Das ATV, Namen und das ARV

Ich verfolge ja routinemäßig das ATV, auch weil ich ein Buch darüber geschrieben habe. Nun wurde das übernächste, das 2013 starten wird „Albert Einstein“ getauft und ich habe mich gefragt, was die ESA geritten hat diesen Namen zu wählen. Das erste ATV hieß „Jules Verne“, das war passend, denn Jules Verne hat in einem seiner Romane eine bemannte Mondlandung beschrieben, also eine gewisse Affinität zur Raumfahrt, Beim zweiten „Johannes Kepler, der gerade die ISS in eine sichere Höhe bringt, zieht dieses Argument nicht Johannes Kepler verbinde ich mit Gesetzen über die Planetenbewegung. So würde ich eine Raumsonde benennen, noch passender wäre ein Satellit welcher die Entfernungen oder Positionen von Sternen vermisst, da Kepler ja die Planetenbewegung studierte und nicht die Planeten selbst. Die Begründung war, dass bei der Benennung sich Kepler Hauptwerk 500 Jahre alt wurde (Astronomia nova). Nun ja die Begründung ist sehr lau, denn das war 2009, gestartet wurde das ATV aber 2011. (mehr …)

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Space for the Masses, not for the Classes

Zeit Raumfahrt jedem näher zu bringen. Zeit Raumfahrt selbst zu betreiben. Es ist Zeit aktiv zu werden und nicht passiv Videos von Raumfahrtagenturen anzusehen. Unmöglich? Nein mit etwas gutem Willen ist das möglich. Es gibt die Cubesats – kleine Satelliten von 10 cm Kantenlänge und maximal 1 kg Gewicht. Sie kosten derzeit noch um die 65.000 $, könnten aber durch Massenproduktion deutlich preiswerter werden.

Die für den Laien wohl interessanteste Beschäftigung mit der Raumfahrt ist die Erdbeobachtung. Das diese kleinen Satelliten nun keine hochauflösenden Bilder anfertigen ist klar. Aber Normalwinkelaufnahmen sollten möglich sein. Hier eine Projektidee, die vor allem reizvoll durch die Zusammenarbeit vieler ist. (mehr …)

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Debakel Galileo Satelliten

Derzeit arbeitet man mit Hochdruck an dem ersten Paar Galileosatelliten, die im Herbst in den Orbit kommen sollen. Nächstes Jahr sollen es dann acht weitere werden, entsprechend vier Starts einer Sojus. Die Ariane 5 ist nur als Backup vorgesehen.

Nun mag der eine oder andere fragen: Warum? Schließlich ist Ariane 5 das europäische Arbeitspferd und Galileo umfasst nicht weniger als 30 Satelliten. Schuld dran soll sein, dass Ariane 5 nur drei Satelliten pro Start transportieren sollte (anstatt vorher 4), ursprünglich waren mal acht geplant. Also als erstes mal eine Analyse wie es denn mit der Nutzlastkapazität aussieht.

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Nachlese Wetten Dass…?

Ich weiß, ihr erwartet jeden Tag einen neuen tiefschlürfenden Blog über gesellschaftliche Probleme, aktuelle Entwicklungen in der Raumfahrt oder was belehrendes. Aber es ab und an will ich mich auch in seichte Regionen begeben, zu Dingen wo (fast) jeder mitreden kann.

Nun ging sie also gestern die letzte Wetten Das Show mit Thomas Gottschalk zu Ende. Gleichzeitig zeigt sie auch die wahren Probleme der Show, und für mich sind sie sicher auch ein Grund warum Thomas aufhört, auch wenn er sicher nicht das öffentlich sagen soll. Wetten dass ist für mich was einzigartiges. Ich habe sonst nicht die Geduld ellenlange Sachen anzusehen und bevor es mit dem OTR die Möglichkeit gab Sendemitschnitte runterzuladen und auf dem Zweitmonitor, während man arbeitet, anzusehen (derzeit läuft: „Die heute Show „Best of“) Fernsehen eigentlich nur als Nebenher-Berieselung wahrgenommen, weil ich nicht die Geduld habe stundenlang vor der Glotze zu hocken. Die einzige Ausnahme war Wetten-Dass. Ich bin der Show sogar treu geblieben als Lippert so fürchterlich peinlich war. (auf offener Bühne hat er z.B. Paul McCartney um ein Autogramm angehauen). Aber es ist unübersehbar, dass Wetten-Dass abgebaut hat und das liegt nicht primär an Gottschalk, der so geblieben ist wie er immer war. (mehr …)

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SpaceX und die A-4

Kürzlich hatte ich einen intensiven Mailkontakt mit einem ehemaligen SpaceX Mitarbeiter, denn ich euch nicht vorenthalten möchte. Ich füge die entsprechenden Passagen aus den Mails im Wortlaut ein. Zuerst zur Person:

„Sehr geehrter Herr Leitenberger

Mein Name ist Leon Kums, ich habe ihre Ausführungen über die Falcon Trägerraketen gelesen. Sie enthalten viele korrekte Angaben, aber auch manche falsche Informationen, die ich gerne berichtigen möchte. Ich war von 2002 bis zum März 2011 bei SpaceX für die Triebwerksentwicklung zuständig. Vorher habe ich nach meinem Abschluss an der Universität Stuttgart 1991 bei Lockheed Martin gearbeitet, zuletzt am X-33 Projekt. Als dieses 2001 eingestellt wurde bin ich zu SpaceX gewechselt.“

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