Die Crux von Shuttle 2.0

Ich dachte mir Anregung auf die Diskussion darum ob sich Wiederverwendung lohnt ein Shuttle 2.0 zu konstruieren, das kommerzielle Transporte durchführen kann. Doch in meiner Idee wäre es unbemannt gewesen. Die grundlegende Annahme war, dass bis zum Verlust der Challenger man bei der Sicherheit des Space Shuttles „schlampte“. Die Flüge daher riskanter waren. Aber damals war noch der Startpreis konkurrenzfähig. Wenn man nun das System modernisiert, auf die Besatzung verzichtet und so auch Gewicht spart, dann hätte man ein bezahlbares Transportsystem. Es hätte vielleicht nicht die Sicherheit für bemannte Einsätze gehabt. Aber mit Sicherheit so zuverlässig, wie eine kommerzielle Rakete gewesen wäre. Würde man dann alle paar Jahre mal einen Orbiter verlieren, so wäre das nicht so schlimm .Es würde sogar dazu führen, das wir eine dauernde Weiterentwicklung betrieben können, denn jeder neue Orbiter würde natürlich den aktuellen Stand der Technik einsetzen. Das wäre auf Dauer billiger als, wie man es beim Space Shuttle machte, wo jeder Orbiter mehrmals während seines Lebens zwei Jahre lang umgerüstet wurde, man aber trotzdem an der Grundstruktur nichts ändern konnte.

Wenn wir uns heute umsehen, so gibt es ja schon neue Space Shuttles, nur noch so groß. Das ist das X-37. Ursprünglich mal als Rettungsboot für die Besatzung der ISS gedacht wurde es umgebaut und seitdem viermal gestartet. Das X-37 wiegt nur knapp 5 t. Es ist ein bisschen zu klein um Personen zu transportieren (die Nutzlastbucht ist nur 1,22 m hoch und 2,13 m lang). Da alle Flüge vom US-Militär durchgeführt wurden, weis man leider nichts über die Kosten. In jedem Falle dauerten sie viel länger als bemannte Raumflüge und die gesamte Mission erfolgte vom Computer gesteuert. (mehr …)

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Man hätte mehr draus machen können

Vor einigen Tagen habe ich den Artikel über die 2016-er Exomars Mission fertiggestellt. Etwas spät, gebe ich zu. Ich hinke auch sonst etwas nach. Inzwischen ist Osiris-Rex gestartet und dazu sollte es auch noch einen Artikel geben und zwei neue Träger, Launcher One und Firefly verdienen auch noch, näher gewürdigt zu werden. Aber ich hoffe jetzt hole ich das noch auf, da ich mehr Zeit habe: Am Sonntag ging die Freibadsaison zu Ende und ich war seit dem ersten Mai täglich schwimmen, was mit An- und Abfahrt mit dem Fahrrad rund 3 Stunden beansprucht habe. Auch wenn ich nun wieder täglich eine Stunde laufe (das hatte ich über den Sommer eingestellt) müsste ich rein rechnerisch 10 Stunden mehr im Monat Zeit haben. Als erste Folge gibt es einen neuen Artikel über die Uratmosphäre der Erde und ihre Evolution, der mir bei der Recherche zu den Massenaussterben in den Sinn kam. Vielleicht fasse ich die auch noch zu einem Artikel zusammen.

Aber Exomars 16 ist ein guter Aufhänger für meinen Blog, denn zu der Sonde findet man meine Meinung in der Überschrift. Ich halte die Sonde für misslungen. Natürlich muss man die wechselvolle Geschichte des Projektes kennen, aber selbst wenn man die berücksichtigt hat, man da einiges versemmelt. Doch auf die will ich gar nicht erst eingehen, denn auch dazu gibt es einen eigenen Aufsatz, (mehr …)

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PR Disaster nach der SpaceX Explosion

Das Thema ist nicht neu, aber durch die Natur des Blogs, das alte Themen gerne in Vergessenheit geraten, will ich es noch mal aufgreifen. Es ist die PR-Arbeit von SpaceX und ihre Auswirkungen gerade in der jetzigen Phase nach der SpaceX Explosion auf dem Pad.

Einführung

Bevor ich aber auf SpaceX eingehe, will ich erstmal die Problematik selbst erläutern. Als Raumfahrtfan wünscht man sich natürlich über Raumfahrzeuge, Missionen und Experimente so viele Informationen wie möglich. Seitens der Raumfahrtagenturen greift hier auch eine PR-Machinerie die zumindest bei den Missionen über Fortschritte gut informiert. Schwerer ist es bei den Experimenten, weil für die meist wissenschaftliche Institute zuständig sind. Doch, wenn man weiß, wie man suchen muss, dann kann man zumindest nach technischen Dokumenten suchen, die oft im Vorfeld veröffentlicht werden. Deutlich schlechter sieht es bei den Raumsonden oder Satelliten selbst aus, die von der Industrie stammen. Verglichen mit den Informationen über die Mission kann man die Daten über die Hardware nur als rudimentär betrachten. (mehr …)

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Massenaussterben Teil 3

Ich habe mir überlegt, ob ich heute noch mal was zu SpaceX bringen soll. Nach dem Lesen eines Artikels einer PR-Agentur und einem anderen über die Fortschritte bei der Aufklärung läge das Thema Pressearbeit oder heute eher Medienarbeit in der Luft, aber ich will es nicht übertreiben und schiebe mal wieder ein anderes Thema ein. Schließlich sind die SpaceX Jünger wohl geschockt genug. Sie glauben ja alles was Prophet Musk verbreitet, und wenn man mit der Wirklichkeit konfrontiert wird, tut das schon weh. Nicht mal Klakow hat sich hier blicken lassen. (mehr …)

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Die Wiederverwendung bei SpaceX – gescheitert bevor sie begann?

Diese Frage stellt sich zumindest für mich.  Ich stand ja schon immer kritisch zu SpaceX- Wiederverwendungskonzept. Immerhin kann man der Firma nicht nachsagen, dass sie es wirklich probiert hat. Angekündigt wurde es mit der Falcon 1. Damals war man auch so optimistisch, dass man beide Stufen bergen wollte, davon ist heute schon nicht mehr die Rede. Alle Bergungsversuche der Falcon 1 scheiterten und auch die ersten der Falcon 9. Die Stufe ist bei der Falcon 9 „erster Versuch“ nicht mal intakt am Boden angekommen. Mit der Falcon v1.1 klappte es dann nach mehreren Fehlversuchen und von Versuch zu versuch lief es besser, bis die meisten Versuche glückten.

Obwohl sich dann die gebogenen Stufen stapelten, machte man zu meinem Erstaunen wenig mit ihnen. Ich nahm an, man würde sie nun ausgiebig testen. Doch die Erste hat nun einen Hot-Fire Test absolviert dann machte man mit den folgenden nichts mehr und erst vor einem Monat hat man eine geborgene Stufe über die volle Laufzeit getestet. Ende des Jahres sollet sie nun erneut fliegen mit einem Preisabschlag von 30%. (mehr …)

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