Die 8 Bit Spielkonsole

Eine der erstaunlichsten Dinge in den Achtzigern war, das massenweise Heimcomputer verkauft wurden, die aber primär zum Spielen verwendet wurden. Das führte sogar zu der Spiele Krise 1982/83, als viele Firmen, darunter Atari in finanzielle Bedrängnis gerieten, weil Heimcomputer ihre erste Konsolengeneration wie das VCS 2600 aus den Siebzigern um Längen schlugen.

Die Hersteller der Heimcomputer haben komischerweise nicht drauf reagiert,also selbst Konsolen produziert. Clive Sinclair regte sich auf, weil Leute seinen Spectrum zum Spielen nutzten und Commodore brachte erst 1990 eine Spielkonsole auf Basis des C64 heraus, als die 8 Bit Zeiten schon vorbei waren.

Es gab in den Achtzigern zwei Spielekonsolen, doch beide kamen aus Japan und waren erst viel später bei uns verfügbar. Zum einen die Nintendo NES mit eigener Hardware und das Sega Master System mit Standard Hardware wie dem Z80.

Ich will mal skizzieren, wie eine hypothetische Spielkonsole ausgesehen hätte, wenn sie von einem der Heimcomputerhersteller gekommen wäre, mit Standard-Hardware. Continue reading „Die 8 Bit Spielkonsole“

Der Schneider / Amstrad CPC 6128 und das Joyce – man hätte mehr draus machen können.

Die ct‘ hat dieses Jahr zwei Retro-Ausgaben herausgebracht, die sich mit alten Computern wie dem C64, Spectrum, Amiga oder Atari ST beschäftigten. Das hat mich dazu gebracht mich wieder mehr mit alten Computern zu beschäftigen. Ich dachte zuerst daran einen Artikel über das Bankswitching und wie es im CPC 6128 funktionierte zu schreiben, doch bei der Recherche dafür entdeckte ich das es da schon genügend gute Quellen gibt. Aber es hat mich dazu inspiriert, mal einen „Retro-Wir-Wissen-es-besser“ Aufsatz zu schreiben. Gut ist aus der Retroperspektive immer möglich, aber ich denke meine Ideen sind zumindest diskutabel. Continue reading „Der Schneider / Amstrad CPC 6128 und das Joyce – man hätte mehr draus machen können.“

Intel und Stalin

Ja an Stalin wurde ich bei der Recherche für meinen neuesten Artikel erinnert. Nun ist ja Stalin für allerlei Scheußlichkeiten bekannt, doch ich meine etwas besonderes, das war das man unter seiner Zeit gerne die Geschichte zurecht gebügelt hat. Da gab es Photographien bei denen unter Stalin unbeliebte Personen herausretuschiert wurden, Manchmal amateurhaft, so fehlten die Köpfe aber die Füße waren noch zu sehen. Verzichten konnte man auf die Fotos nicht den es waren meistens welche wo auch Lenin drauf war. Stalin selbst sorgte dafür dass seine Rolle während der Oktoberrevolution (die eine eher kleine war) hervorgehoben wurde. So bekam er ein Schauspieler der ihm ähnlich sah eine Rolle in einem Film von Eisenstein wo das Winterpalais gestürmt wurde – in Wirklichkeit war Stalin da nie dabei. Im Zuge der Säuberungen mussten dann auch Personen von Fotos weichen. Ein extremes Beispiel findet sich weiter unten wo drei Personen aus dem Bild „verschwinden“. Continue reading „Intel und Stalin“

Das Bessere ist der Feind des Guten

Habt ihr mal in einem Simulator euer Lieblingsspiel aus 8-Bit-Zeiten gespielt? Man wird sehr schnell ernüchtert: So toll wie früher ist es nicht mehr. Woran liegt das? Nun es gibt sicher eine Reihe von Gründen. Das eine war der fehlende Vergleich: Vor 20 Jahren hat man eben noch nie ein Spiel mit 16 Millionen Farben, 1600 x 1200 Bildpunkten und mit KI gespielt. Daneben sehen Spiele die mal für einen Fernseher mit PAL Auflösung ausgelegt waren ziemlich schlecht aus wenn man sie hochskaliert auf einem 24″ Bildschirm mit Full-HD Auflösung ansieht. Continue reading „Das Bessere ist der Feind des Guten“