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Artemis durchlebt nach dem Amtsantritt von Trump gravierende Änderungen, hier nur mal eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse:
- Der Entwurf für das Finanzjahr 2026 sah die komplette Einstellung nach Artemis 4 vor.
- Die Senatoren, in denen die Hersteller der Komponenten liegen, setzten durch das Artemis 10 Milliarden Dollar mehr in den nächsten vier Jahren enthält. Wofür können sie aber nicht bestimmen.
- Der Haushalt für 2026 ging dann mit der „Great Bill“ durch, mit nur leichten Kürzungen des NASA-Haushalts, geplant waren von Trump 33 % zu streichen.
- Der auch nach etlichen Verzögerungen gewählte neue NASA-Administrator Jaredman stellte im Februar 2026 die Entwicklung der EDS-Stufe und des Lunar Gateways ein. Die neuen Booster bleiben, weil die derzeit eingesetzten STB noch Reserveexemplare vom Space Shuttleprogramm sind und der Vorrat geht zur Neige.
- Im neuen Budget Request vom April taucht wieder die allgemeine Streichung von 33 % im NASA Haushalt auf. Nur das Mondprogramm legt um 800 Millionen zu, alles andere verliert Geld. Allerdings soll auch danach das Budget für Artemis weiter sinken.
Hier der Vorschlag vom April für 2027 (das Finanzjahr 2027 beginnt am 1.10.2026):

Also ich würde für Artemis nichts planen, zumal wie ihr an dem Budget seht, ab 2028 keine SLS mehr zur Verfügung steht. Wie soll es sonst gehen? Wie sollen die Astronauten zum Mond kommen? Den Mondlander in dem man ja erst, wenn man in der Nähe des Mondes angekommen ist, umsteigt, kann man mit mehreren Tankerflügen zum Mond bringen, aber die Orion ist zu schwer für jede andere Trägerrakete. Sie wiegt 26,25 t, nach der NASA Performance Website kann eine Falcon Heavy 15,5 t in eine Mondtransferbahn befördern, eine New Glenn 7,1 t. Nur Blue Origin entwickelt derzeit einen cislunaren Transporter, der den eigenen Blue Moon vom LEO zum Mond befördert, aber ob der für die Orion ausreicht, steht in den Sternen.
Artemis – quo vadis?
(Ich muss mal meine Lateinkenntnisse aus Hollywood-Schinken raushängen lassen) Ich glaube das dies keinen Bestand hat, denn wie wir schon 2025 gesehen haben werden die Senatoren in den Bundesstaaten in den die Hersteller für SLS, Orion, SRB liegen und in jedem Falle Texas und Florida, weil dort die Missions-/Startzentren liegen, Einspruch erheben. Da gab es in den letzten zwei Runden eine parteiübergreifende Einigkeit. Vor allem scheint Jaredmann eine andere Linie als Trump zu verfolgen. Als Erstes hat er den Auftrag für den Einsatz der Centaur V auf der SLS als Ersatz für die Delta 4 Zweitstufe, die nach dem Auslaufen der Delta 4 nicht mehr produziert wird. Wäre unnötig, wenn keine SLS mehr gebaut wird. Zum zweiten will er ja eine Mondbasis aufbauen was nicht nur die SLS erforderlich macht, sondern weitere Mittel für den Aufbau. Kleinere Aufträge für weitere Projekte wie Fahrzeuge für die Astronauten, Absetzen von Fracht auf dem Mond und ein geplanter Start des zweiten Flugexemplars von Perseverance auf den Mond gab es auch in den letzten Monaten.
Was aber Bestand haben wird, ist, dass das Lunar Gateway wegfällt. Ich hielt es schon immer für überflüssig. Nur seinetwegen wurde der Haloorbit gewählt. Zum einen ist er stabil (das ist bei Mondorbits meist nicht der Fall, die 81-mal schwerere Erde und die Sonne stören stark, aber es gibt auch stabile niedrige Orbits, in einem ist seit 20 Jahren der Lunar Reconnaisance Orbiter), zum andern erlaubt er, weil der Orbit bis zu 70.000 km vom Mond wegführt, eine Kommunikation auf der Mondrückseite, wichtig für Landungen, aber auch sonst ganz nützlich.
Der Haloorbit hat den Vorteil, dass eine Mission recht wenig Geschwindigkeit abbauen muss. Orion hat eine Sollgeschwindigkeitsveränderung von 840 m/s, bei Apollo waren es 2.200 m/s. Entsprechend wenig Treibstoff braucht das europäische Servicemodul. Das ist natürlich keine echte Ersparnis, denn die Mondlander müssen die Geschwindigkeitsdifferenz aufbringen, aber die entwickelt ja nicht die NASA, sondern SpaceX und Blue Origin. Also man hat im Prinzip den Aufwand outgesourct. Dadurch kommt auch das Lunar Gateway ins Spiel: gedacht war, dass die Orion dort ankoppelt und so eine „gemütliche“ Umgebung bietet um auf den Mondlander zu warten. Dafür hätte aber ein Modul gereicht, aber man hat das zu einer Miniraumstation aufgeblasen.
Geplant war das ab Artemis 4 die SLS die EDS Oberstufe hat. Damit hätte sie mehr Nutzlast und würde bei jedem Start ein weiteres Modul für das Gateway befördern. Braucht man kein Gatewaay, so braucht man keine EDS, so die einfache Logik von Milliardären die NASA Administratoren werden. Das die EDS fertig entwickelt ist und als sie eingestellt wurde, schon in der Qualifikation war, der letzten Phase bevor sie einsatzfähig ist, zählt da nicht. Hat aber Tradition. Schon beim Constellation Programm wurde das J-2X vollständig zertifiziert, aber dann für die EDS nicht übernommen, da zu schubkräftig. Hat damals auch schon einige Milliarden Dollar gekostet.
