerke |
| 00:00:00 | Spannung garantiert |
Mission
| Std/Min/Sek | Ereignis |
|---|---|
| 00:00:00 | Start |
| 00:00:58 | Max Q (Moment maximaler aerodynamischer Belastung) |
| 00:02:20 | Super Heavy MECO (Abschalten der meisten Triebwerke) |
| 00:02:22 | Hot‑Staging (Zündung der Starship‑Raptoren und Stufentrennung) |
| 00:02:27 | Beginn des Super‑Heavy‑Boostback‑Burns |
| 00:03:07 | Ende des Super‑Heavy‑Boostback‑Burns |
| 00:06:35 | Beginn des Super‑Heavy‑Lande‑Burns |
| 00:07:01 | Ende des Super‑Heavy‑Lande‑Burns |
| 00:08:11 | Abschalten der Starship‑Triebwerke |
| 00:25:28 | Beginn des Starship‑Orbital‑Insertion‑Burns |
| 00:25:47 | Ende des Orbital‑Insertion‑Burns |
| 00:34:18 | Beginn der Nutzlastfreigabe |
| 01:04:50 | Nutzlastfreigabe abgeschlossen |
| 08:52:18 | Beginn des Deorbit‑Burns |
| 08:52:29 | Ende des Deorbit‑Burns |
| 09:28:52 | Starship tritt in die Atmosphäre ein |
| 09:47:30 | Starship wird transsonisch |
| 09:48:07 | Starship wird Unterschall |
| 09:50:11 | Beginn des Lande‑Burns |
| 09:50:13 | Lande‑Flip |
| 09:50:21 | Lande‑Burn von 3 auf 2 Triebwerke |
| 09:50:22 | Lande‑Burn von 2 auf 1 Triebwerk |
| 09:50:30 | Eine spannende Landung! |
Vergleich mit dem letzten Start:
| Ereignis | IFT‑13 | Flight‑14 | Δ Zeit |
|---|---|---|---|
| GO für Treibstoffbeladung | 00:50:00 | 00:50:00 | 0:00 |
| Booster LOX Load Start | 00:36:33 | 00:36:33 | 0:00 |
| Booster Methan Load Start | 00:35:00 | 00:35:00 | 0:00 |
| Ship Fuel Load Start | 00:34:14 | 00:34:11 | –0:03 |
| Ship LOX Load Start | 00:34:13 | 00:34:13 | 0:00 |
| Raptor Engine Chill | 00:21:40 | 00:21:40 | 0:00 |
| Booster Propellant Load Complete | 00:02:50 | 00:02:50 | 0:00 |
| Ship Propellant Load Complete | 00:02:10 | 00:02:10 | 0:00 |
| GO for Launch | 00:00:30 | 00:00:30 | 0:00 |
| Flame Diverter Activation | 00:00:17 | 00:00:17 | 0:00 |
| Booster Engine Startup Command | 00:00:03 | 00:00:03 | 0:00 |
| Liftoff | 00:00:00 | 00:00:00 | 0:00 |
3 Sekunden bei der Methanzuladung können Zufall sein, aber auch mehr Methan (bei 1600 t Zuladung sind das etwa 2,5 t) bedeuten.
Hier dasselbe für den Flug:
| Ereignis | IFT‑13 | Flight‑14 | Δ Zeit |
|---|---|---|---|
| Liftoff | 00:00:00 | 00:00:00 | 0:00 |
| Max‑Q | 00:00:58 | 00:00:58 | 0:00 |
| Super Heavy MECO | 00:02:18 | 00:02:20 | +0:02 |
| Hot‑Staging / Stufentrennung | 00:02:21 | 00:02:22 | +0:01 |
| Boostback Burn Start | 00:02:25 | 00:02:27 | +0:02 |
| Boostback Burn Ende | 00:03:03 | 00:03:07 | +0:04 |
| Landing Burn Start | 00:06:27 | 00:06:35 | +0:08 |
| Landing Burn Shutdown | 00:06:53 | 00:07:01 | +0:08 |
| Starship MECO | 00:08:05 | 00:08:11 | +0:06 |
| Payload Deploy Start | 00:16:40 | 00:34:18 | +17:38 |
| Payload Deploy Complete | 00:27:39 | 01:04:50 | +37:11 |
| Raptor Relight Demo | 00:38:58 | — | entfällt |
| Entry Interface | 00:47:30 | 09:28:52 | +8:41:22 |
| Transsonic | 01:02:23 | 09:47:30 | +8:45:07 |
| Subsonic | 01:03:01 | 09:48:07 | +8:45:06 |
| Landing Burn Start | 01:05:01 | 09:50:11 | +8:45:10 |
| Landing Flip | 01:05:03 | 09:50:13 | +8:45:10 |
| Landing Burn 3→2 | 01:05:12 | 09:50:21 | +8:45:09 |
| Landing Burn 2→1 | 01:05:19 | 09:50:22 | +8:45:03 |
| Splashdown | 01:05:21 | 09:50:30 | +8:45:09 |
Die Superheavy brennt 2 Sekunden länger, das Starship 5 Sekunden länger. Das deutet meiner Ansicht nach auf eine Verringerung der Resttreibstoffe hin, die bisher immer recht großzügig ausgelegt waren, und damit erklärt sich auch die Steigerung der Nutzlast um 10 t. In 5 Sekunden verbrennen die sechs Raptoren des Starship bei vollem Schub rund 4,2 t Treibstoff, für die ja auch 2,5 t mehr Methan zugeladen wurden. Die Superheavy verbrennt in 2 Sekunden 47 t Treibstoff.
