Wie kann man die ISS für die Vorbereitung des Mars nutzen?

Eines der Argumente die man mal die Raumstation brachte, war das man damit die Marsmission erleichtern könnte. Das war unüberlegt, denn so wir man es sich damals vorstellte – als eine Art Fabrik im Weltraum war die Raumstation nie ausgelegt, weder als Freedom, noch als Alpha noch als ISS. Nun wird sie ja noch einige Jahre länger betrieben – USA und Russland haben sich auf einen Betrieb bis 2028 geeinigt, von der JAXA und ESA fehlt noch eine Entscheidung – aber es sieht so aus als würde man nur so weitermachen wie bisher.
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Keine große Sache, aber ärgerlich

Mangels großer Themen im Computer- und Raumfahrtbereich heute ein kurzer Blog mit einer persönlichen Meinung. Es geht um ein spezielles Problem und ein allgemeines. Es geht um Standards. Im Konkreten: Speicherkarten. Ich habe bis vor Kurzem zwei im Einsatz: CF-Karten für meine älteren Digitalkameras und SD-Karten für eine neuere Digitalkamera und den Raspberry Pi. Mit dem Raspberry Pi 2 zogen dann noch die Micro-SD Karten ein. Mein Favorit war lange Zeit die CF-Karte, sie ist robust und nicht fummelig klein. Die SD-Karte fand ich schon fummelig und durch das Plastikgehäuse auch billig. Das hat sich mittlerweile geändert, weil ich schon bei zwei Lesern verbogene Pins für das Lesen der CF-Karten habe. Das sind einfache Drahtpins. An und für sich kann man CF-Karten auch sauber einschieben, ohne sie zu verbiegen. In der Kamera geht das ja auch. Nur gibt es sie in zwei Höhen: CF-I und CF-II. Die zweite Höhe haben nur Minifestplatten gehabt, doch die Gehäuse der Leser sind für sie ausgelegt und wenn man eine CF-Karte falsch einlegt, verbiegt man leicht einen Pin. Das kann bei den SD-Karten nicht passieren. (mehr …)

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Das Strafrecht der Reichen

Ich habe mal gehört, das unser Strafrecht im wesentlichen schon im Kaiserreich erarbeitet wurde und die Interessen der damals einflussreichen „Klassen“ repräsentiert. Die Mitglieder des Parlaments stammten aus dem Bürgertum oder Adel, also wie es bei Marx heißen würde „Dem Kapital“, also Leuten die den Großteil des Volksvermögens hatten. Das spiegelt sich darin wieder, dass die Gesetze für Taten sehr streng sind, die meist von den unteren Schichten verübt wurden, wie Raub, Taschendiebstahl, körperliche Gewalt. Delikte die man dagegen eher in den oberen Schichten findet, wie Unterschlagung und Betrug wurden dagegen milde bestraft.

Ich habe den Eindruck an dem hat sich nicht viel geändert. So kam kürzlich ein Wiso spezial über Kartelle. Die Sendung hat gezeigt, wo es überall Kartelle gibt und wie diese eingefädelt werden. Auch wenn die Zahl der Verfahren durch eine Kronzeugenregelung angestiegen ist, geht man davon aus dass es noch jede Menge Kartelle gibt. Das liegt auch daran, dass es sich lohnt. Die Bußgelder sind nach den Experten der Sendung viel zu niedrig. So haben sich die Kaffeeröster abgesprochen und den Preis pro 500 g Packung um 50 bis 70 ct erhöht. Nach Schätzungen der Hamburger Verbraucherzentrale sind dem Verbraucher so Schäden von 4 Milliarden Euro entstanden. Das Bußgeld betrug etwas über 100 Millionen Euro. Nun ist Schaden für den Verbraucher nicht gleich dem Gewinn der Firma, denn der Vertreiber des Kaffees und Handel verdient ja auch was (nach dem derzeitigen System schlagen sie prozentual etwas auf den Preis rauf – aus 50 ct Gewinn beim Röster wird der Kaffee so schnell über 1 Euro teurer, aber sichtbar ist doch, dass das Bußgeld viel zu gering ist. (mehr …)

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Wie funktioniert ein Flüssigraketentriebwerk?

Ich probiere mal heute einen neuen Ansatz: Raketentechnik für Politiker (im englischen: „Rocket science for Dummies“). Heute, wie funktioniert ein Flüssigraketentriebwerk.

Zentraler Teil ist die Brennkammer. Die Brennkammer ist eigentlich etwas relativ einfaches. Im einfachsten Fall ist es ein hohler Metallblock. Er hat zwei Öffnungen, die an den beiden Enden liegen. Am einen befindet sich die Düse und da andere Loch besprechen wir später. Durch die Düse entweicht der verbrannte Treibstoff, der durch die Hitze zu einem Gas wurde. Da Gas viel mehr Volumen als Flüssigkeiten beansprucht, ergibt sich ein großer Druck, dieser Druck ist der Schub den das Triebwerk entwickelt. Die Düse kann in einfachsten Fall nur eine Verengung sein. In der Regel weitet sie sich aber wie ein Trichter auf. Die Ausweitung hat den Vorteil, das solange das Gas den Trichter noch nicht vollständig passiert hat, es weiter Schub liefert, da es in alle Richtungen expandieren will, es aber durch die Form nur in eine Richtung expandieren kann. Die Kräfte die in die anderen Richtungen wirken, ergeben den Schub. (mehr …)

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Warum es bis heute keine Marsbodenprobenmission gibt

Eigentlich sollte es ja einige Zeit keine Aufsätze geben, da ich gerade im Allgäu in unserem Ferienhaus bin. Aber da es gerade draußen seit Tagen schon regnet und Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt herrschen, lasse ich diesen Herbst mal die Außenarbeiten sein und habe so Zeit für einen Blog.

Ich knüpfe an den letzten Blog ab, der die technischen Randbedingungen für eine Marsbodenprobenmission umrissen hat. Heute geht es um die Frage, warum es bis heute keine Mission gibt.

Auf dem Plan der langfristigen Vorhaben steht sie nämlich schon seit Viking. Etwa um dieselebe Zeit herum gibt es auch den einzigen Plan Russlands Bodenproben zu bergen. Eine N-1 hätte eine Sonde gestartet, die im Stile der Lunas vor Ort einen Bohrkern entnimmt und zurückführt. Mit dem Ende der N-1 bleibt es auch bei diesem Plan. (mehr …)

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