Die Frage ist auch, wie man die Lunar Base aufbauen will. Im Budget bekommt auch die Orion immer weniger Geld und stattdessen wird alles in den Posten „Infrastructure & Transportation“ gesteckt. Da steckt wohl die Mondbasis drinnen. Nur wie kommt die zum Mond? Und wie die Astronauten ohne Orion? Bei den typischen Entwicklungszeiträumen in der bemannten Raumfahrt müsste man schon jetzt mitten in der Entwicklung sein, damit es rechtzeitig zur Verfügung steht und kommerziell geht es zwar schneller, aber nicht unbedingt so schnell wie das Budget annimmt. Bei CCDev vergingen 6 Jahre vom letzten Kontrakt bis zum ersten bemannten Testflug, das Lunar Starship ist 5 Jahre nach der Auftragsverteilung immer noch nicht so weit, selbst nach der SpaceX Website, die durch besonders optimistische Zeitpläne glänzt, nicht vor „early 2028“, also auch sieben Jahre nach Auftragsvergabe im April 2021. Also wenn man heute noch nicht mal einen Auftrag vergeben hat, würde ich nicht vor Mitte 2030 mit dem ersten Labormodul rechnen.
Die Orion zum Mond ohne SLS
Sicher kann man eine Orion auch ohne SLS starten genauso wie das Lunar Starship oder beim Blue Moon sind dann eben mehrere Flüge und Auftankdepots und eine weitere Stufe nötig. Es gibt prinzipiell zwei Ansätze: beherrscht man das Auftanken von großen Stufen im Orbit und kann die Verdampfungstemperatur minimieren, so kann man eine Raketenstufe/Vehikel konstruieren, das man zuerst im Leo auftankt, dann die Orion startet (mit 26,25 t Masse gäbe es drei US-Träger die sie in einen LEO transportieren könnte) und dann bringt der Transporter die Orion zum Mond. Alternativ, wenn man die Technologie nicht beherrscht und in der Entwicklung billiger, startet man eine Orion und dann die normalen Träger nur ohne Nutzlast mit einem Koppeladapter an der Oberstufe. Die Orion dockt an die passive Oberstufe an und sie wird erneut gezündet. Jede Zündung hebt den Orbit etwas an und mit zwei, maximal drei Starts wäre man auch beim Mond. Wenn man dazu parallel mehrere verschiedene Träger nimmt, z.B. New Glenn und Falcon Heayv müsste auch die Besatzung der Orion nur kurz im Erdorbit bleiben, da man jede Rakete startbereit auf einer eigenen Startrampe haben kann, wenn die Orion startet.
Nach meinen Erfahrungen gibt es aber immer Überraschungen, wenn man eine neue Technologie einführt. Die Erfahrung macht auch seit drei Jahren SpaceX beim Starship. Und das Blue Origin Konzept funktioniert nur mit Auftanken von kryogenen Flüssigkeiten und Zero-Boiloff-Technologie. Auftanken im Orbit ist nicht neu, aber bisher erfolgt das mit lagerfähigen Treibstoffen die nicht verdampfen und bei druckgeförderten Triebwerken mit Drucktanks. Da entlüftet man einfach einen Tank am Ziel und der Druck treibt den Treibstoff bis zum Druckausgleich rüber. Wiederholt man dies, so kann man den Treibstoff weitestgehend transferieren. Den Rest nutzt man für den eigenen Antrieb. Ob das bei großen Raketenstufen, die nur für geringe Überdrücke ausgelegt sind, genauso gut funktioniert, vor allem wenn der Zieltank viel größer ist, wird man erst bei den Versuchen feststellen. Mein Einsatz mit dem Ankoppeln unveränderter Oberstufen braucht dagegen nur einen Koppeladapter an der Oberstufe.
Aber wir haben ja noch einige Jahre Zeit, 2028 wird erst mal im Erdorbit getestet und die SLS für die nächste Artemis dürfte auch schon in der Fertigung sein. Dann reden wir von 2029+ und dem Ende von Trumps zweiter Amtszeit und beim nächsten Präsidenten kann auch alles anders sein. Meine persönliche Vermutung ist aber das spätestens die Chinesen vor den Amis landen das ganze Programm eingestampft wird wie damals das sowjetische Mondprogramm, nachdem die USA schneller waren. Und China hat im letzten Jahr Prototypen ihres Mondlanders im Erdorbit getestet und eine Stufe ihrer Langer Marsch 9, die chinesische Mondrakete.
