Fliegt woanders hin

Auch heute entnehme ich meine Inspiration zum Blog meinem aktuellen Buch. Im dem Datenblatt, in dem ich die wichtigsten Daten zusammengefasst habe, damit man sie schneller findet und der Fließtext nicht zu überfrachtet ist, habe ich auch ein Feld aufgenommen „Ergebnisse“.

Als ich das Datenblatt erstellte, war ich am Anfang des ersten Buchs und habe es nach den Daten gemacht, die dort so vorlagen und da konnte man für jede Raumsonde die Ergebnisse des kurzen Vorbeiflugs angeben. Das war relativ wenig, oftmals konnte man sie in wenigen Sätzen zusammenfassen. Das hing auch mit der Datenmenge zusammen: Mariner 2 lieferte genau 22.491 Bits von der Venus, weniger als der Artikel über die Sonde als ASCII-Text umfasst. Nun muss nicht mehr Daten mehr Erkenntnisse heißen. Der LRO hat bisher über 400 TByte an Daten geliefert, rund 64.000-mal mehr Daten als Mariner 9, ich denke aber nicht, das er mehr Erkenntnisse geliefert hat. (mehr …)

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Ko-Kolores

Da ich derzeit ganz gut im Manuskript bei Band 2 liege und am Wochenende vier Sonden schaffte, dank dreier über die es wenig zu schreiben gibt (Phobos-Grunt, Yinghuo und GRAIL) denk ich kann ich mal wieder einen Blog einschieben. So viel gibt es nicht, aber doch ein bisschen was. Da ist zum einen die Regierungsfindung.

Derzeit laufen ja die Vorsondierungsgespräche. Schon damit tut man sich schwer, und weil man Abgeordneten nicht zumuten kann, wie Normalsterbliche bis Weihnachten zu arbeiten, finden die auch erst im nächsten Jahr statt. Wohlgemerkt: Vorsondierungsgespräche. Es gibt also Koalitionsgespräche, die mit einem Koalitionsvertrag enden, es gibt Sondierungsgespräche, bei denen man abcheckt, ob es überhaupt genug Substanz gibt, um eine Koalition einzugehen, in dem Stadium scheiterte ja Jamaica dank der Partei, die bisher noch immer ihre Partner im Regen stehen ließ – Ludwig Erhard, Helmut Schmidt und jetzt eben Grüne/CD/CSU. Was sind dann Vorsondierungsgespräche? Gespräche, ob man überhaupt Reden soll? Gespräche wie die Zusammenarbeit aussehen soll? Erinnert mich fatal an ein Sondierungsgespräch, das bedeutend für die PC-Geschichte war. Damals wollte IBM ihr Betriebssystem für den IBM PC von Microsoft kaufen, dort hatte man die Rechte nicht, also verweis man sie weiter an Digital Research, wo sie dann am nächsten Tag eintrafen, nur eben nicht wie bei Microsoft lange vorher angekündigt, sodass Firmengründer und Inhaber Gary Kildall den Vormittag über bei einem Kunden war. Die IBM Leute wollten das seine Frau ein Stillschweigeabkommen unterzeichnet. Ein hinzugezogener Anwalt riet ab und der Vormittag verging, indem man diskutierte, ob man überhaupt miteinander reden konnte. Wie man weiß, ging die Geschichte nicht gut aus. (mehr …)

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Bildverarbeitung – anno dazumal

Zeit mal in einem Blog die Gesichte der Bildverarbeitung zu referieren. Schon die frühen US-Raumsonden lieferten Bilder. Eine Ranger in den letzten 20 bis 24 Minuten vor dem Aufschlag 4.000 – 7.000 Surveyor bis zu 29.000 pro Mondtag (rund 14 Erdtage). Lunar Orbiter pro Mission maximal 212 – allerdings je eine Weitwinkelaufnahme von 80 MPixel und eine Teleaufnahme von 256 Mpixel, da zucken auch heute noch Fotografen mit den Augenbrauen. Ich kam wie öfters auf das heutige Thema, indem ich im Netz immer suche, wie viele Bilder eine Mission gemacht hat – die Rubrik im Datenblatt habe ich in Band 1 eingeführt, wo man von vielen Missionen die Bildzahl kennt. Bei neueren ist es sehr schwierig, die genaue Zahl zu ermitteln.

Die Frage, die sich aber wohl jeder gestellt hat – wie verarbeitet man solche Datenmengen mit der Technik der Sechziger und siebziger Jahre? Also mal ein Überblick über wie die Bildverarbeitung immer leistungsfähiger wurde. (mehr …)

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By Bye Andreas Stiller

Mit der letzten ct‘ gab Andreas Stiller seinen Abschied. Andreas Stiller war ct‘-Redakteur von Anfang an, seit der ersten Ausgabe 12/83. Schon alleine das ist eine Besonderheit. Wie viel hat sich doch in dieser Zeit verändert. Man muss sich nur die Themen der ersten Ausgabe ansehen. Das erste Bauprojekt: eine Terminalkarte, Programmierung des Z80 PIO, ein Monitorprogramm für Z80 CPUs, Tests von CBASIC und MBASIC, Grundlagen über Drucker. Die heutige ct‘ befasst sich mit Smartphones, Smartwatches, Smarthome, Fahrradcomputern und Fahrassistenzsysteme. Computer kommen nur noch am Rande vor. Wenn mal ein Test von Computern kommt, dann über Luxusnotebooks und Server.

Ich wollte Andreas Stiller, der sich still und leise mit einem Satz am Ende seiner letzten Kolumne in den Ruhestand verabschiedet hat, eigentlich eine Email schicken, es wäre die Erste gewesen, obwohl ich seit über 30 Jahre seine Artikel lese, habe es aber dann irgendwie verbummelt und in der aktuellen ct‘ erscheint er schon nicht mehr im Impressum. Ich dachte mir es wäre eine gute Idee mal die Zeit zu reflektieren und anstatt einer Mail einen Blog zu schreiben. (mehr …)

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Die Lösung für ein überflüssiges Problem – der Voyager Orbiter

Derzeit lese ich „Voyagers Grand Tour“. Gleich am Anfang stieß ich über eine Passage, die mich zu meinem heutigen Aufsatz inspirierte. Der Autor schreibt da, dass Voyager 5 Jahre vor dem Start technisch nicht möglich gewesen wäre und 5 Jahre nach dem Startdatum die USA die Sonden nicht mehr auf den Weg bringen konnten. Ich habe den Passus falsch verstanden. Der Autor meinte wohl das die einmalige Gelegenheit spätestens 1980 verstrichen war. Dann musste man bis 2153 warten, bis die Planetenkonstellation wieder da ist. Ich meinte er bezog sich auf die Trägerraketen. Die Titan 3E wurde ja nach Voyager 1 ausgemustert. Ich dachte mir, man hätte ja die Centaur auf eine Titan 34D setzen können, die hätte sogar noch mehr Leistung gehabt.

Das brachte mich auf folgende Idee: Schon die Titan 3E Centaur hätte 1.000 kg zu Jupiter entsenden können. Von den 825 kg von Voyager entfielen 105 kg alleine auf das Hydrazin. Mit den 5,5-Segment-boostern der Titan 34 und einer zusätzlichen Transtage (anstatt, dass Sie durch die Centaur ersetzt wurde), wäre da auch ein Orbiter möglich? (mehr …)

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