Bye Bye Raumfahrt

Es hat etwas länger gedauert als normal. Aber nun ist er da, der zweite und letzte Band über Raumsonden. Ich hatte ja als „Bruchdatum“ 1993 angesetzt, ich hätte aber auch 1991 oder 1992 nehmen können, denn in diesen Jahren starteten keine Raumsonden. Die Überlegung war zum einen, dass beide Bände ungefähr gleich groß sein sollten. Zum anderen suchte ich nach einem guten Datum für den Bruch und das waren diese Jahre. 1988 starteten Phobos 1+2, die letzten Raumsonden der Sowjetunion. Im Band 1 findet man rund 100 russische Sonden, in Band 2 nur zwei. Zudem startete 1992 das Discoveryprogramm was ab 1996 zu vermehrten US-Starts führte. (mehr …)

WeiterlesenBye Bye Raumfahrt

Tutorial Rakete.exe: Die Raketendaten

Eigentlich wollte ich heute was über das zweite Buch über Raumsonden schreiben, das ich letzte Woche in den Druck gegeben habe. Aber obwohl ich inzwischen die Rechnung bekommen habe und auch die Nachricht, dass die drei bestellten Exemplare verschickt sind (für mich und die beiden Korrekturleser), aber offiziell ist es noch nicht erschienen. Daher als Füller wieder ein Blog über mein Programm, der für sich alleine etwas sinnlos erscheint, aber ich habe mir vorgenommen, das Programm nachdem ich seit mindestens 15 Jahren unter Windows (wenn man Vorgängerversionen unter anderen Betriebssystemen hinzunimmt, sogar über 30 Jahre) werkele zu dokumentieren und die Blogs werden dann mal zusammengefasst. Nebenbei gehe ich dazu systematisch alle Dialoge durch und schaue, wo man was verbessern kann. Derzeit bin ich bei den Bahnberechnungen fast durch, es fehlen noch Swing-By und ΔV-Manöver bei Swing-By. Als Folge denke ich wird das Programm für Benutzer auch besser nutzbar. Letztendlich soll aus den Blogs dann die Hilfe entstehen, die es derzeit noch nicht gibt. (mehr …)

WeiterlesenTutorial Rakete.exe: Die Raketendaten

Der Start vom Mt Everest und mit dem Katapult

Heute wieder mal ein Ergebnis meiner Aufstiegssimulation, diesmal will ich den Nutzlasteffekt, der entsteht, wenn ich eine Rakete aus einem Flugzeug aus abwerfe, in die zwei Einzelfaktoren aufdröseln und sehen, was herauskommt. Beide Szenarien sind hypothetisch, also bitte nicht gleich das in den Kommentaren bringen.

Szenario 1: Wir hätten einen Startplatz in 8.000 m Höhe, also so hoch wie die höchsten Berge, die es gibt. Das ist an sich schon kaum zu bewerkstelligen, damit ich vergleichen kann, darf sich aber der Breitengrad nicht ändern, das heißt, bei den Beispielen müsste sich der Berg bei 28,5 bzw. 5.5 Grad nördlicher Breite befinden (Breitengrad vom CCAF und CSG).

Szenario 2: Wir haben beim Startplatz eine Beschleunigungsvorrichtung aufgebaut, welche die Rakete beschleunigt und zuletzt über eine Rampe in einem definierten Winkel entlässt. Als Kompromiss (der ideale Winkel ist ja unbekannt) habe ich 45 Grad als Mittel zwischen 0 Grad (horizontaler Start) und 90 Grad (üblicher senkrechter Start) genommen. Wie schnell man eine Rakete so beschleunigen kann, ist natürlich schwer zu sagen. Ich habe mich für 150 m/s Anfangsgeschwindigkeit, das sind 540 km/h entschieden. Das Erreichen Hochgeschwindigkeitszüge oder Magnetschienenbahnen. Vielleicht etwas hoch, aber bei einer 1 km langen Beschleunigungsstrecke reichen dann 4 g Beschleunigung um die 540 km/h erreichen. Das wäre vielleicht mit Zügen aber nicht erreichbar sein, aber mit einem Raketenantrieb. (mehr …)

WeiterlesenDer Start vom Mt Everest und mit dem Katapult

Ein elektrischer Pumpenantrieb?

Die Elektron, die Anfang des Jahres ihren erfolgreichen Flug hatte und nun vor ihrem ersten kommerziellen Start steht, führte etwas Neues ein: die Treibstoffförderung mit stromangetriebenen Pumpen.

Fangen wir mit den Grundlagen an: Bei jedem Raketentriebwerk werden Flüssigkeiten oder Feststoffe in der Brennkammer verbrannt. Aus den dichten Flüssigkeiten/Feststoffe werden dabei Gase die ein Vielfaches des Volumens benötigen. Sie bauen, da die Gase sich nur durch die Düse aus der Brennkammer entfernen können, einen Brennkammerdruck auf, der konstant bleibt wenn gilt: Zufluss durch das Treibstoffförderungssystem = Abfluss durch die Düse.

Das Treibstoffförderungssystem muss damit sie die flüssigen Treibstoffe gegen den Brennkammerdruck einspritzen kann, mindestens diesen Druck erreichen, im Normallfall aber mehr, denn es gibt Verluste durch Reibung in den Leitungen und bei kleiner Druckdifferenz zur Brennkammer ist der Volumenstrom klein, außer man hat sehr dicke Förderleitungen.

Als Beispiel für die Berechnung habe ich das HM-/B genommen als Beispiel für ein eher kleines Triebwerk: (mehr …)

WeiterlesenEin elektrischer Pumpenantrieb?

Small Nukes oder Riesenträger?

Nach zwei Jahrzehnten der nuklearen Abrüstung wird wieder aufgerüstet. Die USA haben angekündigt, neue Atomsprengköpfe, sogenannte „Small nukes“ zu entwickeln. Laut Trump wären die bisherigen Atomsprengköpfe nutzlos, weil sie so stark wären, das keiner sie einsetzen will. Bisher gab es nach Nagasaki keinen Einsatz von Nuklearwaffen, nicht mal im Koreakrieg als General McArthur die „Bombe“ forderte und die USA noch die einzigen waren, die einsatzbereite Atomwaffen hatten. Damals mussten sie also keinen Gegenschlag befürchten. Truman scheute davor zurück, auch wenn ich denke, dass er nicht als Massenmörder in die Geschichte eingehen wollte (was ihn trotzdem nicht hinderte Atomwaffen in Japan und Flächenbombardements in Nordkorea durchzuführen, die ja auch jede Menge Zivilisten töteten). Später gab es das Gleichgewicht des Schreckens, im Amerikanischen so treffend MAD genannt nach der Abkürzung von Mutual Assured Destruction. (mehr …)

WeiterlesenSmall Nukes oder Riesenträger?