Was kann man jetzt machen, um schneller zu sein? Meiner Rechnung nach transportieren die SLS mit Delta 4 Oberstufe wie auch der Centaur rund 33 t zum Mond. Die NASA gibt nur >27 t an. Vielleicht ist die Angabe auch nur auf die Masse der Orion ausgelegt, sonst würde man sich wohl fragen, warum eine Rakete 33 t zum Mond transportiert und Orion nur 26,5 t wiegt. Da es jetzt nicht in den Haloorbit, wegen des fehlenden Gateway gehen muss, kann man die Mission abändern: Apollo brauchte rund 900 m/s um in eine 100 km Umlaufbahn einzuschwenken, das absolute Minimum liegt bei 800 m/s, setzt aber eine günstige Geometrie voraus. Ich sehe zwei Möglichkeiten die 6+ t Mehrnutzlast zu nutzen:
Man erweitert das europäische ESM um weitere Tanks. Das wäre die vernünftigste und einfachste Lösung. Ich befürchte aber das die ESA, nachdem sie beim Lunar Gateway einfach vor vollendete Tatsachen gesetzt wurde, da nicht mitmacht. Die ESA hätte ein Modul fürs Gateway gestellt und ein weiteres zusammen mit der JAXA gebaut. Die Tanks für das ESM fassen 2000 liter und wiegen 110 kg. Die Tanks braucht man paarweise. Beim ESM sind es vier Tanks die 9.000 kg fassen, davon 8.600 kg nutzbar. Pro Tank also 2.150 kg. Würde man zwei weitere Tanks einbauen, so würden sie 4.300 kg nutzbaren Treibstoff (4500 insgesamt) aufnehmen und 220 kg Gewicht addieren. Das wären 4.720 kg Mehrgewicht und die wären bei 33 t Nutzlast transportierbar. Das würde das Δv von Orion von 840 auf rund 1.300 m/s erhöhen. Zieht man 100 m/s für Reserve und Koppelmanöver ab so sind dies 1.200 m/s. Das reicht nicht, um in einen 100 km Orbit einzuschwenken aber ein 100 x 3.700 km Orbit wäre möglich, der – kleiner Nebeneffekt für die Öffentlichkeitsarbeit – tolle Aufnahmen des Vollmondes (auch der Rückseite und Pole) aus ganz neuen Perspektiven ermöglicht.
Der wesentliche Nutzen wäre das dies bei den Landern viel Treibstoff spart. Derzeit sieht es so aus (reines Δv ohne Gravitationsverluste, Schweben etc):
Einschwenken in den Haloorbit: 420 m/s
- Landung: 2389 m/s
- Rückstart: 2389 m/s
- Summe: 5189 m/s
Im 100 x 3700 km Orbit wäre man bei:
- Einschwenken in den Orbit: 600 m/s
- Landung: 2002 m/s
- Rückstart 2002 m/s
- Summe: 4604 m/s
Das sind 585 m/s weniger. Klingt nach wenig, entspricht bei einem spezifischen Impuls von 4420 m/s (Blue Moon) aber einer Gewichtsreduktion um 14 %, ein 30 t schwerer Mondlander würde dann nur noch 26,3 t wiegen, weiteres Gewicht (etwa 0,2 t) kann man durch kleinere Tanks einsparen. Daneben macht es ihn kleiner, was bei der Höhe nicht schlecht ist. Noch drastischer wäre es beim Starship. Bei einem spezifischen Impuls von 3.600 m/s sind es hier 17,6 Prozent weniger Startmasse, was bei derzeit 15 geschätzten Tankflügen zwei (2,6) Flüge einsparen würde, wahrscheinlich drei, weil nach SpaceX Plänen das Auftanken ein halbes bis ein Jahr braucht und man so früher fertig ist, was die Verdampfungstemperatur reduziert.
Die zweite Möglichkeit ist es die Centaur V angekoppelt zu lassen und ihren Restreibstoff zu nutzen. Sie führt dann die Einbremsung in den Orbit durch. Rechnet man 100 m/s Reserve für Koppelmanöver, Lageänderung und Feinkorrekturen, so kann das Servicmodul 740 m/s nutzen, um den Orbit wieder zu verlassen. Idealerweise würde die Centaur also 740 m/s aufbringen. Die Leermasse der Centaur V ist nicht bekannt, in meiner Simulation habe ich einfach den gleichen Strukturfaktor wie die Single-Engine Centaur der Atlas V angenommen, das sind dann 5.800 kg bei 54.500 kg Treibstoff. Ich denke, es geht besser, weil die Avionik, Batterien, Sender/Empfänger immer gleich viel wiegen egal wie schwer die Stufe ist. Daneben wiegt die Stufe 2,7-mal mehr als die SEC-Centaur, hat aber nur die doppelte Triebwerkszahl. Als Gegenbeispiel sei die für die Vulcan vorgeschlagene ACES Stufe auf derselben Technologie genannt, die mit 67 t etwas schwerer ist mit 8 % Trockenmasse. Ihre Leermasse würde skaliert auf die Centaur V 4,8 t trocken wiegen. Wahrscheinlich liegt die Wirklichkeit dazwischen, z.B. bei 5,3 t. Bei 5,8 t Trockenmasse hat die Centaur noch 5,9 t Treibstoff, wenn sie eine 27 t schwere Orion in eine TLI befördert. Das würde ausreichen, wenn man den Treibstoff komplett verbraucht, um die Orion um 736 m/s abzubremsen. Mit einer 5,3 t schweren Centaur wären es 840 m/s. Da man mit der Orion noch nachjustieren kann, könnte man den ganzen Treibstoff aufbrauchen, normalerweise lässt man bei bemannten Missionen immer große Reserven übrig. Das Minimum, das die Centaur liefern muss wären 300 m/s, dann wäre man in einem ersten, wenn auch instabilen Mondorbit, den man mit der Orion nachjustieren kann.
Allerdings stellte ich beim Nachrecherchieren fest, dass eine Centaur für die SLS deutlich schwerer ist, 7.123 kg trocken, dann sinkt das Δv auf 580 m/s. Trotzdem würde im Mittel auch eine Abbremsung um 600 m/s resultieren (580 + 700 m/s)/2 = 690 m/s. Die Centaur ist für längere Missionen bis zu 10 Stunden ausgelegt. Wenn man die Orion zur Sonne ausrichtet, sodass die Centaur im Schatten der Orion und ihrer Solarmodule liegt, sollte der Treibstoff auch für die drei Tage einer Mondmission flüssig bleiben. Es sollte also klappen.
Ich sehe also zwei Möglichkeiten wie man den Mondlandern das Leben leichter machen könnte, was sicher SpaceX freuen dürfte.
