Von innovationen
All denen die schon Teil 1 gelesen haben mag es bekannt vorkommen: Ja ich bekomme die Videos von Lynne und Tessa nicht aus dem Kopf. Man kommt aber auch auf Gedanken (oder ich komme zumindest auf welche, es gibt ja eigentlich nichts, worüber ich mir meist viel zu viele Gedanken mache). Es geht um die Vergänglichkeit. Klar ist: So beliebt wie die beiden jetzt sind, es ist eine Sache von einigen Wochen vielleicht Monaten. Ich hoffe sie kommen damit klar wenn der Trubel mal nachlässt und enden nicht wie fast „Superstar“ Daniel Kübelbök in einem tiefen Loch.
Schaut man sich die Pop Szene an so wird sie immer schnelllebiger. Stars erscheinen und gehen nach ein paar Songs oder trennen sich nach 1-2 Jahren. Für viele reicht es nicht mal mehr zu einem eigenen Hit sondern es wird aus den 80 er Jahren etwas gesampelt – das meist jugendliche Publikum kennt ja nicht mehr die Originale.
Doch das ist nicht auf die Popkultur beschränkt. In fast allen Bereichen nehmen die Fluktuationen und Veränderungen massiv zu. Traditionsfirmen werden aufgekauft und zerschlagen für kurzzeitige Profite. Beim Börsenhandel heißt das Stichwort „Intraday Trading“. Arbeitsplätze wandern in immer schnellerem Tempo um den Globus. Continue reading „Von innovationen“
Noch nie habe ich so viele deutsche Flaggen gesehen wie bei dieser Weltmeisterschaft. Überhaupt scheint es bei uns ein Problem mit den Fahnen zu geben. Bis vor ein paar Jahren (ich glaube der Durchbruch war die Weltmeisterschaft 2002) gab es nur offizielle Beflaggung bei Feiertagen oder Wahlen. Keine Privatperson hat eine Flagge gehisst ? Warum eigentlich ? Müssen wir uns für unsere Flagge oder unsere Verbundheit zu Deutschland schämen ? Ein amerikanischer Mitbürger hat ständig eine gehisste Flagge vor seinem Haus stehen und auch wo anders sehe ich diese öfters. Bei uns ? Mal zur Weltmeisterschaft, aber dann wieder lange Zeit in den Schrank. Es ist bei uns auch unüblich Kleidungsstücke mit nationalen Symbolen zu tragen und wenn dann ein versteckter Sticker. Viele haben aber ein T-Shirt mit Stars & Stripes zuhause.
Das deutsche Reich, das 1871 gegründet wurde setzte dagegen die Schwarz-weiß-rote Flagge ein. Unter dieser Flagge zogen auch die Rekruten 1914 in den Krieg. Nach dem ersten Weltkrieg wurde schwarz-rot-gold zur Nationalfahne der Weimarer Republik. Nach der Machtergreifung 1933 erklärten die Nationalsozialisten die schwarz-weiß-rot Hakenkreuzfahne zur Nationalfahne. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es einen Aufruf für Entwürfe für eine neue Fahne, doch keiner überzeugte und so wurde schwarz-rot Gold wieder zur Nationalfahne – in der DDR noch ergänzt durch Hammer und Sichel. Für mich steht Schwarz-Rot-Gold für die Zeit Deutschlands in der es Freiheit gab. Ich sehe sie noch über dem Brandenburger Tor wehen bei der Wiedervereinigung, Ich versteh nicht warum man sie nicht öfters zeigt und nicht nur bei Sportereignissen. Aber es scheint als würde sich unser Verhältnis zur Nationalflagge normalisieren. Wenn nun auch noch Ballack und Co bei der Nationalhymne mitsingen könnten …. Doch das ist ein anderes Kapitel.