Zwei neue. alte Bücher; die Gehirnleistung; unsere Stadtverwaltung


Dieser Tage sind zwei Bücher von mir neu erschienen bzw. auch nicht. Die Europa Rakete ist ein nahezu unveränderter Nachdruck der ersten Auflage. Der Unterschied ist der Preis: Es kostet nur noch 8 anstatt 10 Euro. Die neuen Druckkonditionen haben dazu geführt, dass ich nach und nach alle auslaufenden Verträge kündigen werde und die Bücher neu veröffentlichen, viele wie dieses unverändert, andere eventuell erweitert. Ich erhoffe mir von den neuen Konditionen die bei gleicher Marge es erlauben den Preis auf 70 bis 80% des originalen zu senken mehr Leser. Bei den ganz alten Verträgen ist auch ein Grund, dass die monatliche Gebühr wegfällt, die immerhin mittlerweile die Hälfte des Umsatzes im vierten Quartals ausmacht.

Das zweite Buch ist eine deutlich erweiterte Auflage, des ATV Buchs, die dritte und letzte. Hier ist der Preis mit 14,90 Euro gleich geblieben. Das Buch behandelt nun aber auch die weiteren ATV Flüge, die Pläne der ESA für das Orion Servicemodul und die Dragon und Cygnus. Dadurch ist der Umfang von 176 auf 240 Seiten gestiegen. Es wird, da es keine weiteren Einsätze des ATV mehr gibt auch die letzte Auflage sein.Ansonsten gibt es wenig Neues von den anderen -Buch Plänen. Ich habe schon seit längerer Zeit eine Schreibblockade und komme kaum vorwärts. Trotzdem wird es in den nächsten Monaten eine Reihe von Neuauflagen geben, so für:

  • Europäische Trägerraketen 1 und 2
  • Internationale Trägerraketen
  • US-Trägerraketen
  • Was ist drin?
  • Was sie schon immer über Lebensmittel und Ernährung wissen wollten

In allen Fällen wird der neue Pries deutlich niedriger sein. Bei den US-Trägerraketen sinkt er z.B. von 55 auf 40 Euro.

Was ist drin wird weitgehend unverändert sein. Bei „Was sie schon immer über Lebensmittel und Ernährung wissen wollten“ werde ich einige neue Fragen aufnehmen. Bei den Europäischen Trägerraketen 2 etwas über die Ariane 6, eventuell schmeiße ich die Ariane 5 ME dafür raus. Sehr unschlüssig bin ich bei den US-Trägerraketen. Änderungen gibt es wenige, dafür ist das Buch mit 684 Seiten an der Grenze die ein buch haben kann (700 Seiten) und wird beim Umformatieren doch sehr anfällig gegenüber willkürlich eingestreute Leerseiten. Die meiste Arbeit steht immer noch bei den internationalen Trägerraketen an, wo ich immer noch gleich weit bin wie im November – so auf Seite 40 von 400…

Dann fiel mir was auf: Ich höre ja immer den gleichen Radiosender – SWR1 (ich wäre wohl der ideale Konsument eiens Volksempfängers bei dem man ja auch nur einen Sender empfangen konnte) und da fiel mir auf, das ich die meisten Moderatorinnen an der Stimme erkenne, bei den meisten Moderatoren gelingt mir das nicht. Das erinnerte mich daran, dass ich irgendwo mal gelesen habe das wir als Europäer sehr gut europäische Gesichert auseinander halten können, uns aber sehr schwer tun bei anderen Rassen. Prompt wurde das auch in zwei Vorabendserien aufgegriffen: „Großstadtrevier“ (Schwarze wurden illegal beschäftigt mit den Papieren ähnlich aussehender schwarzhäutiger Mitbürger) und „Unter Gaunern“ (ein Chinesischer Agent wurde gegen einen chinesischen Musiker ausgetauscht). Ähnliches fiel mir auch bei meinen beiden schwarzen Katzen auf. Aus etwas größerer Entfernung konnte ich sie nur am Gang oder der Schwanzlänge unterscheiden, außer ich sah ihnen ins Gesicht. Sollte so etwas auch für Stimmen gelten? Also Spezialisiert sich unser Gehirn auf das was wichtig ist? Im täglichen Leben müssen wir vornehmlich Menschen unterscheiden die helle Haut haben, also klappt das mit Menschen aus Mitteleuropa gut, bei anderen Rassen eher schlecht und als Mann sind Frauen interessanter und man kann daher Frauenstimmen besser unterschieden als männliche? Also ganz unplausibel ist es nicht.

