Gastautoren gesucht!

Am 14.6.2009 wurde der Blog 3 Jahre alt – damals noch unter der Bezeichnung „Weblog“ gestartet, weil ich mich mit dem Namen Blog nicht anfreunden konnte (und bis heute ihn auch weniger als klassischen Blog sehe, sondern vielmehr als ein Forum über Dinge zu schrieben, die für einen Artikel zu klein wären). .

Mir fällt auf, dass sich Themen wiederholen – klar, so viel treibt mich nicht um, dass ich über 700 Postings mit unterschiedlichen Themen füllen könnte. Meinen Alltag will ich weitgehend außen vor lassen, auch weil ich meine, dass er nicht öffentlich zu sein hat. So gibt es sicherlich Dutzende von Einträgen, die sich mit der Ariane 5, der ISS, dem Space Shuttle oder unterschiedlichen Aspekten der Endlichkeit unserer Ressourcen und den Folgen daraus beschäftigen.

Als ich von einem der Korrekturleser des laufenden Buchs eine Seite von Kommentaren zu Europas Weltraumpolitik ans Manuskript angehängt bekam, habe ich mich gefragt, ob das nicht auch eine gute Idee für den Blog wäre – mal etwas frischer Wind, andere Standpunkte, neue Themen. Daher mein Aufruf an alle Blog-Leser: Werdet kreativ!

Ich biete an hier einen Gast-Eintrag zu veröffentlichen. Ich bin sehr offen was das Thema angeht. Das kann ein Teil der Raumfahrt sein, der mir vielleicht nicht so am Herzen liegt wie Ihnen. Es kann aber auch ein anderes Thema sein, bei dem sie etwas zu sagen haben oder dass sie diskutieren wollen – egal ob Computer, Biologie, Architektur oder Archäologie oder was auch immer…

Bedingung ist nur, dass ein gewisses Niveau erhalten bleibt so wie man das von dem Blog kennt. Wir wollen ja nicht auf „Bild“ Niveau absinken. Zum Format:

  • Wer schon selbst HTML Seiten macht darf auch gerne HTML Code schicken, nur bitte ohne Style Definitionen, weil die nicht möglich sind sondern die normalen HTML Attribute wie oder oder. Genauso gut geht aber ein Word/Openoffice-Dokument. Reinen Text muss ich meist umformatieren, also versucht ihn gar nicht erst zu erzeugen.
  • Die Länge sollte bei maximal rund 8000 Zeichen ohne Formatierungen und Einrückungen liegen. Wenn es ein längerer Beitrag ist, so kann er ja in mehrere kürzere vielleicht in sich abgeschlossene unterteilt werden.
  • Links können vorkommen, Bilder auf die verlinkt wird, sollten aber im Web schon existieren, z.B. bei Imageshack gehostet sein.
  • Die häufigsten Smileys werden erkannt und durch grafische Symbole ersetzt. 🙂 🙁 😉 etc…
  • Der Artikel sollte mit einem Namen oder einem im Blog bekannten Pseudonym unterzeichnet sein, damit der Leser auch weiss von wem er ist.

Entwürfe bitte an die bekannte Mailadresse bl „at“ bernd-leitenberger.de. Er erscheint dann in der Rubrik Gastbeiträge. Im Normalfall mache ich eine Pause von einem Tag, damit der Gastautor auch genügend Posts bekommt. Wer dran denkt regelmäßig zu publizieren kann von mir auch einen Autorenaccount zum Blog bekommen.
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5 thoughts on “Gastautoren gesucht!

  1. Sehr geehrter Herr Leitenberger,
    ich bin auf ihre Seite gestoßen, weil ich nach Karamanolis gesucht habe. Ich besitze das Buch “ Albert Einstein für Änfänger“ ISBN 3-922238-35-1. Dort schreibt Karamanolis auf den Seiten 71: Zitat: „Angenommen, wir befinden uns, ohne zu wissen, in einem Aufzug eines Wolkenkratzers, der aufgrund eines Defektes beginnt, von Stockwerk zu Stockwerk zu fallen, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die aufgrund der Gravitation laufend steigt. Irgendwann erreicht der Aufzug eine Beschleunigung, die der Erdbeschleunigung von 9,81 m/s2 entspricht.“
    Auf Seite 74: Zitat: „Das Bezugssystem BS2 dagegen befindet sich im Freiraum außerhalb irgendeines Gravitationsfeldes. Dafür bewegt es sich mit einer Geschwindigkeit v nach oben. Das Bezugssystem erfährt mithin eine Beschleunigung g‘, von der wir annehmen wollen, dass sie der Beschleunigung g im Bezugssystem BS1 gleich ist.“
    Wie kann Karamanolis glaubwürdig andere wissenschaftliche Aussagen machen.
    Beschleunigung ist keine Geschwindigkeit, sondern eine Geschwindigkeitsänderung.
    Viele Grüße
    Michael Maier

    1. Ohne das Buch zu haben, zu dem ja offensichtlich eine Abbildung gehört und den ganzen Text ist dazu gar nichts zu sagen. Vor allem frage ich mich warum sie nicht Herrn Karamanolis selbst anschreiben, den findet man ja leicht im Netz.

