Überflüssige Raumfahrtstudien

Es gibt überall Studien, auch in der Raumfahrt – Projektstudien, was wäre wenn, aber auch Entwicklungsstudien, die überleiten in eine Entwicklung und die erst einmal abklären sollen, ob ein Projekt möglich ist, was an Vorarbeiten zu machen ist und wie teuer es wohl werden könnte. Wie immer in der Raumfahrt ist alles ein bisschen teuer und daher sollten auch Studien wohlüberlegt sein. Ich will nichts gegen Studien allgemein sagen, aber hier mal drei anführen, bei denen ich schon als Laie sagen kann, das das ausgegebene Geld zum Fenster rausgeschmissen wurde. (mehr …)

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ISS Chaos

Geplant war nach einem Abkommen zwischen NASA, Roskosmos, JAXA und ESA aus dem Jahre 2006 der Betrieb der ISS bis 2015. Nachdem Barack Obama im letzten Februar das Constellation Programm offiziell beerdigte, gilt nun 2020 als letztes Datum. Eventuell sogar noch länger. Das klingt eigentlich ganz positiv. Doch wie ich als Nebenprodukt bei dem Update des ATV Buch Manuskripts erfuhr, hat dies wohl die Raumfahrtagenturen kalt erwischt. Die einzigen die wohl zufrieden sind, sind die Russen: Sie produzieren einfach wie seit 40 Jahren ihre Sojus und Progress weiter. Probleme die man im Westen kennt, wie nach einigen Jahren nicht mehr lieferbare Bauteile, kennen die Russen nicht. Erst letztes Jahr haben sie ihren Argon-16 Computer durch einen neuen ausgetauscht – der Argon 16 Computer stammt aus dem Jahr 1974. Vorher gab es keine Probleme neue zu bekommen und wahrscheinlich würde es die noch in ein paar Jahren geben. Das wäre wie wenn die NASA heute noch einen originalen Intel 8080 Prozessor kaufen wöllte. (mehr …)

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Das ATV, Namen und das ARV

Ich verfolge ja routinemäßig das ATV, auch weil ich ein Buch darüber geschrieben habe. Nun wurde das übernächste, das 2013 starten wird „Albert Einstein“ getauft und ich habe mich gefragt, was die ESA geritten hat diesen Namen zu wählen. Das erste ATV hieß „Jules Verne“, das war passend, denn Jules Verne hat in einem seiner Romane eine bemannte Mondlandung beschrieben, also eine gewisse Affinität zur Raumfahrt, Beim zweiten „Johannes Kepler, der gerade die ISS in eine sichere Höhe bringt, zieht dieses Argument nicht Johannes Kepler verbinde ich mit Gesetzen über die Planetenbewegung. So würde ich eine Raumsonde benennen, noch passender wäre ein Satellit welcher die Entfernungen oder Positionen von Sternen vermisst, da Kepler ja die Planetenbewegung studierte und nicht die Planeten selbst. Die Begründung war, dass bei der Benennung sich Kepler Hauptwerk 500 Jahre alt wurde (Astronomia nova). Nun ja die Begründung ist sehr lau, denn das war 2009, gestartet wurde das ATV aber 2011. (mehr …)

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Die ökonomische ISS Versorgung

Willkommen bei einem neuen Aufsatz in der Rubrik: „Wir wissen es besser als die NASA“ (was angesichts des derzeitigen Chaoses dort auch wirklich kein Problem ist). Nehmen wir mal an, man hätte die ISS richtig geplant und dazu gehört auch ein echtes Versorgungskonzept. Die ISS soll nach den derzeitigen Planungen noch 9 Jahre betrieben werden, Weitere 13 Jahre wurde sie aufgebaut. Selbst wenn ein Transporter nur einmal pro Jahr sie anfliegt, kommt da also eine schöne Anzahl an Exemplaren zusammen.

Entsprechend sind auch Kosten recht hoch, wenn der Transport zu teuer ist oder die Nutzlast zu gering. Auf der Erde gibt es verschiedene Güter zu transportieren: sperriges Frachtgut wie Lebensmittel, Paletten, Wasser, Benzin, Druckgas. Kennen Sie einen Transporter der mehrere dieser Güter befördert? Also den Möbeltransporter, der auch Wasser, Druckgas und Treibstoff befördert? Nein? Das liegt wohl daran, dass man hier auf der Erde ökonomisch denkt und nicht meint die eierlegende Wollmilchsau erfinden zu müssen. Ganz anders wird es wenn Raumfahrtagenturen sich demselben Thema annehmen, dann kommen genau solche Wolpertinger raus.

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Dragon

Stellen Sie sich mal vor, sie gehen in ein Geschäft und wollen ein Fahrrad kaufen. Sie brauchen es, um ihr Auto in Rente zu schicken und wollen damit alle Einkäufe transportieren. Also sagen Sie zum Verkäufer „Ich brauche ein City Rad, bei dem man schnell aufsteigen kann und das vor allem viel Gepäck transportieren kann, mit einem stabilen Gepäckträger und vorne mit einem Einkaufskorb.“

Der Verkäufer sagt: „So was haben wir nicht. Aber hier haben wir ein Cross-Terrain Bike. Da können sie einen kleinen, nicht zu schweren Korb auf dem Gepäckträger festschnallen. Aber sie kommen mit dem überall hin und können nicht nur in der Stadt fahren und notfalls können auf dem Bananensattel auch zwei fahren“.

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