Warum wir einen eigenständigen Zugang zum Weltraum brauchen

… das zeigten die jüngsten Ereignisse. Nach dem Ausfall von Envisat im April ist nun guter Rat teuer. Zur Erklärung. Für die Umweltbeobachtung sind nun drei Nachfolgesatelliten geplant. Sie ersetzen den einen großen „Monstersatelliten“ Envisat. Es sind dies Sentinel 1-3, jeweils redundant vorhanden. Aber durch verschiedene Verzögerungen sind sie noch nicht im Orbit. Damit gibt es eine Lücke in der Datenerfassung. Nun suchte die ESA nach Möglichkeiten den ersten Sentinel 1A schneller in den Orbit zu bringen. Die eigentlich vorgesehene Rockot ist erst mal an den Boden gebunden, nachdem der letzte Start fehlschlug und die ESA will nicht ihren Satelliten als nächstes starten, sondern erst mal einen erfolgreichen Start abwarten.

Nun hat man einen Sojus Start gebucht – für den Herbst 2013. Das wird teuer, 70 Millionen Euro kostet ein Start auf de Sojus, die auch überdimensioniert ist. Sie könnte drei dieser Satelliten starten. Mir wäre es lieber gewesen, man hätte die Vega genommen, denn sicherlich wäre auch da ein Start zu diesem Termin möglich. Sicher sie ist noch neu, aber ein weiterer Start ist für das Frühjahr 2013 geplant, also denke ich wäre sie dann qualifiziert. Gerade bekam die Vega auch ihren ersten ausländischen Auftrag pikanterweise von Kasachstan, also einer ehemaligen russischen Republik, während die ESA noch immer russische Träger ordert. (mehr …)

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SpaceX – was wäre wenn

Ich denke wenn der Blog erscheint, ist die COTS 2+ Mission zu Ende gegangen. Selbst wenn die Dragon noch beim Eintritt verglühen sollte – gemessen an den Missionszielen (die NASA verlangt ja keinen Rücktransport, das wird nur mit unwichtigem Equipment demonstriert) ist das COTS Programm dann abgeschlossen worden.

Schon gibt es an einigen Stellen den Jubel, so im Stil „neue Ära in der Raumfahrt“ und mancher sieht nun schon die Marsmissionen kommen. Zeit mal drüber nachzudenken, was passiert wenn SpaceX nur die angekündigten Ziele umsetzt, welche sind:

  • Falcon 9 und Heavy fliegen regelmäßig und zu den angekündigten Preisen
  • Sie können später sogar noch die Preise durch Wiederverwendung senken.
  • Dragon Flüge mit 7 Astronauten sind für 140 Millionen möglich
  • Sie werden enorm viele Aufträge erhalten, kommerziell und von der US-Regierung

Was wären die Folgen? (mehr …)

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Deutschland, der Weltraumzwerg

Der erste Schritt in den Weltraum ist immer noch eine eigene Trägerrakete, und von einer Weltraummacht spricht man wenn ein Land mit einer eigenen Trägerrakete den Orbit erreicht. Ein zweiter Club der größer ist ist der der Nationen die eigene Satelliten bauen und von anderen Starten lassen. Früher exklusiver, aber inzwischen genauso groß ist. ist der der Astronuten. Noch wirklich exklusiv ist der Club der Nationen die Astronauten selbst in den Orbit bringen können.

Bald wird Nordkorea wieder einen Startversuch unternehmen. (Geplant für den 12-16.4) Es gab ja schon einige. Und wie immer wie auch beim Iran vor einigen Jahren gibt es die Drohungen seitens der USA und die Angst, weil natürlich jede Trägerrakete auch militärisch nutzbar ist. (mehr …)

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Raketen die es geben könnte: Vega-Ariane Varianten

Wie vielleicht der eine oder andere schon weis, gab es auch bei der ESA mal Pläne einen Träger für mittlere Nutzlasten zu kreieren. Er sollte vor allem Nutzlasten in den sonnensynchronen Orbit befördern, also Erdbeobachtungssatelliten, für die Ariane 5 hoffnungslos überdimensioniert ist (der letzte Start mit Helios 2B nutzte nicht mal ein Drittel der Nutzlastkapazität aus. Nach Auslaufen der Ariane 4 gab es hier keine europäische Rakete die mittelgroße Nutzlasten in diesen Orbit transportieren konnte.

Mehr zu den Plänen findet man auch in meinem Buch über Ariane 5 und Vega. Die Pläne wurden aber eingestellt, als man beschloss die Sojus vom CSG aus zu starten. Doch machen wir uns mal Gedanken, was dabei herauskommen könnte. Natürlich ist viel denkbar, wenn man neue Hardware entwickelt, wie Oberstufen auf Basis des Vinci Triebwerks oder Vulcain. Doch das ist in meinen Augen nicht sinnvoll, auch wenn es genau das ist was die Raumfahrtindustrie möchte – möglichst viele Entwicklungsaufträge anstatt Produktionsaufträge. (mehr …)

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Es ist Zeit für Meckerer

Ich bin unzufrieden. So allgemein mit der Raumfahrt und der Politik. (Sicher auch mit anderem, nur verstehe ich von dem nicht so viel). Ich habe mich gefragt, ob dies daran liegt, dass es heute mehr Möglichkeit gibt sich zu informieren, während man früher eigentlich nur größere Ereignisse in der Tageszeitung verfolgen konnte, und von dem Hickhack im Hintergrund bekam man nicht so viel mit.

Aber nein, ich denke es ist so: wir haben Grund zu meckern. Wir haben in vielen Bereichen derzeit ein heilloses Durcheinander mit Parallelentwicklungen, eingestellten Projekten und ähnlichem. Also fange ich mal an: (mehr …)

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