Der Space Tug

Das Buch von Heppenheimer hat mich an ein mit dem Space Shuttle verbundenes Projekt erinnert. Den / das Space tug, also den „Weltraumschlepper“. Da das Shuttle nur eine erdnahe Umlaufbahn erreicht, benötigt man für höhere Umlaufbahnen eine Möglichkeit zum Transfer.

Das einfachste Gefährt ist sicher eine umgebaute Oberstufe. Das grundlegende Problem ist, dass diese nur einmal eingesetzt werden sollte, Das passte aber nicht zu dem Konzept des wiederverwendbaren Shuttles. Zudem verteuert es den Start, denn die Oberstufe ist ja nicht wiederverwendbar. Als das Shuttle konzipiert wurde, kostete eine Centaur Oberstufe schon so viel wie der geplante Startpreis. Damit verdoppelt sich also der Preis für eine Nutzlast. Daher plante die NASA einen Space Tug. Eine Stufe die zwischen einem niedrigen Erdorbit und einem höheren pendeln sollte. Das Konzept wurde, weil es bald eingestellt wurde nie konkretisiert. Denkbar wären drei Szenarien: (mehr …)

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Die ESC-A/B und moderne Technik

Niels hat mich in einer Mail gefragt, warum ich seine Oberstufe mit 30,35 / 4,35 t Masse für zu leicht erachte. Nun Niels hat den „Fehler“ gemacht, sich an Oberstufen aus aller Welt zu orientieren. Die ESC-A/B werden aber nicht wie z.b. die EPC oder H10 Oberstufe von Astrium in Frankreich, sondern von Astrium Bremen gefertigt und die haben sehr schwere Oberstufen konstruiert. Die ESC A wiegt 4,545 kg trocken bei 14,6 t Treibstoffzuladung. Für die ESC B werden 6-6,25 t trocken bei 27,5 bis 28 t Treibstoffzuladung genannt. Bei der ESC-A kommt noch die 0,95 t schwere VEB dazu, bei der ESC-B soll diese integriert sein. (mehr …)

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Tune me up: Antares

So, während meines Urlaubs ist nun der Jungfernflug der Antares erfolgt, und es gibt auch einige Neuigkeiten: Die Entwicklung der Cygnus war wohl nicht teurer als die der Dragon, von 300 Millionen Dollar ist die Rede. Die Antares soll „slightly more“ gekostet haben. Als richtig teuer entpuppte sich das Launchpad, das zum Schluss auch den Start über ein Jahr verzögert hat, zwischen 120 und 140 Millionen hat man in das Pad und Infrastruktur investiert. Von Wallops aus sind bisher nie so große Träger gestartet und SpaceX hat ja eine alte Titan 3/4 Rampe genutzt, da halten sich auch die Investitionen in grenzen. Addiert man alles zusammen, so hat Orbital weitaus mehr investiert als SpaceX, zumal sie ja auch von der NASA 120 Millionen weniger bekommen. (Quelle) (mehr …)

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Raketen die es geben könnte: Titan II Varianten

Eine der Besonderheit im US-Raumfahrtprogramm ist, dass es den Fall gibt, dass eine Rakete nur militärisch verwendet wurde und ein ähnliches Muster nur zivil. Das wurde bis in die achtziger Jahre so gehandhabt. So gab es die Thor-Agena Linie und die Thor-Delta Linie, bis Anfang der siebziger Jahre die Zahl der Starts der Thor-Agena stark zurückgingen und das Muster auslief. Stattdessen betrieben die USA dann ausgemusterte Atlas E+F und später die Titan II, um Nutzlasten zu starten die auch eine Delta starten konnte. (Vorr allem in polare Orbits: militärische Wettersatelliten und ähnliche Nutzlasten). (mehr …)

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Raketen die es geben könnte: Die Saturn IB Centaur

Saturn IB Centaur
Ich will heute mal eine lockere Reihe beginnen, in der ich Aufrüstoptionen für real existierende Trägerraketen bzw. früher existierende Modelle diskutiere. Die Nutzlastangaben basieren darauf, dass die Endgeschwindigkeit gleich bleibt, bzw. wenn ich davon abweiche werde ich dies begründen. Das ist natürlich nicht 100% genau, aber doch recht genau, da anhand der Datensätze die ich von etwa 200 Modellen habe, sich bei der Endgeschwindigkeit in einer Familie ohne drastische Änderungen am Design kaum etwas geändert. (Bei Ariane 5 wird z.B. je nach Modell eine um 2270 und 2400 m/s höhere Geschwindigkeit benötigt als nach den Orbitgesetzen anzunehmen). Diese Verluste die auch Hubarbeit, Luftwiderstand und Gravitationsverluste beinhalten sind zwar von Familie zu Familie je nach der Beschleunigung unterschiedlich, aber innerhalb gleicher Technologie recht konstant. (mehr …)

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