Auch kleine Geschäfte können Schlagzeilen machen….

Daran musste ich denken als ich die Berichterstattung zum Discovery Start hörte warum es ging. Ich sah das ganze live bei N24,  Warum ist die Discovery zur ISS gestartet? Weil die Toilette kaputt ist! Ohne Toilette kann man die Station nicht halten und man muss sie evakuieren, klärte uns der Sprecher auf, das sehen NASA Vorschriften vor. Ach ja da ist noch dieses japanische Kibo Labor, dass man auch mitführt. Okay, denke ich mir, das Privatfernsehen, nach eigener Erfahrung mit diesen Medien und Redakteuren, die mich ab und an anrufen, ist bei Privatfernsehen die Berichterstattung in diesem Medium ist meiner Ansicht nach das Pendant der BILD im Pressebereich: Doch dann gab es den Start ja auch in den ZDF Nachrichten. Und auch hier die Betonung auf die Toilette.

Okay, wenn die Toilette ausfällt, dann ist das unangenehm, noch unangenehmer als die Benutzung der Toilette. Diese ist nämlich nichts anderes als ein Staubsauger, den man auf die entsprechende Körperöffnung setzen muss, und dem dann eine Trennanlage nachgeschaltet ist. Ausgefallen ist nun ein Teil der Toilette der den Urin abtrennt. So dramatisch ist es aber nicht. Zum einen war die Toilette seit dem 29.5. wieder betriebsbereit. Zum anderen: Wenn die NASA Richtlinien vorsehen, dass die ISS zu räumen ist, wenn die Toilette nicht mehr funktioniert, warum hat man bislang nur eine an Bord? Klar es wird im Endausbau zwei geben. Aber: So klingt dies für mich als ein sicherheitskritisches System. Alle anderen Systeme die Sicherheitskritisch sind, sind aber redundant vorhanden.

Was aber kein Schwein bemerkt: Das ist die dritte Space Shuttle Mission dieses Jahr und drei weitere sind dieses Jahr geplant. Damit fliegt die derzeitige Orbiter Flotte von nur noch 3 Orbitern genauso oft wie bis 2003 die Flotte aus 4 Orbitern, obwohl ein Orbiter fehlt und die Sicherheitsanforedrungen nochmals verschärft wurden, und damit auch das Risiko, dass man einen Start verschieben muss. Wundert sie das? Mich nicht! Schon vor dem Verlust der Columbia waren mehr Flüge möglich, bis zu 8 pro Jahr. Ein Space Shuttle kann alle 3 Monate fliegen, das sind maximal 12 Starts bei 4 Orbitern pro Jahr, etwa alle 10 Jahre fällt ein Orbiter für längere Zeit weg, wenn er zur Generalüberholung 1-1.5 Jahre zum Hersteller geschickt wird. Schon früher waren mehr Flüge möglich, als tatsächlich durchgeführt wurden. Der Ausbau der ISS verzögerte sich vor allem am Anfang durch fehlende russische Teile und Verzögerungen bei der Lieferung dieser.

Auf jeden Fall zeigt es doch, wie wichtig heute die ISS ist: Der nun sich beschleunigende Ausbau und die in 2 Jahren absehbare Fertigstellung interessiert doch keinen. Phoenix scheint eher positive Nachrichten zu machen. Dabei geht es auch hier nicht ohne Probleme. Die Meteologiestation lieferte zuerst unlesbare Daten und die Inbetriebnahme anderer Experimente hinkt dem Zeitplan noch hinterher. (So gibt es z.B. noch kein vollständiges Panorama des Landeplatzes). Immerhin: Man sucht ja nach Eis. Ich war da kritisch und habe dies bei einer Mail so geäußert. Nach einer Presseinformation sollen die Eindrücke der Landebeine im Boden jedoch darauf hinweisen. Die Analysen werden dies noch zeigen. Außerdem gäbe es ja noch die Möglichkeit die Sonde zu bewegen: Wenn man genügend Resttreibstoff hat, so kann man die Triebwerke kurz in Betrieb nehmen und einige Meter weiter entfernt landen. Vielleicht ist dort der Boden interessanter. Zumindest kann man die bisherigen Aktivitäten aus einem anderen Gesichtspunkt aus ansehen und die Landschaft besser stereoskop abbilden. Die Idee ist nicht neu, das hat man schon Beinen Surveyor Sonde so gemacht. Die letzten Lander die erfolgreich landeten, hatten keine Triebwerke, sondern Airbags. Die Viking Lander hätten das auch gekonnt, doch bei deren Umgebung war man froh, dass sie sicher landeten.

