Die USA und die Diktatur des Präsidenten

Nun hat also Amerika, oder besser gesagt, die USA neu gewählt. Wird sich nun viel ändern? Auf jeden Fall die Außenpolitik und Wirtschaftspolitik. Doch das US System hat einen entscheidenden Fehler: Es fehlt an demokratischen Kontrollmechanismen. Wir alle haben uns schon daran gewöhnt, dass bei den Präsidentschaftswahlen der USA Leute gewinnen, die kein politisches Amt inne haben sollten, wie Nixon, der keinerlei moralische Skrupel hatte und neben dem Ausspionieren des politischen Gegners auch darüber diskutierte, Deiche in Nord Vietnam zu bombardieren, oder die Atombombe einzusetzen um den Vietnamkrieg zu beenden.

Ronald Reagan folgte als der erste Präsident der einen Präsident spielte und weniger Politik machte. Er steht für eine Politik des Schulden Machens, einer enormen militärischen Aufrüstung und einem Abbau der Sozialsysteme, gebündelt mit einer weitgehend nicht regulierten Wirtschaft (Wundert es dass es schon 1987 einen kleinen  Crash gab?).

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Wahlen in den USA und Hessen

Heute wählen die USA einen neuen Präsidenten. Nach der Wahl von 2000 gibt es mittlerweile sogar unabhängige Wahlbeobachter, so wie wir es von anderen Wahlen kennen, z.B. in undemokratischen Staaten oder Entwicklungsländern. Nein, wich will mich nicht lustig machen über das US Wahlsystem, das können andere besser. Ich weiß auch, das es illusorisch ist dieses System zu reformieren, zumindest von einem Verhältniswahlrecht (wer mehr Stimmen hat bekommt alle Stimmen eines Bundesstaates) in ein Verhältniswahlrecht (entsprechend des prozentualen Anteils gibt es stimmen für jeden Kandidaten). Aber es gibt einige Punkte die zu verbessern sind. Als erstes staune ich darüber, dass selbst bei dem vorzeitigen Wählen, dass zahlreiche Bürger dieses Wochenende schon getan haben, es lange Schlangen und Wartezeiten von mehreren Stunden gibt. Ich kann mich an mindestens ein Dutzend Bundestag, Landestag und Kommunalwahlen erinnern, und nie musste ich länger als einige Minuten warten. Da ich entsprechende Meldungen schon bei der letzten Wahl gehört habe scheint das ein Dauerärgerniß bei US Wahlen zu sein. Es ist mir unverständlich, dass man 300 Millionen Dollar für den Wahlkampf ausgeben kann, aber offensichtlich nicht genügend für die eigentlichen Wahllokale, zumindest nicht so viel, dass man dort nicht Schlange stehen muss. Und dies trotz des Einsatzes von Wahlhilfen wie Maschinen oder Wahlcomputern bei der Wahl. Dabei wählt nur ein Teil der Bevölkerung, denn dazu muss man sich extra registrieren lassen.

Schon jetzt werden Vorwürfe laut vor allem Bürger die Obama wählen, würden durch die langen Wartezeiten benachteiligt. Haben die USA dies nötig? Offensichtlich nicht, Aber sie tun auch sonst alles um das Wählen möglichst kompliziert und fehleranfällig zu machen. Dazu dient schon der Wahltermin: Der erste Dienstag im November. Es ist kein arbeitsfreier Tag. Es ist Arbeitstag, dass bedeutet doch in der Praxis, dass sich vor Arbeitsbeginn, in der Mittagspause und nach Arbeitsende die Leute zu den Wahllokalen strömen. Warum legt man es nicht wie bei uns auf einen Sonntag? Wenn Maschinen so fehleranfällig sind und teilweise durch Ausfall die Wahl eher verzögern, warum setzt man sie immer noch ein?