Nun wirds echt Heavy …
Beim Schwimmen – Sport regt ja das Denken an und was anderes machen kann man auch nicht – kam mir eine Idee: Warum setzen wir die SLS Kernstufe nicht einfach auf die Super Heavy und lassen die beiden Booster weg. Warum das klappen könnte? Nun weil:
- Die Super Heavy hat einen Durchmesser von 9 m, die Core-Stage von 8,38 m, da kann man mit einem Adapter vermitteln. Er muss vielleicht etwas länger sein als zum Starship.
- Es wird ein Hot-Staging durchgeführt, das ist wichtig, weil die RS25 für eine Bodenzündung also nicht unter Schwerelosigkeit ausgelegt sind. Eventuell explodiert dabei die Superheavy, weil die Triebwerke länger zum Hochlaufen brauchen.
- Die Core-Stage ist leichter als das Starship
- Die Super Heavy war in dem Missionsteil bis zur Stufentrennung bisher ohne Probleme seit Flug 2. Danach klappte nicht immer alles aber das muss die NASA nicht interessieren.
In einer ersten Simulation habe ich die Wiederverwendung ausgeschlossen, die Super Heavy mit 300 t Leermasse modelliert (für V1 wurden 200 t genannt, aber wahrscheinlich ist sie wie das Starship schwerer als geplant). Das führt zu einer hohen maximalen Beschleunigung.
In der zweiten Runde habe ich die Raptors so im Schub reduziert, das man auf 1,25 g Startbeschleunigung kommt, das reduziert die maximale Beschleunigung, aber auch die Nutzlast. In der Praxis würde man einfach zum Brennende die Raptors herunterfahren, das kostet weniger Nutzlast.
Zuletzt ist die Centaur für die Nutzlast zu klein und ich habe sie weggelassen. Das hat den Vorteil das die schwere Corestage nicht in einem elliptischen Erdorbit landet, sondern auf den Mond gelenkt werden kann.
Weil die Nutzlast jenseits von Gut und Böse ist, habe ich dann noch eine Simulation mit 16 % Resttreibstoff ausgeführt. Bei den Testflügen bleibt 14 % Treibstoff in den Tanks, aber hier wird die Abtrennung bei höherer Geschwindigkeit durchgeführt.
| Version | Nutzlast 200 x 450.000 km TLI | Spitzenbeschleunigung |
| Superheavy + Core + Centaur V | 100 t | 54 m/s |
| Superheavy schubreduziert + Core + Centaur V | 85 t | 42 m/s |
| Superheavy schubreduziert + Core | 75 t | 44 m/s |
| Superheavy wiederverwendbar + Core + Centaur V | 60 t | 46 m/s |
Nur zur Erinnerung: 100 t sind die doppelte Nutzlast von Apollo, mehr als Blue Moon und Orion zusammen wiegen. Stattdessen führt SpaceX 15 Flüge des Starships durch das noch mal 600 t pro Start schwerer ist um nur ihren Mondlander zu starten. Das ist, wie wenn ein Spediteur einen 40 Tonner durch 15 Kleinbusse ersetzt. Echt ökonomisch, kein Wunder das die Firma Verluste macht.
Die explosive Bedeutung dieser Option ist die: Die SuperHeavy existiert, die Nutzlast ist riesig. Derzeit braucht man für eine Artemis-Mission: einen SLS Start und 15 Starship Starts oder drei New Glenn Starts, nun geht das alles mit einem Start. Die New Glenn ist derzeit auf 35 t LEO Nutzlast beschränkt, drei Starts transportieren dann einen 30 t Mondlander mit zwei Auftankflügen, bei dem Ausbau auf 45 t könnte er 40 t schwer werden. Die Orion wiegt 27 t, maximal 28 t darf sie bei der SLS wiegen. Mit 60 bis 70 t TLI-Nutzlast, die alle Planspiele bis auf die letzte Konfiguration erreichen, gelangt also beides zum Mond. Damit muss man nicht warten bis die New Glenn ihre Kinderkrankheiten abgelegt hat und das Starship mal in kurzem Abstand erfolgreich fliegt und das Auftanken funktioniert. Aber ich denke, man wird weiter wursteln bis China zuerst gelandet ist, derzeit für 2030 geplant. Da es 2028 erst mal nur in den Erdorbit geht, wirds knapp und ich wage zu prophezeien: wenn China zuerst landet, dann wird Artemis eingestampft. (Hatte ich das schon erwähnt?)
Ach ja einen kleinen Schönheitsfehler gibt es noch: mit der SuperHeavy macht man sich abhängig von einem CEO, der bei einem Streit mit Trump schon mal angekündigt hat, niemanden mehr zur ISS zu schicken und das sollte man ernst nehmen. Als er im Oktober 2022 eine Umfrage online stellte, nach der man in den besetzten Gebieten einfach über die Zugehörigkeit zu Russland/Ukraine abstimmen sollte (ja klar, so demokratisch wie in Russland eben Wahlen sind) und da Kontra von Selenskyj bekam, hat er Starlink kurzzeitig für die Ukraine abgeschaltet. Dieser Mann schreckt also nicht davor zurück Menschen zu opfern, wenn er beleidigt ist. Daneben hat er sich in den letzten Jahren radikalisiert, also wenn ich im DoD oder bei der NASA wäre, ich würde alles was geht nicht mit SpaceX starten, denn was passiert, wenn er wieder mal Ärger mit Trump hat? Das lohnt die eingesparten Dollars beim Start sicher nicht.
„Meine persönliche Vermutung ist aber das spätestens die Chinesen vor den Amis landen das ganze Programm eingestampft wird wie damals das sowjetische Mondprogramm.“
Denke ich auch. (Das Szenario einer bestimmten Fernsehserie hielt ich ja schon immer für Quatsch.)
