Ne, also wirklich ….

Ich weis, einige wollen schon nichts mehr davon hören, andere werden nun wieder sagen, ich betreibe „SpaceX-Bashung“. Aber Leute, wenn ihr Fußball spielt, freie Schussbahn auf das Tor habt, der Torwart weit abwärts steht und jemand euch den Ball direkt vor den Fuß spielt, schießt ihr dann nicht auch? Diese Firma wirft ja nur so mit Steilvorlagen für Kritiker um sich.

Also: Dieses Jahr gibt es wahrscheinlich KEINEN einzigen Start. Trotzdem gibt es immer verrücktere Ankündigungen, von Schwelastraketen über Marsmissionen bis nun zu dem neuesten: der vollständig wiederverwendbaren Falcon 9. Dazu gibt es auch ein Video. Also was kann man davon ableiten? Die Falcon 9 Erststufe soll zuerst abgebremst durch drei, dann durch ein Triebwerk landen. Obwohl die Stufe sehr schlank ist und bei einer leeren Stufe schon ein Triebwerk einen zu hohen Schub hat, sind keine Stabilisierungstriebwerke vorgesehen. (mehr …)

WeiterlesenNe, also wirklich ….

Atommüllentsorgung im Weltall – wohin?

Ich habe mich ja schon mal mit dem Thema beschäftigt, mehr von einem praktischen Gesichtspunkt aus. Heute ein mehr theoretischer Exkurs. Die Idee Atommüll im Weltraum zu entsorgen ist ja nicht neu. Es gab sie schon in den Siebzigern. Damals ging man sogar davon aus, dass es sich lohnt. Das ist natürlich begrenzt auf den richtig hochradiokativen Atommüll, also abgebrannte Brennstäbe, die aufgearbeitet wurden und eben das Material das dann noch üblich bleibt. Also das was bei uns auch im Endlager lagern soll. Das sind in Deutschland rund 16 t pro Jahr, also eine Menge die wir heute mit Trägerraketen ins All bringen können. Der gesamte leichtradioaktive und mittelradioaktive Abfall müsste zuerst aufgearbeitet und konzentriert werden. Das ist wahrscheinlich nicht lohnend und seine Radioaktivität ist auch deutlich geringer.

Neben der Menge ist ein wichtiges Kriterium, wie lange man es lagern muss. Die häufigste Zeit die ich vernommen habe sind 240.000 Jahre, das sind 10 Halbwertszeiten des langlebigsten Isotops im Müll, Plutonium-239 von 24110 Jahren, bei dem die Radioaktivität auf ein Tausendestel (genau 1/210  = 1/1024) absinkt. Jede Lösung im All muss also mindestens über diese Zeit stabil sein, sprich es muss gewährleistet sein, dass in dieser Zeit der Müll nicht mehr zur Erde zurückkommt. (mehr …)

WeiterlesenAtommüllentsorgung im Weltall – wohin?

Raketen die es geben könnte: Titan II Varianten

Eine der Besonderheit im US-Raumfahrtprogramm ist, dass es den Fall gibt, dass eine Rakete nur militärisch verwendet wurde und ein ähnliches Muster nur zivil. Das wurde bis in die achtziger Jahre so gehandhabt. So gab es die Thor-Agena Linie und die Thor-Delta Linie, bis Anfang der siebziger Jahre die Zahl der Starts der Thor-Agena stark zurückgingen und das Muster auslief. Stattdessen betrieben die USA dann ausgemusterte Atlas E+F und später die Titan II, um Nutzlasten zu starten die auch eine Delta starten konnte. (Vorr allem in polare Orbits: militärische Wettersatelliten und ähnliche Nutzlasten). (mehr …)

WeiterlesenRaketen die es geben könnte: Titan II Varianten