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Pflichten und Steve Jobs

So, nun bin ich zurück aus dem "Arbeitsurlaub" von unserem Ferienhaus in Nesselwang. "Arbeitsurlaub", weil ich zweimal im Jahr hinfahre um nach dem rechten zu sehen und Großputz zu machen. In einer Woche muss die Arbeit gemacht werden, die bei Ihnen in einem halben Jahr anfällt. Das bedeutet Möbelrücken, um den Dreck hinter den Schränken zu finden, Rückschnitt der Sträucher, Bodenlockerung, Unkraut jäten, Terrassen mit dem Hochdruckreiniger bearbeiten. Ich mache dort Dinge, vor denen ich mich daheim drücke, wie das Badezimmer mit der Zahnbürste putzen (um die Fugen sauber zu bekommen) oder die ganze Küche auszuräumen und zu putzen und wieder einzuräumen. Vor allem jetzt im Herbst graut mir davor, denn da ist das Wetter unbeständig und die Stunden in denen es hell ist sind kurz. Trotzdem zeihe ich mein Arbeitsprogramm durch, auch wenn diesmal die Außenarbeiten teilweise bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt erledigt werden mussten. Doch dank MP3 Spieler und warmer Kleidung war das nicht so schlimm. Warum kann ich mich daheim nicht zum gleichen aufraffen? Ist es der fehlende Zeitdruck oder die fehlende Notwendigkeit? Meiner Meinung nach ist es wohl eher die fehlende Ablenkung. Ich verzichte bewusst auf Internet obwohl es in der Verwaltung Rechner und einen WLAN Hotspot gibt. Man findet doch immer einen Grund Mails zu checken, was nachzuschauen etc. und zack sind ein paar Stunden vergangen.

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Griff in die Lostrommel

Heute mal ein Blog mit verschiedenen Themen, auch weil es für einige Zeit der letzte sein wird. Ich gehe nächste Woche in den Urlaub und vor dem 3.11 wird es keinen neuen Blog geben. Das ist immerhin die Gelegenheit die doch langen Blogs von mir mal ausführlicher zu lesen. Fangen wir mit zwei aktuellen Themen an:

Wie ich meinem Amazon Bericht entnehme sollten die ersten 3 Exemplare vom ATV Buch nun auf dem Postweg sein. Ich hoffe es gefällt und ich bin gespannt auf die Kommentare wenn ich aus dem Urlaub zurück komme. Inzwischen hat sich – nach 4 Wochen – auch EADS gemeldet. Zu spät für das ATV Buch, aber ich hoffe auf Unterstützung für das nächste Buch über Trägerraketen.

Das nächste ist die Schließung des Hallenbads, das ja hier auch schon Thema war. Das ganze ist nun vertagt. Der Förderverein hat seinen Vorschlag modifiziert und ist nun in Verhandlungen mit der Stadt. Ich werde das Thema noch mal aufgreifen, wenn man etwas mehr als die Pressenotiz weis, die es jetzt gibt. Aber eines ist mir bei der Beschäftigung mit dem Thema klar geworden: Das in unserer Stadt einiges schief läuft. Das sich die einzelnen Stadtteile sehr unterschiedlich entwickeln und das Freizeitangebot in einigen Teilen abnimmt und in anderen zunimmt war mir schon lange offensichtlich. Doch das unser Gemeinderat so weit von den Bürgerinteressen abgehoben ist, das von 19 persönlich angeschriebenen Gemeinderäten nur zwei antworten und diese zeigten, dass es kein finanzielles Problem ist sondern ein politisches. Der eine versteifte sich auf einen Gemeinderatsbeschluss von 2003, der überhaupt nichts mit der derzeitigen Situation zu tun hat und der andere meint, dass Hallenbäder nur für Vereine und Schulen da sein sollten.

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Der Unterschied zwischen China und Indien

Gestern startete die indische Mondsonde Chandrayaan 1. Es ist die zweite Mondsonde eines Schwellenlandes, nach dem Start von Chang’e-1 zum Mond, fast genau auf den Tag 1 Jahr nach dem Start Chinas Mondsonde am 24.10.2007.So weit so gut. Trotzdem unterscheiden sich beide Sonden dramatisch.

Es gibt über Chandryaan-1 viel mehr Informationen, vor allem aber ist es eine internationale Mission. Zwei Experimente kommen aus den USA, drei aus der ESA. Auch ein technischer Vergleich der beiden Sonden – Leistungen und Anzahl der Experimente verglichen gegen die Startmasse fallen zu Gunsten von Chandrayaan 1 aus. Indien zeigt, dass es technologisch China auf dem Gebiet der Raumfahrt die Stirn bieten kann. Zumindest in diesem Teilgebiet sogar führend ist.

Es bleibt zu hoffen, dass auch die Informationspolitik so bleibt. Obgleich nicht vergleichbar mit der ESA und NASA gibt es von indischen Trägern erheblich mehr Informationen. Überträgt man dies auf Chandrayaan 1 So wird diese Mission sich recht deutlich publizistisch von Chang’e‘-1 unterscheiden.

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