Mal sehen für was das Power and Propulsion Element des Gatewaysnun umgewurstelt wird. Wäre ja nicht das erste Mal….
„hat er Starlink kurzzeitig für die Ukraine abgeschaltet. Dieser Mann schreckt also nicht davor zurück Menschen zu opfern, wenn er beleidigt ist“
Ich kann mir nicht erinnern, dass Starlink in der ganzen Ukraine ausgeschaltet wurde, was die Formulierung „hat er Starlink kurzzeitig für die Ukraine abgeschaltet“ suggeriert. Die Hintergründe habe ich auch etwas anders in Erinnerung, aber dazu habe ich zu weinige gesicherte Hintergrundinformationen, um darüber ernsthaft zu diskutieren.
Interessanter für mich ist aber, dass es Dir gelungen ist zu bemerken, dass dank Starlink jeden Tag in der Ukraine Menschenleben gerettet wird. Da können wir alle sehr froh sein, dass Elon damals sich nicht beirren ließ, seinen Weg gegangen ist und Starlink trotz Gegenwind aufgebaut hat.
Es gab viele Stimmen, die behauptet haben, dass dies nicht wirtschaftlich wird, technisch nicht wirklich sinnvoll ist, vermutlich zur SpaceX-Pleite führen wird usw., erinnerst Du Dich noch, was Du damals geschrieben hast, Bernd?
Schon mal die Bilanz gelesen? Launch Busniness der von Dir so gelobten Falcon 9 macht Verluste, SpaceX als ganzes macht verluste und Menschenleben hat er auch nicht gerettet denn wie erst vor wenigen Monaten bekannt wurde wurden 4 Jahre jahrelang eine russische Nutzung von Starlink geduldet erst im Februar wurden Maßnahmen ergriffen. Das nennst Du Menschenleben retten?
https://www.zdfheute.de/politik/ausland/musk-starlink-ukraine-krieg-russland-100.html
Ist es Dir auch gelungen den Text, den Du verlinkt hast, vollständig zu lesen und zu versehen? Zum Beispiel den Satz „Die Ukraine setzt das Starlink-System bereits seit 2022 erfolgreich im Krieg für die Verteidigung gegen die russischen Angriffe ein.“?
Offenbar war Ukraine mit Starlink so erfolgreich, dass Russland auch versuchte die Technik einzusetzen, was teilweise auch geschah. Als dies klar wurde, hat man Schritte dagegen unternommen, dafür musste aber zuerst Ukraine etwas tun, damit SpaceX die „ukrainischen“ von den „russischen“ Terminals unterschieden kann. Es wurden ja keine Terminals an Russland geliefert, es wurden aber einige geschmuggelt, offenbar wurden auch welche von prorussische Ukrainer den Russen bereitgestellt, was aus dem Satz abgelesen werden kann: „Zudem heißt es, es seien Sicherheitsmaßnahmen ergriffen worden, damit prorussische Ukrainer solche Geräte nicht auf ihren Namen für die russischen Streitkräfte registrieren.“ – steht in dem von Dir verlinktem ZDF-Artikel.
Nachdem Ukraine eine „Whitelist“ mit den benutzen Terminals als SpaceX gesendet hat, wurden gleich die anderen deaktiviert, was natürlich nicht möglich war ohne zu wissen, welche Terminals Ukraine und welche Russland verwendet.
Ukraine setzt ca. 40.000 Terminals ein, man kann davon ausgehen, dass Ukraine in viel größerem Masse Starlink eingesetzt hat als Russland, jetzt wo es den Russen praktisch unmöglich gemacht wurde, hat Ukraine einen wohl strategischen Vorteil.
„also wenn ich im DoD oder bei der NASA wäre, ich würde alles was geht nicht mit SpaceX starten“
In Grunde genommen macht NASA das sogar aktuell, alles, was mit SpaceX-Raketen gestartet wird, kann momentan nicht mit einer anderen Rakete gestartet werden. Warum?
New Glenn: grounded
Vulcan Centaur: grounded
Antares: startet frühestens 2027
Atlas V: nur noch wenige Raketen, alle ausgebuchte, für neue Missionen nicht mehr verfügbar
Neutron: Noch nicht fertig, Erststart frühestens 4 Quartal 2026
Ariane 5: keine US-Rakete, wenn das kein Problem wäre, dann trotzdem keine kurzfristige Alternative, weil ausgebucht.
NASA hat versuchte bei den ISS-Transporten mehrere Firmen einzubinden: zwei für Mannschaftstransporte (SpaceX und Boeing) und sogar drei für Cargo. Nach allen diesen Jahren Wartezeit wird nach wie vor nur eine einzige Rakete aus USA für Flüge zur ISS eingesetzt: Falcon 9 von SpaceX.
Dass Du keine SpaceX-Raketen nutzten würdest ist klar, Du magst die Firma ja nicht. Für die NASA hat sich SpaceX aber als der zuverlässigste Lieferant erweisen, mit riesigem Abstand besser als Wettbewerb, was besonders bei dem ISS-Transportverkehr sichtbar ist. Hast Du nicht mal geschrieben, dass Taten wichtiger als Worte sind? Gilt das noch?
Wenn das Dod oder nasa heute einen Auftrag erteilen startet die Rakete meist erst in 2 Jahren, ist allgemein bekannt.
Hätten sie das für das starship gemacht dann wären sie genauso arm dran. Vulvan und New Glenn haben ja wenigestens schon mal Nutzlasten transportiert, anders als das Sarship und das schneller nach dem Jungfernflug. Wenn Du so gerne vergleichst, wie lange dauerte es denn vom ersten Falcon 9 Start bis zum ersten bezahlten Start?
