Dinge, bei denen ich den Nutzen nicht verstehe

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Ich bin treuer Leser der Computerzeitschrift ct‘. Sporadisch seit der zweiten Ausgabe 1983, als Abonnement seit 1995. In den letzten Jahren lese ich immer weniger drin, das hat vielerlei Gründe. Einer der Wichtigsten ist, das vieles was dort besprochen oder getastet wird mich nicht mehr tangiert. Lag früher das Hauptaugenmerk des Titels auf „Computer“, so ist es heute mehr „Technik“. (ct steht für Computer & Technik). Es werden Kopfhörer für Hunderte Euro besprochen, vor allem aber zahlreiche Geräte die man in den Begriff Smart-XXX oder Iot (Internet of the Things) einordnen kann. Also Dinge, die es eigentlich ohne Smart schon seit langem gibt, nun aber mit integrierten Computern und App-Steuerung. Continue reading „Dinge, bei denen ich den Nutzen nicht verstehe“

Taugt der Raspberry Pi 4B als Desktop Ersatz?

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Der Raspberry Pi ist der populärste Kleincomputer. Über 30 Millionen des Rechners wurden von 2012 bis 2019 verkauft. Gedacht war er um Programmieren zu lernen, in Reminiszenz zu den Heimcomputern der Achtziger Jahre, da er aus England kommt, liegt der Vergleich mit dem Sinclair Spectrum auf der Hand. Doch schon der hinkt. Das Einzige was ihn mit dem Spectrum verbindet ist, das sein Preis sehr niedrig ist. Das teuerste Modell kostet derzeit um die 75 Euro. Dazu kommen aber noch mindestens ein Netzteil und eine Mikro-SD Karte, in den meisten Fällen auch ein Gehäuse. Doch selbst dann liegt der Komplettpreis nur bei etwa 100 Euro. Continue reading „Taugt der Raspberry Pi 4B als Desktop Ersatz?“

Die Lösung für ein überflüssiges Problem – wann lohnt sich ein Raspberri Pi im Weltraum?

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Heute wieder mal Blog zu einem speziellen Thema. Es geht um die für die Raumfahrt geeigneten Computer. Betrachtet man sich die letzten 40 Jahre, so sieht man eine Tendenz: sie haben gegenüber der „irdischen“ Hardware deutlich an Leistung verloren. Als 1981 das Space Shuttle abhob, waren ihre Bordcomputer, die auf der System 360 Architektur basierten, noch deutlich schneller als Computer, die man als Privatperson kaufen konnte (mit einem Großrechner kann man die Rechner natürlich nicht vergleichen, schon allein wegen des Gewichts, Volumens oder Stromverbrauchs, aber Rechner in Raumfahrzeugen haben in etwa das Volumen eines PC. Die Shuttles hatten 32 Bit Prozessoren mit 416 KByte Speicher pro Rechner, ein Heimcomputer wie der ZX80, Ti 99/4a oder VC20 einen 8 Bit Prozessor mit 1 bis 16 KByte Speicher. Continue reading „Die Lösung für ein überflüssiges Problem – wann lohnt sich ein Raspberri Pi im Weltraum?“

Wie schnell ist der Raspberry Pi?

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Da ich gerade wieder an meinem Programm für Raumfahrtfragestellungen arbeite, habe ich mir gedacht – das kann man man doch ganz gut für einen Benchmark nutzen. Was ich nutzte war eine Berechnung eines Einschwenkens in die Umlaufbahn um den Mars nach einer Transferbahn. Dort werden 3000 Tage in der Umlaufbahn simuliert und 1,2 Millionen Wegpunkte berechnet. Die werden für eine Grafik auf 10.000 reduziert und zwei Grafiken erstellt, eine mit dem weg um die Sonne, die zweite um den Planeten.

Benchmark 1 sucht zuerst den Versatz um den vorgegebenen Minimalabstand zu erreichen. Da der Planet die Bahn zu sich krümmt kann man den nicht einfach zum theoretischen Treffpunkt der Bahnen hinzuaddieren. Mein Ansatz ist ihn iterativ zu errechnen indem man zuerst einen größeren Bereich nach dem wert absucht der dem Zielabstand am nächsten kommt, dann über diesen Wert

Benchmark 2 ist nur der zweite Teil, hier wird nicht der Minimalabstand gesucht sondern nur noch die Simulation mit gefundenen Vorgaben durchgeführt. Bei diesem Teil ist der Rechenaufwand geringer, dafür macht der relative Anteil an Speicheroperationen und Grafikoperationen / Textausgabe mehr aus. Continue reading „Wie schnell ist der Raspberry Pi?“

Wofür kann man den Raspberry Pi einsetzen?

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Seit zwei Jahren nutze ich nun den Einplatinenrechner Raspberry Pi. Mittlerweile gibt es die dritte Version des kleinen Zwergs, und betrachtet man nur einige technische Parameter so ist in den drei Jahren zwischen erstem und drittem Modell (Raspberry Pi 3) einiges  passiert:

  • Verdoppelter Speicher 1 GByte anstatt 512 MByte
  • viermal so viele Kerne (4 Anstatt 1)
  • 70% höherer Takt (1200 anstatt 700 MHz)
  • Verdoppelte USB-Buchsen (4 anstatt 2)
  • Integriertes WLAN (vorher nur Ethernetzbuchse)
  • Zwei Prozessorgenerationen weiter (ARMv8 anstatt ARMv6)
  • und das alles bei einem gleichgebliebenen Preis von 40 Euro.

Ich habe mir den kleinen Rechner ursprünglich gekauft damit ich im Urlaub auch mal surfen kann oder an verregneten Tagen einen Aufsatz schreiben kann. Das heißt er sollte einen Desktop ersetzen, wenn auch nicht vollständig, sondern nur zweitweise. Inzwischen habe ich den dritten Raspberry, das neueste Modell 3. Zeit das ich mal schreibe was man damit machen kann. Continue reading „Wofür kann man den Raspberry Pi einsetzen?“