Galileo und die Oberstufenfrage

Das Buch von Heppenheimer über das Space Shuttle beschäftigt sich auch mit Oberstufen und schnitt hier auch Galileo an. Das erinnert mich an etwas das mir schon bei der Recherche zu Galileo auffiel: wie sollte die Raumsonde zu Jupiter kommen?

Eine Transferbahn zu Jupiter erfordert relativ zur Erdoberfläche eine Geschwindigkeit von mindestens 14,2 km/s. Relativ zum Erdorbit eines Space Shuttles sind es noch 6,4 km/s. Das ist eine ganze Menge. Galileo wurde als Projekt am 14.4.1977 genehmigt, 6 Monate später gab es am 14.10.1977 die Planung der Mission. Sie sollte im Januar 1982 starten, mit einem Marsvorbeiflug Energie sparen und auf einer dreistufigen IUS gestartet werden. Galileo sollte 1.958 kg schwer sein. (mehr …)

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Mini-Planetensonden – eine Alternative?

So, wie ihr bestimmt gemerkt habt gab es wenig neues in den letzten Tagen. Ich hatte die letzten zwei Wochen bei einem Kunden zu tun und die erste Woche konnte ich mit vorausgeschriebenen Blogs füllen, aber die zweite Woche eben nicht. Der nächste Termin ist in der Woche vom 7-11.10, und kurz darauf werde ich nach Nesselwang gehen. Also haben Gastautoren die Gelegenheit 1-2 Wochen lang ganz alleine den Blog zu gestalten.

Ich bin über diesen Artikel gestoßen, der sich mit kleinen Raumsonden (unter 100 kg Masse beschäftigt). Das Konzept ist nicht neu. Ich hatte eine ähnliche Verwendung der ASAP-5 Plattform auch kleine Raumsonden zu transportieren. Die ASAP erlaubt in der verwendeten Version maximal 300 kg schwere Einzelnutzlasen, mit einem Gesamtgewicht von 1200 kg. Damit kann man mit chemischen Antrieb etwa 100 kg in eine Umlaufbahn um den Mond, Venus oder Mars bringen oder 150 kg auf eine Vorbeiflugmission entsenden. Der Artikel geht von noch kleineren Raumsonden aus, die nur etwa 50 bis 100 kg wiegen. Die Frage ist, wie sinnvoll solche Konzepte sind. (mehr …)

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Buchkritik: T.A. Heppenheimer: Development of the Space Shuttle 1972 – 1981

Wer sich mit dem Space Shuttle beschäftigt kennt sicher T.A.Heppenheimers Buch über die Entstehung des Space Shuttles, das er im Auftrag der NASA geschrieben hat und das auch online einsehbar ist. Nun gibt es von ihm das Anschlusswerk. Während sich die NASA Ausgabe mit dem Zeitraum von 1969 bis 1972 beschäftigte, als man mehrmals das Konzept verfeinerte, abänderte und schließlich wegen des Sparzwanges zu der heutigen Konfiguration entschied, setzt das Buch History of the Space Shuttle: Development of the Space Shuttle, 1972-1981 nun 1972 an. Es gliedert sich in einzelne Kapitel die jeweils einzelne Aspekte genau beleuchten. Das erste beleuchtet die Entstehung des Programmes, den Kampf um das Budget und die Rangeleien wer was beim Shuttle macht, schließlich war es nun ein Gefährt (bei Apollo war das Manned Space Flight Center in Houston für die Raumfahrzeuge zuständig und das Marshall Space Center für die Saturn Trägerraketen). Das zweite beleuchtet die Welt und Situation als das Shuttle entstand. Der Wunsch der ESA mit dem Spacelab beteiligt zu sein, und trotzdem als eigenständiges Trägersystem Ariane zu entwickeln. Die Air Force die es nutzen wollte, aber nichts zur Finanzierung beitragen und wie die Aufträge für die Komponenten vergeben wurde. (mehr …)

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Mars One – Zwischenbericht

Am 31. August ging die erste Runde des Astronautencastings bei Mars One zu Ende. Eine gute Zeit mal zu schauen, was bis jetzt geschehen ist.

Für die, die nicht wissen, was Mars One ist: Mars One ist eine holländische Gesellschaft, die eine Kolonie auf dem Mars bauen will. Das Prinzip ist, das die Ramfahrer nicht mehr zu Erde zurück kehren, sondern für immer dort bleiben. Das ganze wird finanziert, in dem der ganze Event, als das grösste Medienspekatel aller Zeiten verkauft wird. Vor allem wird das Training der Astronauten als Realityshow verkauft.
Geleitet wird Mars One von Bas Lansdorp. Zusätzlich gibt es eine Reihe von Beratern und Botschafter, unter anderem Nobelpreisträger Gerard ‚t Hooft. Für jedes Bauteil der Mission wurde ein oder zwei mögliche Zulieferer gefunden, die es ohne grosse Entwicklungen liefern können, u.a. Bernd’s Lieblingsfirma SpaceX.

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Der Nutzen erdnaher Kommunikationssatelliten

Betrachtet man die Geschichte der Kommunikationssatelliten, so setzte sehr bald nach den ersten Versuchen in erdnahen Orbits der Sprung in den geostationären Orbit ein, dessen Nutzen Arthur C. Clarke schon 1948 erkannte. Zu der Geschichte gibt es auch einen Aufsatz auf der Website. Seit 1963 fanden dann fast 40 Jahre lang zumindest im Westen nur noch Starts in den GEO Orbit. Rein theoretisch kann man vom GEO Orbit mit drei Satelliten eine Kommunikationsverbindung rund um die Erde aufbauen – vorausgesetzt man hat eine Empfangsstation und der Empfänger ist nicht zu weit nördlich. (mehr …)

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