Nun ja Web 2.0 halt – der echte Blog feiert seinen ersten Geburtstag

Einen Blog habe ich zwar seit Juni 2006, doch erst ein gutes Jahr später und zwar genau vor einem Jahr, habe ich mich zu einem echten Blog entschlossen, also nicht einer fortlaufend aktualisierten Webseite, sondern eines WordPress Blogs. Das erste bertriebe ich allerdings immer noch nebenher, da ich nicht so viel von dem Editor von WordPress und seinen Möglichkeiten halte.

Mit der obigen Überschrift fing es vor einem Jahr an – ein Jahr später gibt es:

  • 202 Artikel
  • 2 Seiten
  • 237 Kommentare und
  • 3585 SPAM Kommentaren. Dank des Tipps von "overlord" mit dem Captcha Plug-In gibt es seit 2 Wochen keinen Spam mehr.
  • Das absolut beleibteste Thema ist Kinder Maxi King – Allright mit 1023 Aufrufen
  • Der beliebteste Tag ist der 11.8.2008, dank eines Links in dem forum.airpower.at mit 385 Views.

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Zeit für Entscheidungen

Im November ist die nächste Ministerratssitzung der ESA in Den Haag. Diese Treffen alle paar Jahre, legen den Kurs der ESA für die nächsten Jahre fest – meist werden dort die größeren Projekte beschlossen oder über ihr Weiterführen entschieden, also Dingen wie Ariane 5 Entwicklung, Columbus oder die Cornerstone Missionen.

Die ESA wird wahrscheinlich (neben anderen Dingen) zwei wichtige Punkte zu entscheiden haben:

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Lügen, verdammte Lügen und Statistiken

Die Falcon mit ihrem letzten Fehlstart, die Diskussion hier im Blog und auch die neuerliche Revision, hat mich dazu bewegt, mal meine Arbeit an meinem zweiten Buch über den ATV ruhen zu lassen und mich mehr mit der Falcon zu beschäftigen. Ich bin gerade dabei den Artikel nach Falcon 1 und 9 zu trennen und den Falcon 1 Artikel zu ergänzen und habe eine Kopie der SpaceX Website gemacht (zur leichteren Recherche).

Dabei stieß ich auf eine Studie der Firma Futron im Auftrag von SpaceX. SpaceX betont ja immer, dass wesentliche Designkriterien der Falcon waren die Zuverlässigkeit zu erhöhen, indem sie die Systeme möglich einfach machten. So hat man ja auf Retroraketen verzichtet, denn in 24 % der Fehlstarts von US Trägern von 1984-2004, lag es an der Stufentrennung. Klar, ein System das nicht vorhanden ist, kann nicht ausfallen und eine Stufe, die nicht auf Abstand gebracht wird, kann kollidieren. Man sollte vielleicht überlegen was gefährlicher ist. Fehlende Prallbleche in Treibstofftanks können keine Probleme machen, aber das Moment, das durch Treibstoffschwappen erzeugt wird, kann ein Triebwerk zum Abschalten bringen. So geschehen bei den Testflügen 3 und 2.

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Clusterung und die Falcon 9

Der Hinweis auf die Chang Zheng 5 und weil die Falcon 9 nun ja wieder im Gespräch ist bringt mich auf mein heutiges Thema: Das Bündeln von Raketentriebwerken und Stufen, Clusterung genannt. Zuerst mal die Grundidee die dahinter steht: Nehmen wir an, wir entwickele zwei Triebwerke von 80 kN und 1280 kN Schub (also dem 16 fachen des ersten). Und wir bauen diese in 4 Stufen ein:

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Ariane 5 Erweiterungen

Im November tagt wieder der Ministerrat, der über de finanziellen Mittel der ESA beschließt. Beim letzten Treffen in Berlin beschloss man die Entwicklung einer neuen Oberstufe einzufrieren – also nicht einzustellen, aber auch nicht fortzuführen. Die Mittel sollten einem Rettungsplan für die Ariane 5 zugute kommen. Nun ist Ariane 5 wieder in sicherem Fahrwasser, die letzten 25 Starts waren allesamt erfolgreich. Es wäre also Zeit die Entwicklung wieder aufzunehmen. Das hat der frühere Arianespace Chef Frederick D’Allest auch kürzlich in einem Interview gefordert. Eine gute Gelegenheit die möglichen Ariane 5 Erweiterungen aufzuzeigen.

Heute transportiert die Ariane 5 mit der ESC-A Oberstufe 9600 kg in den GTO Orbit – das sind die Angaben für die Einzelnutzlast. Davon geht noch der Adapter ab und bei einem Doppelstart auch von der Hülle, welche den unteren Satelliten umgibt.

Die ESC-B Oberstufe hat ein schubstärkeres Triebwerk – 180 kN anstatt 66 kN. Daher kann sie mehr Treibstoff transportieren und sie nutzt den Treibstoff etwas besser aus. Die ESC-B Oberstufe wird 24.4 t anstatt 14.9 t Treibstoff einsetzen und 11.5 t in den geostationären Orbit und 23 t zur ISS transportieren. Ein weiterer Vorteil des ESC-B ist, das sie wiederzündbar ist. Sie kann also die EPS und ESC-A Oberstufe ersetzen.

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