Und keiner der CEO irgendeiner Raumfahrtfirma, egal ob USA oder international hat außer Musk damit gedroht VerTragsbruch zu begehen. Was nützen die Falcon 9 Trägerraketen wenn der CEO nicht will das sie starten? Im Übrigen läuft das ja beim Starship so: da gibt es einen Vertrag mit der NASA, 2,9 Mrd Dollar sind bisher geflossen und SpacEx hat nichts mit dem Starship gemacht um der Vertragserfüllung beim HLS nachzukommen. Für diesen Auftrag ist es völlig unerheblich ob die Sueprheavy oder das Starship wiederverwendet werden, seit Flug 3 haben 6 von 9 Flügen einen Suborbit erreicht. Kein Betankungstest wurde seitdem druchgeführt geschweige denn das man einen Mondlander startet. Und wenn der CEO es will sind deine Falcon 9 so schnell weg vom Fenster wie Du „Hoppla“ sagen kannst, denn dann schiebt er alle Starts auf das starship.
Die Falcon 9 nützen nichts wenn der CEO nicht will, Korrektur: während ich das schreibe ist das schon die wahrheit:
https://www.heise.de/news/Umstieg-aufs-Starship-SpaceX-lehnt-angeblich-Reservierungen-fuer-Falcon-9-ab-11376853.html
Aber du hast recht, dass Musk ein radikaler Irrer ist habe ich erst viel später als andere erkannt.
„Hätten sie das für das starship gemacht dann wären sie genauso arm dran.“
Richtig, deshalb wenn es geht, wird eine Falcon gebucht, Du weißt noch, dass die von SpaceX gebaut wird?
„Vulvan und New Glenn haben ja wenigestens schon mal Nutzlasten transportiert“
Richtig, New Glenn hat es sogar geschafft beim ersten Start eines schweren Kommunikationssatelliten zu versagen, der Satellit ist verloren. Insgesamt war es der dritte Start, die Erfolgsrate beträgt also aktuell ca. 67%. Ist das für Dich wirklich ein positives Beispiel?
Ja, denn bei derr Faclon 9 war es noch schlimmer bei den ersten Starts. Das bei der esten Rakete eines Unternehmens es mehr Fehlstarts gibt ist normal. Bei der Faclon 1 scheiterten die ersten drei Starts, erfolgsquote 0 % und Die Vulcan ist einsatzfähig.
„Ja, denn bei derr Faclon 9 war es noch schlimmer bei den ersten Starts.“
„Die Vulcan ist einsatzfähig.“
Ja, die ersten drei Starts der Falcon 1 waren ein Desaster, die ersten drei Starts der Falcon 9 waren aber durchaus erfolgreich.
Die Behauptung „Ja, denn bei derr Faclon 9 war es noch schlimmer bei den ersten Starts.“ ist also falsch.
Merke: Falcon 1 ist nicht gleich Falcon 9.
Zweitens habe ich hier nicht von Vulcan geschrieben, sondern von New Glenn.
Was Vulcan betrifft, diese Rakete ist ok und grundsätzlich einsatzfähig, allerdings aktuell „groundet“ und kann momentan nicht starten, bis die letzten „Anomalien“ aufgeklärt sind.
„Wenn Du so gerne vergleichst, wie lange dauerte es denn vom ersten Falcon 9 Start bis zum ersten bezahlten Start?“
Beim Falcon 9 wurde bereits der erste Start bezahlt. Das war schon damals eine beeindruckende Rakete, die erste Version war zwar relativ einfach und es gab durchaus Probleme, die mit der Zeit aber gelöst wurden. Die wirklich guten Raumfahrtexperten haben sehr früh das Potential dieser Rakete erkannt und hielten sie für langfristig überlegen. Viele Beobachter und Raumfahrtenthusiasten waren der gleichen Meinung. Allerdings diejenigen, die Deine Seite und Deinen Blog lesen und sich von Deiner Abneigung gegenüber SpaceX einstecken ließen, haben vermutlich erst Jahre später erkannt, wie gut Falcon 9 tatsächlich ist.
Nein, die ersten Flüge fanden unter COTS statt. Da wurde gar nichts für die Rakete bezahlt sondern für eine Demontration. SpacEx hätte problemlos eine andere Rakete nehmen können. Und was damals wer behauptet hat weiß ich noch ganz genau, anders als du. Echte Raumfahrtexperten und -enthusiasten posten auch nicht bei jedem Blog wo nur mal irgendwo im Text das Wort „Falcon“ (hier nicht mal „Falcon 9“) auftaucht. Das machen nur von einem Thema bessene wie Cato der Ältere.
„Nein, die ersten Flüge fanden unter COTS statt. Da wurde gar nichts für die Rakete bezahlt sondern für eine Demontration“
Das betrachte ich als Haarspalterei. So gesehen könnte man auch behaupten, dass nie für die Rakete bezahlt wird, sondern z.B. für Dienstleistung einen Satelliten in Orbit zu bringen. Besonders sichtbar bei Wiederverwendung der Erststufe, da bezahlt der Kunde für den Transport der Nutzlast in den Orbit, die Erststufe bleibt im Besitz von SpaceX und wird bei weiteren Kunden verwendet. Trotzdem kann man umgangssprachlich sagen, dass für Rakete oder für Raketenstart bezahlt wird. Tatsächlich bezahlt man für den Transport in den Orbit, ich glaube dass hast Du auch Mal im Blog bei einer Diskussion betonnt.
„Das machen nur von einem Thema bessene wie Cato der Ältere.“
Willst Du mich tatsächlich mit dem römischen Feldherr, Geschichtsschreiber, Schriftsteller und Staatsmann „Marcus Porcius Cato der Ältere“ vergleichen? Falls ja, dann vielen dank für das Kompliment.
