Die Thor-Delta Entwicklung – kompakt

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Was die Delta von allen anderen Trägerasketen, nicht nur der USA, sondern auch weltweit, unterscheidet ist die enorme Anzahl an Versionen. Selbst wenn man die militärischen Varianten ausklammert, gibt es elf Versionen bei der Buchstabennummerierung und (wenn man die Delta 3 ausklammert, weil sie keine Delta-Stufe mehr einsetzt) acht Versionen bei der 4-Ziffernummerierung. Da sind Subversionen wie C1 und E1 oder Varianten in der 4-Ziffernummerierung ausgeklammert. Die vielen Versionen kommen durch die Evolution zustande: Die Thor wurde dreimal verlängert, setzte zwei Triebwerke in fünf Versionen ein, die Delta vier Triebwerksversionen, sie wurde ebenfalls mehrmals vergrößert (drei größere, mehrere kleinere Anpassungen). Es gab sechs verschiedene dritte Stufen und ebenso sechs verschiedene Booster. Davon konnte man 3, 4, 6 oder 9 an die Thor anbringen. Continue reading „Die Thor-Delta Entwicklung – kompakt“

Alternativen für die Antares

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Wie schon in meinem vorletzten Blog erwähnt will ich mal einige Alternativen für die Antares durchspielen. Dabei habe ich drei Prämissen:

  • Möglichst wenige Änderungen an der Rakete
  • Verzicht auf alles was direkte Konkurrenten einsetzen
  • Nix russisches

Oder um es einfacher zu formulieren – ich gehe davon aus, das 2014, als für die Antares man sich für neue (erneut russische) Triebwerke in der ersten Stufe entschlossen hat, man weitsichtig genug gewesen ist zu erkennen, das eine Abhängigkeit von Russland nicht gut ist. Continue reading „Alternativen für die Antares“

Raketen die es geben könnte – Atlas Varianten

Ich möchte mal die Retrocomputing Serie unterbrechen und wieder mal zwei Ergebnisse meiner Simulationen vorstellen. Die USA haben zwar etliche Träger für schwere Nutzlasten, aber wenige für kleine. Die Taurus, nun Minotaur C genant ist weitestgehend aus dem Rennen. Von den eingeführten bleibt für die NASA nur die Pegasus, die aber sehr teuer ist und daher nicht mehr eingesetzt wird. Das Militär kann die Minotaur-Serie einsetzen, die bis knapp 3 t Nutzlast geht. Doch preiswert scheint nur das Basismodell die Minotaur 1 zu sein. Die NASA darf wegen des Commercial Space Acts diese Rakete mit militärischen Stufen ohne Ausnahmegenehmigung nicht einsetzen. In jedem Falle gibt es zwischen knapp 3 und knapp 9 t Nutzlast in den LEO eine riesige Lücke was schon dazu führte dass man so kleine Sonden, wie den TESS (365 kg) mit einer Falcon 9 startet. Das ist dann auch nicht mehr preiswert, ein Start mit einer Sojus oder Vega wäre günstiger gewesen. Continue reading „Raketen die es geben könnte – Atlas Varianten“

Die Agena – eine unterschätzte Oberstufe

Wenn man an die Agena denkt, fallen einem einige Dinge ein. Agena Oberstufen dienten als Kopplungsziel für Gemini-Raumschiffe und brachten Gemini 11 und 12 in Rekordhöhen, die seitdem bei Orbitmissionen nicht mehr erreicht wurden. Agena Oberstufen waren fest in die Satelliten des Keyholeprogramms und Gambit eingebaut. Agena Oberstufen flog auf Delta, Atlas und Titan – als einzige der drei Stufen auf allen Trägern und sie waren lange Zeit die am meisten eingesetzte Oberstufe. Continue reading „Die Agena – eine unterschätzte Oberstufe“

Die rein druckgeförderte Rakete

Da ich mit der Korrektur meines Buchs ganz gut im Zeitplan bin (auf S.360 noch 200+ zu machen) nehme ich mir heute mal ein Thema vor, das ich schon längere Zeit mal anbrechen will, aber weil es eben doch einige Arbeit auch mit FCEA ist bisher vor mir hergeschoben habe. Ich kam wieder drauf als ich mich wieder mit den Trägern von Nord Korea und Iran beschäftigt habe.

Wenn ich in dem Staat wäre und einer Rakete möglichst ohne Risiko und mit geringem finanziellen Aufwand fertigstellen wöllte würde ich Druckgasförderung in Betracht ziehen. Doch ginge das und wie groß wäre die Nutzlast?

Zuerst mal die Grundlagen. Damit wir alle auf dem selben Niveau sind. Continue reading „Die rein druckgeförderte Rakete“