Immer das alte Spiel

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Da fiel mir diese Nachricht auf. Einerseits ganz positiv, weil nun die Vega besser im Markt positioniert sind, nachdem Wettbewerber sich zurückziehen oder die Preise erhöhen. Es zeigt dann auch wie kurzfristig die deutsche Raumfahrtagentur geplant hat, die sich nicht an der Vega beteiligen wollte. Doch der zweite Teil zeigt dann wie es leider derzeit auch bei der Ariane ist. Kaum ist ein Träger entwickelt, geht es schon darum ihn weiter zu entwickeln. Das hatten wir immer seit Ariane 1. Doch während bei Ariane 2-4 das noch preiswert war (Ariane 1→2 Ausnützung von Reserven die es schon gab, leicht verlängerte dritte Stufe, Ariane 2→3 zusätzliche preiswerte Feststoffbooster, Ariane 4: flexibles System aus Boostern, basierend auf der schon entwickelten Technologie), wurde es seitdem immer teurer.

Bei Ariane 5 musste ein neues Haupttriebwerk her und nun auch noch eine neue Oberstufe die extrem teuer wird (etwa 1,5 Milliarden Euro, 2003 waren es noch 700 Millionen Euro, dabei hat man schon etwa 300 bis 400 Millionen für das Vinci ausgegeben) und im Verhältnis zu den Kosten nur wenig zusätzliche Nutzlast bringt. Und nun dasselbe Spiel bei der Vega. Kaum geflogen plant man schon eine neue Version. Continue reading „Immer das alte Spiel“

Die Vega: sinnvolle Erweiterungen

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Wie bei jeder anderen Trägerrakete, hat sich die ESA auch bei der Vega Gedanken gemacht wie man sie weiter entwickeln kann, ähnlich wie dies schon bei Ariane 1-4 und 5 geschah. Die Vorstöße Italiens 2008 eine erste Finanzierung zu bekommen scheiterten, und 2012 wird man es sicher nicht versuchen, steht schließlich noch immer nicht fest wo der Kurs bei der größeren Schwester Ariane 5 gehen soll.

Ich will an dieser Stelle gar nicht alle Pläne durchkauen sondern nur die Essenz. Es gibt prinzipiell zwei Ansätze. Der eine ist es die ersten Stufen zu vergrößern von 80 auf 100 und 23 auf 40 t Treibstoffzuladung. Der zweite ist es das AVUM und/oder die Z9 Stufe zu ersetzen. Das letztere wurde z.B. von der DLR in zwei Studien (VENUS I und II) untersucht und man kam in Venus I zum Schluss, dass eine kryogene Stufe problematisch wird, wegen der Höhe des Trägers und Spitzenbeschleunigung und der Nutzlastgewinn klein oder nicht gegeben ist. Das liegt an den hohen strukturellen Faktoren die EADS Astrium für eine kryogene Stufe errechnete. Bei der Venus II hat man sich auf lagerfähige Stufen konzentriert und da kann ein kleiner Nutzlastgewinn resultieren, dafür müsste aber eine komplette Stufe und ein neues Triebwerk entwickelt werden. Continue reading „Die Vega: sinnvolle Erweiterungen“