Dann habe ich einen neuen Personalausweis beantragt, der alte läuft in zwei Monaten ab. Es muss ja ein biometrischer sein. Da die Fotos alle wie Verbrecherfotos aussehen wollte ich eines selbst machen und fragte an, ob man nicht eines zur Prüfung einschicken kann ob es den Ansprüchen genügt. Nein das ginge nicht, nur als Foto, das würde dann beim Einscannen geprüft. Wunderbar – unsere Verwaltung ist also schon im 21-Jahrhundert angekommen (sie verlässt sich aber sonst sehr auf Computerdaten, auch wenn die falsch sind, was ich gerade bei der gleichen Gemeinde bei der Auseinandersetzung in den Zahlungen für Abwasser und den Einträgen im Grundbuchamt sehe). Bei der Behörde erteilte man mir dann die Auskunft über Bilder könnte „wasweisichnichtalles“ auf die Rechner gelangen. Nun ja über Bilder eher nicht, aber wie schon gesagt unsere Verwaltung ist ja informationstechnisch echt fit. Immerhin konnte ich dem Finanzamt noch einen Schenkungsvertrag als Datei zumailen, das scheint nicht ganz so engstirnig zu sein wie die Stadtverwaltung. Das Zusenden war übrigens auch nur nötig weil die Stadtverwaltung Mist gebaut hat. So langsam frage ich mich ob ich einen Fehler machte als ich vor zwei Monaten einen Brief der mich zur Anmeldung des Wohnsitzes aufforderte (ich habe zeit meines Lebens meinen Wohnort nie gewechselt) beantwortete. Vielleicht wäre ich aus dem Raster rausgefallen und für die Verwaltung nicht mehr existent – denn mein Datensatz scheint da doch sehr durcheinander zu sein. Falsch zugeordnete Grundstücke, Rechnungen über schon bezahlte Wassergebühren, ich bin mal gespannt ob dann der neue Personalausweis noch auf mich ausgestellt ist ….

Ach ja, mein selbstgemachtes hat man akzeptiert. Einfach ein Fotos mit Selbstauslöser machen und die Vorschriften von dieser Webseite und dann mit dieser Software zurechtrücken bzw. Vergrößern/Verkleinern. Es muss auch ein Passbild sein, die Software kann dazu 8 Bilder auf einem 10 x 15 Foto erstellen, die man dann ausdrucken oder wie ich in einer Rossmann-Filiale drucken lassen kann. Schon 20 Euro für den Fotograf des Verbrecherfotos gespart.

2 thoughts on “Zwei neue. alte Bücher; die Gehirnleistung; unsere Stadtverwaltung

  1. Ach ja, das erinnert mich an die Behörde, bei der ich zur Zeit arbeite.

    Man kann online Anträge stellen, muß dann aber alles noch per Papier nachsenden.
    Hier werden die Daten von Papier-Anträgen in den Blechtrottel eingekloppt, die
    von den Online-Anträgen fallen ja mal weg.

    Und danach: Die Papier-Unterlagen werden ordentlich verwaltet. Und wenn was ist, immer schön den Akt suchen, einheften, ergänzen, nachgeliefertes wieder in den Akt….

    wozu eigentlich Computer, wir haben doch den AKT!??

    Wo bleibt der Laptop, die Lederhosen hat doch schon der hl. Bürokatismus geliefert

    Bürokratische Grüße

  2. Das erinnert mich doch sehr stark an Christian Morgenstern:

    Korf erhält vom Polizeibüro
    ein geharnischt Formular,
    wer er sei und wie und wo,

    welchen Orts er bis anheute war,
    welchen Stands und überhaupt,
    wo geboren, Tag und Jahr.

    Ob ihm überhaupt erlaubt,
    hier zu leben und zu welchem Zweck,
    wieviel Geld er hat und was er glaubt.

    Umgekehrten Falls man ihn vom Fleck
    in Arrest verführen würde, und
    drunter steht: Borowsky, Heck.

    Korf erwidert darauf kurz und rund:
    »Einer hohen Direktion
    stellt sich, laut persönlichem Befund,

    untig angefertigte Person
    als nichtexistent im Eigen-Sinn
    bürgerlicher Konvention

    vor und aus und zeichnet, wennschonhin
    mitbedauernd nebigen Betreff,
    Korf: (An die Bezirksbehörde in – ).«

    Staunend liest’s der anbetroffne Chef.

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