Anstehende Raumfahrtereignisse

Zwei Ereignisse stehen in den nächsten zwei Tagen an. Da ist zum einen der Vorbeiflug von Stardust an Tempel 1 und zum zweiten der Start des zweiten ATV „Johannes Kepler“.

Er ist der zweite Schwerlasttransporter der nun die ISS erreicht und er hat eine wichtige Aufgabe: Den Großteil seiner Ladung macht der Treibstoff aus. 4.5 t werden mitgeführt um den Orbit der Station anzuheben. Nun da sie fertiggestellt ist und nur noch zwei Space Shuttle Flüge anstehen kann ihr Orbit angehoben werden. Das war vorher wegen der Nutzlastmaximierung des Space Shuttles nicht notwendig. Die Treibstofftanks sind randvoll. Zusätzlich werden 850 kg Treibstoff für Swesda mitgeführt. Auch diese dienen demselben Zweck. Dazu kommen 100 kg Gase. Wasser wird nicht mitgeführt, da die Tanks derzeit gut gefüllt sind. Das System konnte aber nicht ausgebaut werden, da Abwasser von der ISS entfernt werden soll. Neue leichtgewichtige Racks nehmen 1.600 kg trockene Fracht aus.

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Schön wenn man Partner hat…

Sonst sähe es ziemlich übel für die ISS aus. In den nächsten Wochen werden drei Raumschiffe insgesamt 14.640 kg Fracht zur ISS bringen und damit die Versorgung und den Betrieb gewährleisten.

Den Anfang machte gestern das HTV-2. Es bringt sowohl Fracht ohne Druckausgleich (das HTV ist das einzige Medium, das nach dem Ausscheiden der Shuttles diese Fracht transportieren kann), wie auch Versorgungsgüter. Das HTV wird zwei weitere Racks für Japans Kibo Labor bringen, das wegen seines Gewichts nur mit zwei Racks gestartet wurde,

Es folgt in einer Woche eine Progress mit 3 t Nachschub, den größten Teil Wasser und Treibstoff. Russland ist es gelungen die Frachtkapazität der Progress bei den letzten Flügen zu steigern und sie beträgt nun fast 3 t. (mehr …)

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Anstatt dem ARV

Da nun die ESA ihre Marschrichtung bei der ATV Weiterentwicklung veröffentlicht hat, nun mein Senf dazu. Die ESA Politik ist ja die Weiterentwicklung des ICC zu einer Rückkehrkapsel. Meine Idee geht eher Nutzlastmaximierung.

Das ATV ist ja die eierlegende Wollmilchsau, oder das Non-Plus-Ultra der Transporter. Er kann praktisch alle Güter hochtransportieren: trockene Fracht im Druckbehälter, Wasser, Gase, Refülltreibstoff und Reboosttreibstoff. Ursprünglich waren die letzten beiden die wichtigsten Güter, weil nur das ATV soviel davon transportieren kann um die ISS wirksam anzuheben. sonst bräuchte man 3-4 Progresstransporter für diesen Zweck. So wird auch ATV-002 „Johannes Kepler“ (ich verwende weils kürzer zu schreiben ist lieber die Seriennummer) auch als wichtigste Funktion die ISS um 40 km anheben. Nur zwei Einschränkungen gibt es: Das ATV kann keine Paletten transportieren und in den Racks nur Fracht, aber keine Einbauracks, weil diese nicht durch den Kopplungsadapter transferiert werden können. (mehr …)

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So wird das nichts!

Die ESA hat das ATV entwickelt. Von allen Transportern ist es der vielseitigste, aber dadurch auch komplexeste und teuerste. Das japanische HTV, das sowohl weniger verschiedene Typen an Fracht transportiert, wie auch weniger ambitioniert hinsichtlich automatischem Andocken ist, kam sowohl in den Entwicklungskosten wie auch den Transportkosten erheblich billiger.

Die ESA hat dies immer gerechtfertigt, dass dies auch Investitionen für ein neues Vehikel wäre, das auch Fracht zurück zur Erde bringt (heute ARV genannt). Durch das modulare Design des ATV könnte dies dann preiswerter entwickelt werden, so könnte man den vorderen Frachtbehälter einfach durch eine Kapsel ersetzen. In einem zweiten Schritt könnte diese sogar bemannt sein.

Nun lese ich, dass die ESA das tatsächlich vorhat. Also alles Paletti?

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Änderungen bei den ATV

Das ATV wurde mal konstruiert um der vielseitigste Transporter zu sein. So wie es aussieht wird das aber nicht gebraucht und er wird nicht optimal ausgenutzt werden. Das hat zwei Gründe. Dass eine ist der Ausfall des Space Shuttles. Dieser hätte fast ausschließlich Fracht im Druckmodul transportiert: Gegenstände, Essen, begrenzt auch Waser, Ersatzteile, neue Racks. Wasser wird weniger gebraucht werden, weil die NASA es doch noch auf den letzten Drücker geschafft hat ein weiteres Wasseraufbereitungssystem zu installieren, das auch Sauerstoff gewinnt. Dazu kommt der veränderte Zeitplan: Anstatt in Zeiten erhöhter Sonnenaktivität wird die Station in Zeiten niedriger Aktivität ihren Betrieb aufnehmen. Es ist also weniger Treibstoff zum Aufrechterhalten der Bahn nötig.

Daher wird es Änderungen den folgenden ATV geben. Es wird mehr trockenes Frachtgut transportiert werden und weniger Treibstoff und Flüssigkeiten. Weiterhin ist die mittlere Dichte des Frachtgutes geringer und liegt bei 200-250 kg/m³ anstatt bei 500 m³, wie 1995 noch geplant. Für diese Menge wurden die Transportracks ausgelegt. Das hat zwei Folgen zum einen sind die Racks zu schwer und zum anderen steht nicht das Volumen zur Verfügung, das benötigt wird. Anstatt maximal 5.500 kg wird ein ATV mit der derzeitigen Konfiguration und derzeitigen Fracht, die recht voluminös ist, so maximal 3.200 kg im Druckbehälter transportieren können, obwohl mehr wünschenswert ist. Dazu kommt, dass auch nicht so viel Treibstoff und Wasser benötigt wird. Das bedeutet dass ohne Veränderung die ATV teilbeladen starten müsssten. Sie könnten mehr transportieren, aber das was sie transportieren können, wird nicht benötigt. (mehr …)

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