Warum es bis heute keine Marsbodenprobenmission gibt

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Eigentlich sollte es ja einige Zeit keine Aufsätze geben, da ich gerade im Allgäu in unserem Ferienhaus bin. Aber da es gerade draußen seit Tagen schon regnet und Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt herrschen, lasse ich diesen Herbst mal die Außenarbeiten sein und habe so Zeit für einen Blog.

Ich knüpfe an den letzten Blog ab, der die technischen Randbedingungen für eine Marsbodenprobenmission umrissen hat. Heute geht es um die Frage, warum es bis heute keine Mission gibt.

Auf dem Plan der langfristigen Vorhaben steht sie nämlich schon seit Viking. Etwa um dieselebe Zeit herum gibt es auch den einzigen Plan Russlands Bodenproben zu bergen. Eine N-1 hätte eine Sonde gestartet, die im Stile der Lunas vor Ort einen Bohrkern entnimmt und zurückführt. Mit dem Ende der N-1 bleibt es auch bei diesem Plan. Continue reading „Warum es bis heute keine Marsbodenprobenmission gibt“

Es ist unterwegs…

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Das neueste Buch über Curiosity und Phobos Grunt. Am Schluss wurde es dann doch noch problematisch, erst fehlten im Korrekturblock bestimmte GIFs und PNG und ich musste die in JPG umwandeln. Dann reagierte der BOD Server nicht mehr und zum Schluss stellte ich fest, dass ab S.274 alle Seitenzahlen fehlten.

Schlussendlich sind alle Probleme gelöst inklusive LibreOffice 3.44 das plötzlich bei genau diesem Manuskript abstürzt, nicht aber bei einem meiner anderen Bücher, auch wenn die ebenso viele Tabellen und Grafiken enthalten. Nun habe ich eine portable Version (3.55) parallel installiert, zwei normale Versionen gehen ja nicht. So langsam denke ich drüber nach ob ich nicht doch auf Word umsteigen soll. Wegen des DHBW Lehrauftrags musste ich mir ja Office extra anschaffen. Mal fragen ob und wie meine Korrekturleser damit zurecht kommen, aber wahrscheinlich stürzt das Ding dann auch ab wenn man erst mal 110 Abbildungen im Buch hat.,… Continue reading „Es ist unterwegs…“

Die fehlende Story

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Ich bin gerade bei den Endkorrekturen des neuesten Buchs mit dem Titel: „Curiosity und Phobos Grunt – die neuesten Marssonden“. Insgesamt ist es recht ordentlich geworden, obwohl sich das Buch-Pech fortgesetzt hat. Wie schon beim letzten Buch musste ein Korekturlesern abbrechen, weil er beruflich stark eingespannt ist – die Aufgabe ist ja eine ehrenamtliche und die meisten haben ja noch einen Beruf oder so was wie ein Privatleben. Es ist also nur eineinhalb mal korrekturgelesen. Daneben gab es Verzögerungen, nicht nur bei den Korrektoren sondern auch bei mir. Es hat sich zwar noch jemand gemeldet, aber irgendwie will ich es nach einem Jahr nun endlich vom Tisch haben.

Das Hauptpech ist natürlich dass die eine Hälfte des Sondenpaars seit 7 Monaten auf dem Grund des Pazifiks ist. Ich habe zeitweise überlegt den Teil rauszuschmeißen, aber weil es dann doch nicht so viel vom Inhalt ausmacht (etwa 90 Seiten), habe ich es drin gelassen. Continue reading „Die fehlende Story“

Nicht bemannte, nicht unbemannte Raumfahrt, sondern die Raumfahrt der Vernunft

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In den letzten beiden Tagen kamen zwei bemerkenswerte Dokumentationen zum Thema bemannte Raumfahrt: „Wissen aktuell: Mission Weltraum“ auf 3sat und „Kein Mensch mehr im All“. Die erste drehte sich um die Zukunft der bemannten Raumfahrt nach dem Ausmustern des Shuttles und die zweite um den Sinn der bemannten Raumfahrt selbst. Die letztere ist recht gut gemacht und es kommen Astronauten wie Kritiker zu Wort. Dabei gefielt mir als bestes, wie ein Astronaut stolz erzählte, er habe bei einem Proteinzüchtungsexperiment 99,8% Reinheit erreicht, als ihn ein Wissenschaftler daraufhin wies „Auf der Erde erreichen wir derzeit 99,99% Reinheit“….

Zeit also das Thema doch mal wieder aufzugreifen. Bei den Befürwortern der Bemannten Raumfahrt werde ich ja gerne als „Gegner der bemannten Raumfahrt“ bezeichnet. wer den Blog aufmerksam liest, dem dürfte klar sein, dass es mir nicht um bemannte oder unbemannte Raumfahrt geht, sondern darum wenn Raumfahrt schon teuer ist, die Mittel sinnvoll einzusetzen. So habe ich schon etliche Vorschläge für Alternativen zu Ariane 6 / Sojus STK oder für die Kostenbegrenzung bei Satelliten / Raumsonden (Stichpunkt: Serienbauweise, anstatt jedes Gefährt neu zu entwickeln) machte und ich bin auch gegen manches unbemannte Projekt wie das JWST oder die ESC-B – zumindest bei dem Preisschild das da draufklebt. Schlussendlich gibt es ja nur einen Topf für die Forschung und wenn ich an die Universitäten denke und mit welchen Budgets dort geforscht wird, dann ist schon unbemannte Raumfahrt um ein vielfaches teurer als was wir pro Forscher so auf der Erde ausgeben. Continue reading „Nicht bemannte, nicht unbemannte Raumfahrt, sondern die Raumfahrt der Vernunft“

Das beste Persil aller Zeiten

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Ich habe ja schon mal geschrieben, dass derzeit auf ZDF Info die Serie „Reiseführer durch die Galaxie“ läuft, die unsere Planeten vorstellt – mit einem etwas humoristischen Ansatz: Was wären die Sehenswürdigkeiten, auf was müsste man achten. Nebenbei bekommt man doch einiges an Wissen vermittelt und es ist sehr unterhaltsam. Es erinnert mich dann schon etwas an die BBC Dokumentation „Die Planeten“, die es so vor 20 Jahren mal gab. Nur eben aktueller und mehr US-zentriert.

Was da immer im Vorspann kommt ist ein Spruch: „Nie war die Zeit günstiger so weit zu reisen wie niemand zuvor um in die Fußstapfen unserer Roboter zu treten und die Planeten unseres Sonnensystems zu erkunden“. Das kling völlig übertrieben, wenn man bedenkt, dass einem die Forscher Wanderungen auf der Venus oder Ballonfahrten auf dem Titan näher bringen, aber es ist wahr. Da sich Technologie weiter entwickelt wird es immer leichter. 1928 flog Lindbergh erstmals über den Atlantik, 20 Jahre später konnte das jeder der es bezahlen konnte und heute ist es preiswert und dauer nicht mehrere Tage sondern nur noch einige Stunden.

Auch bei der Raumfahrt gibt es technische Fortschritte, wenn auch nicht ganz so tolle wie in der Luftfahrt. Immerhin: Eine Atlas konnte mal 1500 kg Nutzlast in den Orbit befördern und heute sind es 20 t. Die kosten pro Kilogramm sind auch gesunken, wenn auch nicht so extrem wie in der Luftfahrt. So gesehen hat der Spruch recht, was allerdings offen ist: in der Zukunft könnte es aus demselben Grund noch viel billiger werden. Continue reading „Das beste Persil aller Zeiten“