Zeigt nur das Du wie in den anderen Kommentaren ersichtlich keine ahnung hast. Nur zu den obigen: Erster Falcon 9 flug endete taumelnd im Orbit, eine echte Nutzlast wäre verloren gewesen. Dritetr flug: Test der Wiederzündung der Oberstufe unterblieb, sie fiel vorher aus. Alle ersten Start (verfolgt habe ich es bis flug 6, später habe ich es aufgegeben) hatten Bahnparameter die von den Toleranzen im Users Manual abwichen, damit bei komemrziellen Starts Fälle für die Versicherung.
Bei COTS / CCDev wird Nutzlastbeförderung gekauft. Weder ist vorgeschrieben wie noch mit welcher Rakete, sonst könnte Orbital ja nicht von der antares auf die Atlas V wecheln.
Cetersom censo Spacex est deledam.
„Zeigt nur das Du wie in den anderen Kommentaren ersichtlich keine ahnung hast.“
Eine sachliche Kritik wäre schöner. So ein allgemeiner Satz könnte wie ein Indiz wirken, dass Du keine oder kaum sachliche Argumente hast.
Auf Deine Kritik der Falcon 9 bei der ersten drei Flügen kann man mit dem deutschen Sprichwort antworten: „ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss“. Wie Du richtig bemerkt hast, die ersten Falcon 9 Raketen wurden im Rahmen von COTS / CCDev von der NASA bezahlt. Hier hat die Falcon 9 ihre Aufgabe erfüllt, die ersten drei Starts gelten als Erfolg.
Damit Falcon 9 auch für Satellitenstarts, insbesondere für GTO-Flüge bereit war, waren noch einige Iterationsschritte nötig, die in den nächsten Monaten bzw. Jahren vorgenommen wurden.
“Cetersom censo Spacex est deledam.”
„Cetersom censo Spacex est deledam“ bedeutet auf Deutsch „Abgesehen davon ist SpaceX offenbar gescheitert.“
Wenn Du das in Bezug auf Falcon 9 wirklich glaubst, dann komme ich zum Schluss, dass Deine Neigung zum Halluzinieren (im Bezug auf Falcon 9) die meisten KI-Agenten übersteigt.
Hoc tam per se manifestum esse censeo ut explicatione non egeat.
Im orignal war das das Ende jeder Rede Catos im Senat (ein wort ausgetauscht) „Im übrigen meine ich das Karthago zerstört werden muss“. Der Mann war auf Karthago genauso fixiert wie Du auf die Falcon 9, nun ja die werden ja ab 2028 nur noch selten Fliegen.
Verstehe. Ich schreibe hier nur dann, wenn ich den Eindruck habe, dass ich etwas Sinnvolles beitragen kann. Wenn ich die gleiche Meinung wie Du habe oder wenn ich Deine Meinung zwar nicht teile, aber keine starken Argumente dagegen habe, dann spare ich meine Zeit und die Zeit der Leser und schreibe gar nichts.
Du magst SpaceX offensichtlich nicht und möchtest negativ darüberschreiben. Starship bringt aktuell sehr viel Angriffsfläche. Du kannst die Entwicklung sehr kritisch beschreiben und gleichzeitig sachlich bleiben. Das ist natürlich absolut ok, es gibt hier für mich weniger Raum für Kommentare, oft hast Du absolut oder zumindest weitgehend Recht. Wenn Du dich irren solltest, dann ist es nicht offensichtlich und wird sich erst in der Zukunft zeigen.
Bei Falcon 9 ist das anders, das ist die erfolgreichste westliche Rakete aller Zeiten, hier ist es relativ schwer Angriffsfläche für Kritik zu finden. Deswegen verwendest Du meiner Meinung nach beim Thema Falcon 9 oft Halbwahrheiten, die ich, falls ich Zeit habe, gerne korrigiere.
Vermutlich das ist der Grund, warum bei Dir der Eindruck entstanden ist, dass ich auf Falcon 9 fixiert bin.
In dem Blog kam die Falcon 9 gar nicht vor. Wenn Du permanent die Falcon 9 über den Busch lobst bei allen Blogs auch bei denen sie gar nicht vorkommt und alle anderen Träger runter machst, dann erscheinst Du mir wie der verborte Cato, der übrigens starb bevor Rom den dritten punischen Krieg begann. (ja auch habe nicht nur ahnung von Raumfahrt)
„In dem Blog kam die Falcon 9 gar nicht vor.“
Richtig, in dem Blog kann nur die Falcon Heavy vor, die große Schwester der Falcon 9. Wenn ich aber in dem Blog nach „Falcon 9“ suche finde ich in den Kommentaren als erstes Deinen Satz: „Launch Busniness der von Dir so gelobten Falcon 9 macht Verluste“. Übrigens auch ein schönes Beispiel für eine Halbwahrheit, hier wird suggeriert, dass SpaceX mit der Falcon 9 Verluste erleidet, was eine offensichtliche Unwahrheit ist.
Auch später schreibe ich über Falcon 9 immer als Antwort auf Deine Kritik, beantworte Deine Frage bzw. erinnere, dass NASA aktuell auf diese Rakete angewiesen ist. Ich verstehe nicht, wie Du auf das Wort „verbort“ kommst.
„ …Cato, der übrigens starb bevor Rom den dritten punischen Krieg begann. (ja auch habe nicht nur ahnung von Raumfahrt)“
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So wie Du es scheibst passen diese beiden Sätze wunderbar zusammen.
