Wenn Forschung und Entwicklung zur Nebensache wird
Die Einstellung der ASRG Entwicklung ist symptomatisch wie es in der NASA – ähnliches könnte man aber auch von der ESA sagen – steht. Die Agentur stand mal dafür progressiv Technologien zu entwickeln. Inzwischen ist dies weitgehend zum Erliegen gekommen, dieser Eindruck drängt sich einem auf, wenn man sich Meldungen anschaut. Nun hat die Raumfahrtagentur die Entwicklung von ARG eingestellt. ASRG sind Stromgeneratoren die über einen Sterling Motor Strom aus der Zerfallswärme von Plutonium-238 erzeugen. Sie werden seit mindestens 10 Jahren untersucht, zumindest bin ich vor dieser Zeit auf die Technologie gestoßen. Natürlich ist der Wechsel ein Risiko. Anders als die bisherigen RTG sind mechanische Teile im Spiel, die verschleißen oder sich festsetzen können. Doch in den Jahren die seitdem vergangen sind, hätte man ja einige Exemplare im Dauertest testen können. Selbst wenn dies nicht reicht, so hätte man einen ASRG zusätzlich in einer Mission mitführen können, z.B. bei Juno oder Curiosity. Wenn’s klappt hat man mehr Strom, wenn nicht ist man schlauer. Es ist ja nicht das erste Mal, dass die NASA eine Technologie bei der Energiegewinnung aus Pu-238 ad acta legt. So gab es auch mal die Idee Alkalimetalle (AMTEC) zu erhitzen und sie durch einen Beta-Aluminium-Festkröper-Elektrolyten zu pumpen. Auch das versprach Wirkungsgrad von 13 bis 25%. Diese AMTEC wurden auch eingestellt. Continue reading „Wenn Forschung und Entwicklung zur Nebensache wird“
So langsam wird es mir unheimlich. Ja Tobi hatte recht. Beim Start von Skylab gab es noch ein zweites Vorkommnis: Der rund 5 t schwere Zwischenstufenadapter zwischen erster und zweiter Stufe löste sich nicht wie geplant 30 s nach Zündung der S-II ab, sondern gelangte auch in den Orbit. Trotzdem hatte die S-II noch rund 8 t Resttreibstoff – bei einer Apollomission waren 3 t üblich. Obwohl also die Nutzlast 5 t höher war als geplant hatte die Stufe noch mehr Reserven als bei einem Mondflug – sie hätte rund 100t anstatt der 95 t, welche die NASA als Nutzlast annahm befördern können. Zusammen mit der ausgebrannten Stufe und dem Adapter zu Skylab gelangten 144.750 kg in den Orbit.