Technologie ist kein Selbstzweck: Beispiel ATV

Vor einigen Tagen las ich diesen Bericht auf SpaceNews. Er bringt mich auf mein Thema: Raumfahrt muss ökonomisch sein. Sie muss weil es um Forschung geht sicher nicht Geld abwerfen, aber man muss verantwortlich mit den Steuergeldern umgehen. Warum geht es in diesem Bericht konkret: 2006 beschlossen ESA, JAXA, NASA und Roskosmos dass man gemeinsam die ISS bis 2016 betreibt. Die NASA benötigte zu diesem Zeitpunkt die Mittel für den ISS Betrieb (derzeit ohne Versorgungsflüge rund 2 Milliarden Dollar pro Jahr) für ihr zu diesem Zeitpunkt noch aktuelles Mondprogramm. Darauf hat sich die ESA eingestellt. Nachdem vorher bis zu 10 ATV in der Diskussion waren, gab es nun nur noch einen Auftrag für 4 Exemplare nach dem Jungfernflug. (mehr …)

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Wie sollte es mit dem ATV weitergehen?

Eigentlich wollte ich heute wieder ein Ernährungsthema bringen, weil ich derzeit da viel mache. Doch dann bekam ich eine Mail von einem meiner Leser der mich fragte ob es eine weitere Auflage des ATV Buches geben wird 8nein), aber das erinnere mich, dass ich an dem PDF für Leser des Buches weiterarbeiten sollte, seit dem Start von Edi habe ich da nichts mehr gemacht. Schade das man so wenig von ihm hört, es ist eben schon Routine geworden. Dabei haben wir ja einen echten Supertransporter, auch wenn seine Fähigkeiten derzeit nicht optimal ausgenutzt werden. (mehr …)

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Möglichkeiten für den ISS Ausbau

Wenn tatsächlich mal CST-100 oder Dragon einsatzbereit sind. Dann gibt es eine neue Herausforderung für die ISS-Planer. Dann könnte die Besatzung nämlich rapide ansteigen. Derzeit sind sechs Astronauten/Kosmonauten auf der ISS (eigentlich sollte man ja von Ionosphärenauten reden, denn in den Kosmos oder zu den Sternen ist noch keiner aufgebrochen). Selbst wenn die Russland eine Sojus aufgeben (mehr wird es nicht werden, denn es wäre ja blamabel, wenn man nicht mehr die eigenen astronauten zur ISS befördern kann), dann sind bis zu 10 Astronauten an Bord der ISS.

Was sind die Probleme. Also erst mal ein Platzproblem. Nicht dass die ISS eng wäre. es gibt sogar mehr Volumen als in jeder Raumstation vorher. Allerdings ist es beengt. Die westlichen Knoten haben z..B. ISS-Standardracks an den Wänden in denen Gerätschaften sind. Von 4,4 bis 4,8 m Außendurchmesser bleiben noch 2-2,5 m innen übrig und im Rahmen der Einsparungen wurde das einzige geplante Wohnmodul eingespart. derzeit haben die Ionosphärenauten hygienische Einrichtungen und Schlafkabinen verstreut über die ISS zwischen Lebenserhaltungssystemen und Forschungsapparaturen. Vor allem braucht man ja dann mindestens 4 weitere Kabinen, sicher noch eine Toilette und bei 10 Leuten vielleicht auch eine Messe. (mehr …)

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COTS und CRS – Industriepolitik anstatt Sicherheit und Kostenbewusstsein

Nun da alle COTS bejubeln, wird es mal wieder Zeit mal ein bisschen Essig in den Wein zu schütten – das ganze hätte man nämlich billiger, effizienter und früher haben können. COTS wird ja gefeiert und zwar weil es ein Festpreis-Kontrakt ist und die NASA nur Kunde ist. Das Erstaunliche was gefeiert wird, ist dass dieses Konzept tatsächlich funktioniert hat und nur 42% teurer war als geplant. (ja Festpreiskontrakt ist ein dehnbarer Begriff, wenn man 278 Millionen und drei  Flüge ausmacht und dann 396 Millionen für zwei Flüge zahlt). Auch bei OSC wird es teurer: 388 Millionen anstatt 170 Millionen.

Es folgt nun das CRS, bei dem nun 3,5 Milliarden für den Transport von 41 t Fracht bezahlt werden. Die NASA feiert auch das, weil man nun ja nur noch für Servies zahlt. Auch hier ist der Begriff dehnbar, wenn SpaceX schon vor dem ersten CRS Flug 337,5 Millionen Dollar erhalten hat, also soviel wie zweieinhalb Füge kosten. Welche Services sind denn „nichts transportiert“? Mal sehen wenn es einen Fehlstart gibt ob dann tatsächlich umsonst nachgeliefert wird. (mehr …)

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Die Falcon Heavy als ISS-Deorbitierungsgefährt

Tja man soll mir nicht vorwerfen können, ich suchte nicht nach Ideen für SpaceX. Nun genauso wie ich Ideen für Erweiterung der Vega und Ariane 5 habe, so fallen mir natürlich auch welche für SpaceX ein. Ich hatte ja mal die Idee einer Mondmission mit der Dragon und Falcon Heavy. Das wäre nach der damaligen Nutzlastangabe auch möglich gewesen. Doch wie bei SpaceX üblich sinkt die Nutzlast, sobald die Realisierung näher rückt. Bei der letzten Mission wurde ja die Masse der Dragoin schon nicht mehr angegeben. Nun wird für die Falcon Heavy nur noch 12 t GTO Nutzlast angegeben (beim Abschluss der Option mit Intelsat). Vorher waren es noch 13,5 t zum Mars, obnwohl man dafür 1 km/s schneller sein muss. Kurzum: Für eine Mondmission wirds knapp. Vielleicht noch eine Umrundung wie bei Apollo 13, doch dafür wird niemand so viel Geld locker machen.

Doch es gibt tatsächlich einen Einsatzzwecke wofür man die Falcon Heavy brauchen kann – die ISS Deorbitierung. Damit wir wissen wovon wir reden hier ein kleines Briefing. (mehr …)

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