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Cato starb im Jahre 149 v. Chr., in demselben Jahr begann auch der Dritte Punisch Krieg. Allerdings sind sich die Historiker einig, Cato hat den Beginn des Krieges erlebt, Deine Behauptung „Cato, der übrigens starb bevor Rom den dritten punischen Krieg begann“ ist historisch falsch. Das Ende und Zerstörung Carthagos erlebte er tatsächlich nicht. Allerdings kann man durchaus sagen, dass sein Vermächtnis wirkte, die Römer sind offenbar auch posthum seinem Rat gefolgt und haben die Stadt zerstört.
Übrigens nein, ich behaupte hier ausdrücklich nicht, dass ich mich besonders gut mit der Geschichte des alten Roms auskenne. Es reicht allerdings, um Deine falsche Behauptung als solche zu erkennen und zu widersprechen. Das erinnert mir irgendwie an unsere SpaceX-Diskussionen.
Ja das bewesit doch genau was ich sage: Du behauptest das etwas absolt sicher sein, was du nie überprüft hast. Tatsache ist: es gibt weder ein auf den Tag bekanntes Datum für den Beginn des punischen Kriegs noch eines für den Tod Catos. Nur das beides 149 v..Chr, erfolgte. Zudem gab es nach Ankunft der römischen Flotte zuerst verhandlungen und erst als diese scheiterten kann man vom Krieg sprechen.
Nur die deutschspracheige Wikipedia behauptet das er nach Ausbruchs des Kriegs gestorben ist, quelle ist aber keine antike Quelle. Bei der englsichsprachigen Wikipedia findet sich darüber keine Bemerkung. Soviel zu der Behauptung “ Allerdings sind sich die Historiker einig“. So langsam denke ich ist das keine absicht, sondern Du prüfst nie was nach.
Du hast also bei deiner „Recherche“ geschafft, sowohl die deutsche als auch die englische Version des Artikels zu überprüfen, gratuliere!
Ein kleiner Tipp meinerseits: wenn deutsche Version behauptet, dass Kato den Anfang des Krieges erlebte, und die englische Seite nichts dazu sagt also neutral ist, dann insgesamt haben wir hier ein Indiz, dass Katho tatsächlich den Anfang des Krieges erlebt hatte. Warum behauptest Du in Deinem Beitrag am 27. Juli 2026 das Gegenteil?
Hier noch ein Tipp: Wikipedia ist nicht die einzige Quelle des Wissens im Internet. Wenn Du Dir nicht sicher bist, kannst Du auch google.de verwenden. Z.B. kannst Du bei google.de angeben:
„Gibt es antike Quellen die belegen, dass Cato der Ältere den Anfang des Dritten Punischen Kriegs erlebt hat?“
Dann kriegst Du eine für Dich überraschende Antwort:
„Ja, antike Quellen belegen übereinstimmend, dass Cato der Ältere den Ausbruch des Dritten Punischen Krieges im Jahr 149 v. Chr. noch erlebt hat, die Zerstörung Karthagos im Jahr 146 v. Chr. jedoch nicht mehr erlebte.“
Dann wird noch Plutarch, Cicero und Apian als antike Quellen angegeben, mit weiteren Angaben.
Hier noch ein Tipp: Den ganzen Text lesen! Manchmal ist die Antwort von google erst verständlich, wenn man den ganzen Text gelesen hat.
Dass Cato kurz nach dem Ausbruch des Krieges starb, ist ebenfalls klar, niemand hat etwas Gegenseitiges behauptet.
Dass die Falcon 9 nicht mehr so oft fliegen wird, scheint aber nicht so ganz zu stimmen. Zumindest hat ein „Yatharth Mann“ auf Twitter behauptet, dass er diese falschen Nachrichten an verschiedene Agenturen, unter anderem Bloomberg, geschickt und sich als Insider ausgegeben hat. Und genau auf diesen anonymen Insider beziehen sie sich und haben diese Informationen ungeprüft übernommen. Es gibt ansonsten nur ein paar Kunden, die wohl berichtet haben, dass für nach 2028 momentan keine Rideshare-Missionen (Transporter oder Bandwagon) gebucht werden können. Dazu gibt es aber auch keine offiziellen Aussagen.
Klar ein anonymer „Yatharth Mann“ ist viel zuverlässiger als Bloomberg, AP oder Reuters und deswegen hat SpaceX diese Falschmeldung ja auch nie demintiert.
Ich poste es mal hier, weil es auch Artemis betrifft.
https://www.techtimes.com/articles/321517/20260724/nasa-lost-1-5-workers-last-year-watchdog-finds-25-36-projects-struggling.htm
Eigentlich keine Überraschung, bei den anderen Behörden war es genauso.
Erst massive Einschnitte durch DOGE (welcher im Artikel nicht genannt wird), ein Riesenverlust an erfahrenen Mitarbeitern und nun versucht man verzweifelt Ersatz zu finden.
Erinnert an die Entlassungswelle nach Apollo. Das war ein Grund warum das Space shuttle nicht 1977 zum ersten Mal flog, sondern 1981.
Und wenn man den Beitrag liest wird klar, das die Entlassungen durch DOGE nicht zu Einsparungen sodnern Mehrkosten geführt haben, weil Raumfahrtprojekte die verzögert werden immer mehr kosten, nie weniger.
Die Entlassungen durch DOGE haben leider in jedem Sektor zu Mehrkosten geführt. Es war halt ein Ideologie getriebendes Projekt.
Post Apollo war wenigstens halbwegs zu rechtfertigen, da das NASA Budget während dessen Hoch Zeit knapp unter 4,5% des Gesamthaushalts betrug. (Heute sind es laut Google angeblich nicht mal mehr 0,5%. )
No Bucks, No Buck Rogers, wie immer halt.