Fazit
„Ein kleiner Schritt für die Weltraumfahrt, aber ein großer Sprung für SpaceX“. So kann man die Ankündigung verstehen. Also was ist neu? Eigentlich nur zwei Dinge:
• Es wird ein Orbit angestrebt und verlassen
• Es werden echte Satelliten ausgesetzt, die auch einen Orbit erreichen
Nach wie vor wird aber das Starship im Meer versenkt, nicht mal vor Texas, sondern vor Chile, und bei der Superheavy versucht man nicht mal, sie am Startturm einzuhaken, was ja schon zweimal geklappt hat. Dafür hat man zwei Monate nach dem letzten Start gebraucht, was der gleiche Zeitraum wie zwischen IFT‑13 und IFT‑12 ist, so gibt es dieses Jahr wahrscheinlich nur noch einen Start. Man kann spekulieren, ob es fünf oder sechs Starts von V3 sind. Bisher wurden immer sechs Schiffe gebaut, aber bei V2 wurde ein Starship vier Monate vor dem Start zerstört, sodass man die Superheavy verschrottete. Dasselbe passierte mit der Superheavy von IFT‑12, aber schon letzten November, sodass man eigentlich genug Zeit hat, eine neue zu bauen, und bei den beiden letzten Flügen klappte die Landung der Superheavy ja auch nicht.
Stand jetzt ist man bei SpaceX noch nicht mal so weit wie beim Abschluss des Testprogramms von V1, als die Superheavy jeweils zum Startturm erfolgreich zurückkehrte.
Wenn man von dem letzten Schiff, das man ja erstmals bergen konnte, gerade mal zwei von 18.000 Kacheln wiederverwendet, zeigt man auch, dass dieses so ramponiert war, dass man es nicht erneut einsetzen kann, sonst hätte man es ja instandsetzen können. Das reiht sich in die „Wiederverwendung“ von Superheavys ein, die beim ersten Einsatz komplett neue Triebwerke bekamen, und man beim zweiten aus drei Bergungen 29 von 99 Triebwerken selektierte, die dann erneut flogen, aber bei der Landung dann doch ausfielen.
Bei dem Tempo haben das Starship noch in den Dreißiger Jahren nicht da wo sie es haben wollen – mit niedrigem Startpreis, häufigen Starts. Kunden sehen das genauso. Anders als die Falcon 1 und 9 die schon vor dem Jungfernflug viele gebuchte Missionen hatten ergab eine aktuelle Recherche nur vier gebuchte Starts: (außer dem HLS-Kontrakt) und das ist jetzt über drei Jahre nach dem Jungfenflug …
Raumstation Starlab: Starship soll die komplette, von Airbus und Voyager Space entwickelte kommerzielle Raumstation in einem einzigen Start in den Orbit bringen. Für die gibt es auch einen Preis: 90 Millionen Dollar.
- Forschungskapseln (Starfall): zwei Kommerzielle Frachtflüge für Space Cargo Unlimited und Redwire, um vollautomatisierte Labore für Biotech- und Pharmaforschung in der Schwerelosigkeit zu betreiben und wieder zur Erde zurückzubringen.
- Superbird-9: Ein fester Vertrag mit dem japanischen Betreiber Sky Perfect JSAT, um den Kommunikationssatelliten in eine geostationäre Transferbahn zu befördern.
Von den vier Starts kann nur die Raumstation nicht umgebucht werden. Die Experimentkapseln können auch bei dem gerade eingeführten Programm Starfall von SpaceX mitfliegen und der OneSat Bus von Superbird 9 (Masse leider nicht bekannt) wird typisch für 3000 kg schwere Satelliten eingesetzt.
Man will wohl einen „echten“ Orbitalflug als neuen Erfolg verkaufen. Die Fans sind ja leicht zu beindrucken.
Starlab ist, muß ich gestehen, komplett an mir vorbeigegangen. Ich bin ehrlich gesagt was einige der angekündigten privaten Raumstationen betrifft doch ziemlich skeptisch. (Vor allem wegen der Deadlines. Da steht oft 2027…..)
Sieht aber laut Webseite wie ein neues Skylab aus.