Klima und Corona

Am letzten Freitag waren Greta Thunberg und Luisa Neubauer bei der Kanzlerin. Herausgekommen ist heiße Luft oder um es in anders zu sagen: man hätte auch rumoxidieren können, denn es wurde nur gemerkelt.

Inder Tat ist der Klimaschutz in Zeiten von Corona in den Hintergrund getreten. Demonstrationen mit 1,5 m Abstand gehen auch nicht und die Klimaschützer haben ja anders als die Coronaleugner noch genug Verstand die Maßnahmen einzuhalten, auch wenn sie wohl das geringste Ansteckungsrisiko haben. (Hat mal jemand nachgeforscht, inwieweit die nun steigenden Ansteckungszahlen auch auf diese Demonstrationen zurückgehen ?). Immerhin hat die Polizei in Berlin eine erneute Anti-Corona Demonstration verboten, weil die Regeln nach dem Seuchengesetz nicht eingehalten werden – die gelten auch für die Coronakritiker. Sie können auf eine Änderung durch eine Demonstration aufmerksam machen, aber solange diese nicht erfolgt haben sie wie andere auch sich an die Regeln zu halten. Ob die Regeln auch bei der Dance-Party, pardon Kundgebung gelten? Continue reading „Klima und Corona“

Viel Kohle für wenig Kohle, Bonpflicht

Heute ein kleiner Meinungsblog als Zwischen- und Lückenfüller. Es geht um zwei Themen die gerade so durch den Medienwald schwirren. Das erste ist der Kohlekompromiss. Beschlossen letztes Frühjahr, als erste Folge der Fridays for Future, gab es vor kurzer Zeit ein Treffen der Ministerpräsidenten der betroffenen Länder mit der Kanzlerin. Denn die wollten sofort Geld sehen, sonst stimmen sie dem Kompromiss nicht zu und kurze Zeit darauf die Retourkutsche der Kohlekommission, die den Kompromiss eigentlich erarbeitet hatte. Die Komission machte klar, das das was beschlossen wurde nicht der Kompromiss war, den man ausgearbeitet hatte. War eigentlich auch so erkennbar. Als Kompromiss betrachte ich eine Einigung bei dem jeder seinen Standpunkt nicht vollständig durchgesetzt hat, alle zufrieden und doch irgendwie unzufrieden sind. Aber 20 Jahre Restlaufzeit, 40 Milliarden Euro für eine Industrie ohne Zukunft mir nur 20.000 Arbeitsplätzen – das ist kein Kompromiss, das ist eine Vermeidung von Stress, indem man Geld ausgibt, das der Steuerzahler berappen muss.. Ich sehe noch ein, das es Regionen gibt, die an der Kohle hängen, sie wird ja punktuell abgebaut. Dort muss man Leute umschulen oder einfach neue Industrien ansiedeln – die Regionen liegen ja nicht in Ländern mit niedriger Arbeitslosenquote. Aber die Einrichtung eines Arbeitsplatzes kostet im Mittel 200.000 Euro, natürlich stark abhängig von der Industrie. IT-Arbeitsplätze die ja meist Büroarbeitsplätze sind, sind billiger als Arbeitsplätze in einer Automobilfabrik oder Chemieanlage. Da ja die IT-Branche boomt und man sicher in diese Branche investiert, auch weil sie nicht von Ressourcen außer „Human Capital“ abhängig ist, würde ich 200.000 Euro als die Obergrenze ansehen. Macht bei 20.000 Arbeitsplätzen dann 4, und nicht 40 Milliarden. Was mich ärgert: im selben Zeitraum verlor die Windkraft durch Hemmnisse, wie schleppende Bearbeitung der Anträge und neue Hürden wie vergrößerter Abstand zu Siedlungen (deren Grüße auch auf 5 Häuser heruntergesetzt wurde) 26.000 Arbeitsplätze. Getan wurde für diese Zukunftsbranche nichts. Continue reading „Viel Kohle für wenig Kohle, Bonpflicht“