Experten im Fernsehen

Ihr wisst ja schon das mir Alfons Schubeck ziemlich auf die Nerven geht. Meine Mutter schaut sich ja diese „Kochshows“ an und da tauchen eigentlich immer dieselben gestalten drauf und Alfons Schubeck hat mit Sicherheit einen hohen Nervfaktor.

Also mal ein Zitat „Das im Spinat viel Eisen drin ist, das hat 1877 ein Arzt gefunden, seit 1931 wissen wir das dem nicht so ist, aber Eisen hat er und Folsäure….“ zack Schnitt zum nächsten Kandidaten.

Das erste was ich mich frage ist, was das in der Form soll. Außer das dies extrem angeberisch rüber kommt, ist der Nutzen für den Zuschauer gleich Null. Zuerst mal stimmt nicht die Jahreszahl. 1890 gab es die erste Veröffentlichung von Gustav von Bunge und auch 1931 wurde nicht korrigiert, denn eine zweite Veröffentlichung von Bunge (ja so heißt der Arzt, Herr Schubeck) von 1904 hat schon den korrigierten Wert. Also zwei falsche Angaben im ersten Satz. Gehen wir weiter. Spinat enthält wirklich relativ viel Folsäure, das stimmt, aaaber was bitte nutzt uns diese Information? Wofür braucht man Folsäure? Was kann passieren wenn man nicht genug zu sich nimmt? Und ist der Bedarf eher gedeckt oder gibt es eher einen Mangel? All das was bleibt uns Schubeck schuldig (ich natürlich nicht: Folsäure ist Bestandteil von Coenzymen die Methylgruppen zwischen Molekülen übertragen. Als solches ist es in zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt, vor allem im Eiweißstoffwechsel und bei der DNA/RNA Synthese. Ein Mangel wirkt sich daher zuerst bei den Zellen aus die den größten Umsatz haben, also schnell auf- und abgebaut werden, das sind die Blutkörperchen, es kommt zu einer Anämie. Folsäure gehört zu den Vitaminen bei denen die durchschnittliche Zufuhr nur knapp die Empfehlung erreicht. Vor allem Schwangere haben oft einen Mangel, was besonders schlimm ist, da Folsäuremangel im frühen Schwangerschaftstadium Missbildungen beim Säugling verursacht). (mehr …)

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Vor den geostationären Satelliten – Teil 3

So und heute im dritten und letzten Teil geht es um die ersten geostationären Satelliten.

Die Lösung war der geostationäre Orbit, der schon 1948 von Arthur C. Clarke vorgeschlagen wurde, aber für den man erheblich mehr Energie brauchte als für die bisherigen Umlaufbahnen. Schlimmer noch: Die Distanz zum Sender ist sechsmal höher und die Abschwächung der Signale entsprechend größer. Trotzdem wurde schon im Februar 1963 die COMSAT Cooperation gegründet mit dem Ziel geostationäre Satelliten zu entwickeln. Die ersten waren jedoch noch öffentlich finanziert. (mehr …)

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Vor den geostationären Satelliten – Teil 2

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So weiter gehts mit dem Artikel über die frühen Kommunikationssatelliten, diesmal um Versuche in der Erdumlaufbahn mit aktiver Datenübertragung.

Daher war der nächste Versuch einen Satelliten mit aktivem Sender zu benutzen. Die ersten Versuche waren Courier 1A und 1B. Courier 1B war nach einem Fehlstart am 4.10.1960 der erste aktive Nachrichtensatellit, auch wenn er nur eine verbesserte Version des SCORE Experiments an Bord einer Atlas B war (die rein zufällig auch in den Orbit gelangte). Der Kugelförmige Satellit war mit Solarzellen bedeckt welche den Strom für die Sender und Batterien lieferten. Durch die Belegung der ganzen Oberfläche war keine besondere Ausrichtung nötig. Der 230 kg schwere Courier gelangte aber nur in eine 967 x 1214 km hohe Umlaufbahn. Damit hatte er nicht dauernden Sichtkontakt zwischen Ost- und Westküste der USA. Er arbeitete daher nach dem „Store and Forward“ Prinzip: Er empfing die Signale speicherte sie auf Magnetband und spielte dieses auf Kommando wieder ab. Mit dieser Methode konnte man aber auch prinzipiell Distanzen überbrücken die transkontinental waren. Nach 17 Tagen fiel Courier 1B aus, was erklärt warum man Echo als passive Satelliten entwickelte. Ursache war ein desynchronisierter Zeitgeber: Damit man den Satelliten nicht missbrauchen konnte, mussten die Signale zeitlich genau abgestimmt werden mit einer internen Uhr. Ohne diese Synchronisation akzeptiere Courier keine Signale. (mehr …)

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Vor den geostationären Satelliten – Teil 1

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So, um zwei Fliegen mit einer klappe zu schlagem, ein neuer Aufsatz auf der Website im Blog in drei Teilen. Wers nicht erwarten kann, findet ihn natürlich auch auf der Website…

Es ist heute im Rückblick sehr erstaunlich, wie schnell sich die Weltraumfahrt kurz nach Sputnik entwickelte – nicht nur innerhalb weniger Jahre die Vorstöße zu Mond, Venus und Mars, sondern dass man sofort einen Nutzen für Satelliten fand. Neben dem militärischen Einsatz, der in den USA schon zwei Jahre nach Sputnik dominierte, gab es bald die ersten Wettersatelliten und auch Kommunikationssatelliten.

Heute ist das eine Industrie. Zahlreiche Länder betreiben eigene Satelliten, Gesellschaften vermieten Transponder und Raketen werden entwickelt um an diesem Markt mitzuspielen. Trotzdem – dass wir geostationäre Satelliten einsetzen ist nicht selbstverständlich, denn zuerst hat man es anders probiert. (mehr …)

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Ein historischer Tag …

ist heute, denn am 20.8.1975 bracht Viking 1 auf und am 20.8.1977 Voyager 2 – beide die ersten Sonden eines Pärchens die beide Geschichte schreiben sollten. Beides waren zu ihrer Zeit Großprojekte. Viking kostete 914,6 Millionen Dollar bis zum Ende der Primärmission, Voyager zwischen 450 und 487 Millionen, je nach Quelle. Nimmt man den GDP-Chain Index, denn die NASA als Basis nimmt, so entspricht dies 2494 und 1203 Millionen Dollar von 2011. Sie gehören damit zu den teuersten Raumsonden, wenn sie auch noch preiswert sind vergleichen mit anderen Projekten wie Galileo, Cassini oder gar Hubble oder dem JWST.

Beide Projekte sind herausragend. Zu einer Zeit als die Elektronik noch auf einem völlig anderen Stand war als heute, übertrafen sie ihre vorgegebenen Primärmissionen deutlich. Für Viking waren 6 Monate angesetzt, für Voyager vier Jahre. Voyager hält den absoluten Rekord an Betriebszeit von allen Körpern die wire je gestartet haben (passive Satelliten ausgenommen). Beide Raumsonden waren breit instrumentiert, wobei mir die Qualität erst Jahre später klar wurde, als ich wusste wie die Instrumente funktionieren und vor allem wie empfindlich sie sind. (mehr …)

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