Eine dritte Stufe für die Falcon 9

Hier mal wieder ein Beitrag für die Rubrik „wir können es besser“. Vergleicht man bei GTO-Missionen mit der Falcon 9 das Gewicht der zweiten Stufe mit der Nutzlast, fällt ein recht großes Mißverhältnis auf. Die Stufe wiegt fast 20 mal soviel wie die Nutzlast, und selbst die Leermasse ist größer als die Nutzlast. Bei einer Wiederverwendung der ersten Stufe und Musks Ankündigung, die Treibstoffmenge der Oberstufe um 10% zu erhöhen, werden diese Werte noch schlechter. Vergleichen wir mal mit anderen Raketen, die ähnliche Nutzlasten in den GTO bringen:

  • Zenit – 3 Stufen, gleicher Treibstoff wie die Falcon.
    Atlas 5 und Delta 4 – 2 Stufen, aber Wasserstoff als Brennstoff in der Oberstufe.

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Zwei neue. alte Bücher; die Gehirnleistung; unsere Stadtverwaltung


Dieser Tage sind zwei Bücher von mir neu erschienen bzw. auch nicht. Die Europa Rakete ist ein nahezu unveränderter Nachdruck der ersten Auflage. Der Unterschied ist der Preis: Es kostet nur noch 8 anstatt 10 Euro. Die neuen Druckkonditionen haben dazu geführt, dass ich nach und nach alle auslaufenden Verträge kündigen werde und die Bücher neu veröffentlichen, viele wie dieses unverändert, andere eventuell erweitert. Ich erhoffe mir von den neuen Konditionen die bei gleicher Marge es erlauben den Preis auf 70 bis 80% des originalen zu senken mehr Leser. Bei den ganz alten Verträgen ist auch ein Grund, dass die monatliche Gebühr wegfällt, die immerhin mittlerweile die Hälfte des Umsatzes im vierten Quartals ausmacht. (mehr …)

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Nachlese zu den „All Electric Satelliten“

Nachdem sie nun gestern gestartet sind, die ersten dieser Exemplare, will ich heute mal zusammenfassen was man über sie weiß. Es ist leider immer noch sehr wenig. Aber beginnen wir zuerst mal mit den Grundlagen. (Eigentlich steht ja alles in der Webseite, aber die Leute sind ja meist zu Faul die Suchfunktion zu benutzen….)

Bei einem „normalen“ Kommunikationssatelliten transportiert die Trägerrakete den Satelliten in einen Übergangsorbit, idealerweise mit einem sehr niedrigen erdnahen Punkt (etwa 200 km Höhe) und dem Zielpunkt in 36000 km Höhe. Dort angekommen, zündet der Satellit mehrmals beim Durchlaufen des Apogäums den Antrieb um zu Beschleunigen (Das Perigäum anzuheben) und die anfängliche Neigung der Bahn zum Äquator abzubauen. Dafür benötigt er mindestens 1500 m/s, wenn er eine Bahn mit dem Breitengrad des Äquators als Anfangsbahn hat, beim Breitengrad von Cape Canaveral sind es schon 1800-1900 m/s und bei Baikonur 2600 m/s. Man kann von dem Standard-GTO abweichen um diesen Geschwindigkeitsbedarf zu erniedrigen, so auch bei diesem Start der in einen supersynchronen GTO mit einem Apogäum in 63000 km Höhe führt. Dabei braucht die Trägerrakete mehr Treibstoff, der Satellit später weniger. (mehr …)

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Neues von Stratolaunch

Lange Zeit war es ja still um die Firma geworden. Wie die meisten „neuen“ US-Raumfahrtfirmen gibt es kaum neue Nachrichten. Doch ich denke es ist durch zwei neue Nachrichten an der Zeit sich mit der Rakete nochmals zu beschäftigen.

Das erste was ich immer bezweifelte, war die ökonomische Sinnhaftigkeit des Konzeptes. Die Nutzlast sollte rund 6000 kg in einen niedrigen Erdorbit liegen. Das ist vergleichbar mit der Delta II, welche aufgegeben wurde, weil es zu wenige Nutzlasten gab um die Fixkosten zu rechtfertigen (mangels Alternative hat die NASA dann doch noch drei Exemplare bestellt) und es gab (zumindest als das Projekt anfing) ja noch die Alternative Antares (die wohl nun mit neuen Triebwerken genauso neu anfangen muss wie Stratolaunch). Virgin Galactic wird nun aber sowohl für OneWeb den Start von 700 Satelliten zu je 125 kg Gewicht durchführen, Virgin Galactic fertigt aber auch das Trägerflugzeug wie auch Spaceship Two. So gesehen bleibt dass Geld in der Kasse, man entwickelt also das Trägersystem mit einem Großauftrag. Nach Wikipedia sind in einer Orbitalebene 20 Satelliten, das wären dann wenn man eine Orbitalebene pro Start, bedient 35 Starts. Lohnen kann es sich schon. (mehr …)

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Intel bekommt neue Konkurrenz

Intel konnte sich fast ein Jahrzehnt ausruhen: Mit der Core-Mikroarchitektur hatte man 2006/7 den Erzrivalen AMD abgehängt. Dessen Marktanteil schrumpft seitdem laufend. Gleichzeitig gelang es durch immer stromsparende Prozessoren auch einen Fuß ins Segment der leichten Mobilgeräte zu fassen. Es gibt inzwischen Smartphones mit x86-Prozessoren und bei den Tabletts dominiert Intel sogar. Die Firma ruht sich nicht aus. Die derzeit in 14 nm gefertigten Broadwell-Prozessoren sind noch stromsparender als die 22 nm Generation und die nächste Generatio Skylake wird da sicher nicht schlechter sein. Inzwischen wildert Intel mit dem Galileo und Edison sogar im Arduino Markt. Kurzum: es läuft gut, die Umsätze sind konstant hoch und vor einem Quartal konnte man sogar den 15 Jahre alten Umsatzrekord brechen.

Doch immer wenn es toll läuft, gibt es Konkurrenten die auch ein Stück vom Kuchen abhaben wollen und in den letzten Monaten gab es zwei Ankündigungen die das Zeug haben, Intel in einigen Segmenten Marktanteile abzujagen. Die erste war die Ankündigung von ARM für einen Serverprozessor. ARM ist kein Prozessorhersteller, sondern entwickelt Prozessordesigns, die es dann an Hardwarehersteller verkauft, die diese dann meistens noch spezifisch anpassen z.B. bei Handys den Sende-/Empfangsteil an die verwendete Funkfrequenz und Kodierungsstandard anpassen. ARM bietet mehrere Generationen an, in 32- oder 64 Bit Architektur und mit Taktfrequenzen von einigen Zehn bis über 1000 MHz, die von dem einfachen Mikrocontroller für integrierte Geräte bis hin zum Tablett-PC Prozessor alles abdecken. Selbst Intel war einmal ARM Lizenznehmer und fertigte die XScale Prozessoren, das war zu einer Zeit als man selbst keine entsprechend stromsparenden Prozessoren im Portfolio hatte. (mehr …)

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