Die einfache und preiswerte Feststoffrakete

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Derzeit gibt es ja eine Flut an neuen Kleinträgern, die meisten in China entwickelt. Ich habe mir überlegt, wie man wohl wirtschaftlich eine solche Trägerrakete entwickeln könnte, die für kleine Nutzlasten, etwa im Bereich der Elektron (maximal 200 kg) liegt.

Feststoffraketen können teuer oder billig sein. Billig sind sie, wenn man einfach ein Gehäuse mit fester Düse nimmt, dann fällt die gesamte Mechanik zum Schwenken der Düse weg. Sie ist aufwendig und dazu kommt noch der Motor. Ebenfalls teuer – bei jeder Rakete – ist die Avionik. Nur wie kommt man ohne aus? Continue reading „Die einfache und preiswerte Feststoffrakete“

Die (fast) reine Feststoffrakete

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Ich habe es im Blog sicher schon mal erwähnt, doch mit der Möglichkeit die Aufstiegsbahn genau durchzurechnen mit genaueren Resultaten, heute erneut das Konzept der reinen Feststoffrakete, und zwar als Trägerfamilie.

Reine Feststoffraketen sind an sich nichts neues. Die Scout hatte ihren Erstflug schon in den frühen Sechziger Jahren. Sie blieb lange Zeit auch die einzige ihrer Art. Inzwischen gibt es einige mehr: Die Pegasus, Vega, einige chinesische Feststoffraketen, die in den letzten Jahren ihren ersten Einsatz hatten, die japanische Epsilon die an die lange Tradition der Feststoffträger Japans anknüpft. In den USA gab es auch einige die aber nicht mehr aktuell sind, sprich seit Jahren keinen Start mehr hatten wie die Taurus und Athena. Von der Minotaur hört man auch recht wenig. Continue reading „Die (fast) reine Feststoffrakete“

Die Crux mit den Feststoffboostern

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Ihr habt euch ja rege an Niels Beitrag beteiligt (wie sind übrigens hier alle per „Du“, Niels). Ich habe mich bewusst zurückgehalten, wie ich das immer bei Gastblogs mache. Niels hat mich im Vorfeld gefragt, ihm noch Sachen zu nennen, die er nachbessern sollte, aber mir fiel dann so viel ein, das ich es gelassen hätte. So sind meiner Meinung nach die Booster zu dick, verglichen mit der Länge, da der Schub auch von der Oberfläche abhängt (es hat seinen Grund warum alle Feststoffbooster sehr lang und schmal sind). Ich will die Diskussion über die Oberstufe mal nehmen um auf einen Nachteil von Feststoffboostern hinzuweisen. Wenn ich von Boostern rede, dann von welchen die relativ groß sind oder viele kleine, auf jeden Fall sollte ihre Masse im Bereich der Zentralstufe oder darüber liegen. Continue reading „Die Crux mit den Feststoffboostern“

Wozu Feststoffbooster?

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Heute mal wieder ein bisschen Raumfahrtgrundlagenwissen. Wozu verwendet man Feststoffbooster? Die Allgemeine Antwort ist: Sie sind viel billigere erste Stufen als Antriebe mit flüssigen Treibstoffen und die Rakete wird deswegen billiger. Das ist richtig, aber wie immer nicht automatisch immer gültig. Als erstes: Feststoffantriebe sind nicht automatisch billiger. Die IUS Oberstufe kostete schon in den 80 er Jahren rund 30 Millionen Dollar pro Exemplar, genauso viel wie damals eine Centaur Oberstufe. Die USRM der Titan 4B ließen der Preis auf fast das doppelte ansteigen und auch die Shuttle SRM kosten so viel wie eine Ariane 5 komplett. Auch reine Feststoffraketen wie die Pegasus oder Taurus sind nicht gerade preiswert.

Technisch gesehen spricht vieles gegen die Feststoffantriebe: Das Voll/Leermasseverhältnis ist bei vielen Typen schlechter als bei flüssigen Treibstoffen, die spezifischen Impuls sind schlechter als bei den meisten flüssigen Treibstoffen. Zumindest das erstere ist heute nicht unbedingt gegeben – siehe Vega. Das große Feststoffbooster so populär ist hat einen anderen Grund: Sie erlauben es die Zentralstufe viel preiswerter zu fertigen. Dazu ein konkretes Beispiel: Ariane 5 Continue reading „Wozu Feststoffbooster?“

Die Mär von den explosiven Feststoffboostern

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Den heutigen Artikel habe ich schon am 24.1. verfasst. Da aber völlig egal ist was ich schreibe, weil die Leute ja sowieso wild kommentieren und das Thema des Blogs ignorieren kann ich ihn genauso gut aus der Schublade holen.

In einem Interview hat sich Musk mal wieder über Ares/Orion und Falcon 9/Dragon geäußert. Seiner Meinung nach sind die letzten viel zuverlässiger, weil sie früher zur Verfügung stehen und die Ares I und Orion noch nicht mal im design fertig seien. Ob das stimmt sei mal dahin gestellt. Zu dem Interview gäbe es eine Menge zu diskutieren, so ob eine Rakete und eine Kapsel die noch nicht erprobt wurden, auf unerprobter Technik basieren und von einer Firma entwickelt werden, die keinerlei Erfahrungen in der Raumfahrt hat aber 4 Jahre vor Orion/Ares zur Verfügung stehen unbedingt besser ist als dieser Entwurf der auf erprobten, aber in dieser Konstellation noch nicht eingesetzter Hardware basiert. Angesichts der Probleme bei der Falcon 1 und Verzögerungen auch bei anderen völlig neu entwickelten Raketen, wenn es Probleme gab, würde ich den Zeitfaktor nicht sehr hoch bewerten.

Aber in einem zeigt Musk, dass man als CEO nix verstehen muss: Er hält die Shuttle-SRB für „dangerous“ weil „7 astronauts lost their life“. Aha. Und wie ist das passiert? Continue reading „Die Mär von den explosiven Feststoffboostern“