  2. Sollten Sie da ich nicht eher Herrn Karamanolis fragen, warum er das falsch beschrieben hat?

    Die Aussage auf Seite 74 ist ja gleich doppelt falsch.
    1. Ihre Anmerkung zur Verwechselung Geschwindigkeit und Beschleunigung
    2. in einem Raum außerhalb jeglichen (relevanten) Gravitationsfelds kann es kein „oben“ geben.

    scheinbar schlechtes Peer – Review

    Der andere Bernd

  3. Mathefrust
    Etwas geht mir als Naturwissenschaftler im Kopf herum und lässt mich auch im Ruhestand nicht los.
    Warum haben die Naturwissenschaften und die Mathematik einen so schlechten Ruf nicht nur bei Schülern, sondern auch in der Erwachsenenwelt.
    „Ist nicht so schlimm, ich war als Schüler auch nicht gut in Mathematik“ – „Mach dir nichts aus der schlechten Note, Physik ist halt nur was für Eierköpfe!“ usw.
    Dazu kommt der alljährliche Protest von Abiturienten über die „viel zu schweren Prüfungsaufgaben“ in Mathematik.
    Und was das Schlimmste ist, es scheint, als ob die meisten Politiker kein naturwissenschaftliches Fundament bei ihren Entscheidungen besitzen. (Beispiel: Frau Bundeskanzlerin ist ausgebildete Physikerin; davon ist aber nicht viel zu spüren)
    Es liegt sicher nicht daran, dass die Schüler das alles selbst verschuldet haben. „Sie spielen immer nur auf ihren Smartphones herum und schauen nur You tubes an. (Nebenbei: Mathematik-you-tubes sind mit wenigen Ausnahmen unter dem Strich!) Sie tun einfach zu wenig.“ So oder so ähnlich hört man es allenthalben von Verantwortlichen, auch von unserer Kultusministerin.
    Aber hat irgendjemand schon einmal danach gefragt, ob vielleicht auch die Schule dahinter stecken kann.
    Wie fühlt sich ein Schüler?
    Unbestritten: der Schüler ist ständig der Getriebene. „Bis Montag hast du deine Vokabeln gelernt!“ – „Morgen schreiben wir eine Arbeit!“ (warum sagt man „wir“, der Lehrer schreibt die Arbeit ja nicht, allein der Schüler) – „Wenn du so weiter machst, ist dir die 5 sicher!“- „Darauf antworte ich nicht, du kannst ja besser aufpassen!“ usw.
    In dieser Atmosphäre freiwillig lernen, Interesse entwickeln, Freude am Neuen bekommen ist unmöglich. Übrig bleiben dunkle Erinnerungen an Differenzialgleichungen oder das Periodensystem der Elemente. Der Schüler gehorcht , aber er entwickelt keine Verantwortung, nicht für sich selbst, aber auch nicht für die Gesellschaft, in der er lebt. Aber wehe, wenn er doch einmal Verantwortung zeigt, dann folgt: „Du kannst doch freitags nicht einfach vom Unterricht fernbleiben, das ist Schwänzen, das wird ins Klassenbuch eingetragen und deine Eltern werden benachrichtigt.“
    Dann möge es die Schule doch einmal anders versuchen. Ich möchte hier das Modell einer Schulverfassung vorstellen, das ich als Lehrer und meine Kinder als Schüler erlebt haben mit restlos positiven Erfahrungen.
    Die meisten Schulen haben eine Gesamtkonferenz, deren Beschlüsse der Schulleiter auszuführen hat. Diese Gesamtkonferenz besteht aus allen Lehrern mit vollem Stimmrecht, wenigen Schülervertretern (meistens 3 bis 5) und zwei Elternvertretern. Die Schülervertreter und die Eltern sind hier lediglich das Feigenblatt der Dominanz der Lehrer.
    Die erwähnte Schule, die es anders macht, hat keine Gesamtkonferenz mehr, sondern einen „Gemeinsamen Ausschuss“, dessen Beschlüsse der Schulleiter auszuführen hat.
    Dieser Ausschuss besteht aus 6 von allen Schülern gewählten Schülervertretern,
    6 gewählten Elternvertretern
    6 gewählten Lehrervertretern
    Alle haben volles Stimmrecht.
    Den Vorsitz hat der Schulleiter ohne eigenes Stimmrecht.
    Dieses Modell funktioniert. Plötzlich haben die Schüler Verantwortung für das System in Händen, in dem sie leben, genau so viel Verantwortung wie auch die Lehrer. Hier ist Augenhöhe hergestellt. Hier wird Demokratie praktiziert, nicht nur eingeübt. Wenn ein Schüler unzufrieden ist, kann er zu seinem Vertreter im Ausschuss gehen, der dann echten Einfluss hat, das ist kein Feigenblatt mehr.
    Bleibt die Rolle der Eltern. Die Eltern sind nicht automatisch auf der einen oder der anderen Seite. Die Lehrer, aber auch die Schüler sind bemüht, Elternstimmen auf ihre Seite zu ziehen, um einen Abstimmungserfolg zu erzielen. Hier ist politisches Handeln erforderlich, es müssen Kompromisse gefunden werden; das ist echte Politik. Nicht so in der Gesamtkonferenz herkömmlicher Art, hier wird dominiert, sonst nichts.
    Um es noch einmal zu betonen, dieses System lief und läuft immer noch an einigen Niedersächsischen Schulen. Der Niedersächsische Landtag hat für ein solches Modell extra das Schulgesetz geändert, damit es genehmigungsfähig war.
    Ich bin nicht nur überzeugt, ich weiß, dass hier besser, zufriedener und freiwilliger gelernt wird als in anderen Schulen, die ich kenne (nicht nur für Mathematik).

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