Doch Phoenix steht in einer glatten Ebene und anders als alle anderen Lander hat man ihn schon nach weniger als einer Woche auf den Bildern der HiRISE Kamera gefunden. (Wo einer der Viking Lander landete war bis vor kurzem z.B. nicht genau bekannt.

Das Wochenende habe ich wie angekündigt mit der Steuerklärung verbracht: Zugegeben ich finde das so ätzend, dass ich es auf den letzten Termin schiebe. Ich würde sie ja gerne früher machen wollen. Im Winter sind die Sonntage ja meist so trüb, das man eher bereit ist sich an dieses Geschäft zu machen. Doch die Banken bringen es ja nicht fertig die Jahreszusammenstellungen vor Ende März zuzuschicken. Eigentlich eine Unverschämtheit, bei den Gebühren die sie dafür abkassieren. Noch unverschämter sind aber die Steuerprogramme der Softwareschmiede Buhl. Ich habe mir T@X 2008 gekauft. Die Software nervt damit einem permanent eine "Aktualitätsgarantie" aufzudrängen. Darunter verbirgt sich ein Software Abo. Bei jedem Update kommen x Fragen ob man das nicht will. Weil man sich dann am Ende trotzdem registrieren muss und ich nicht riskieren wollte so unbemerkt doch ein Abo zu bekommen,. habe ich es vorgezogen, die Updates manuell zu installieren.

Ansonsten: Das Programm hat mir die Eingabe bei den Kapitaleinnahmen erleichtert, doch bei vermieteten Immobilen war es im Formular des Finanzamt besser. Außerdem vergisst die Software ab und an einige Eingaben, wie ich nach der Mittagspause feststellen konnte. Der Hammer kam aber am Schluss: Das Elster Modul weigerte sich reproduzierbar die Daten zu übertragen, weil die Software Daten im falschen Format übertrug. Ich konnte die Eingabefelder korrigieren so oft ich wollte. Eine elektronische Übertragung war nicht möglich. So ging ein dicker Packen Ausdrucke heute morgen zum Finanzamt. Wann gibt es denn endlich die Steuererklärung auf dem Bierdeckel?

Nach dem Erbprinzen von Liechtenstein ist ja das deutsche Steuersystem das schlechteste der Welt, noch nach Haiti. Das belege eine OECD Studie. Nun es fehlt das Kriterium. Was ist schlecht? Die Steuerbelastung? Die Steuergerechtigkeit? Die Komplexeste gemessen an dem Wust der Regelungen? Es gibt in der Tat eine OECD Studie, doch die hat sich mit der Steuerbelastung beschäftigt. Als eines der Ergebnisse ist in Deutschland die

  • Steuerbelastung für Normalverdienende gestiegen und für Höher Verdienende gesunken
  • Deutschland hat die höchste Steuerbelastung zusammen mit Belgien und Ungarn. Sie liegt (alle indirekten Steuern dazugerechnet) bei 52.2 % für Alleinstehende ohne Kinder.

Aber gerade deswegen sollte man doch etwas gegen Länder tun, die als Steuerschlupflöcher dienen und wenn Lichtenstein so die OECD bemüht, dann bitte auch korrekt: Nach Ansicht der OECD Generalsekretärs trägt das Land eine Mitverantwortung "Das Land versuche, von Steuerhinterziehungen von Ausländern zu profitieren. Liechtenstein gehöre neben Andorra und Monaco zu den letzten Steuerparadiesen, die die Zusammenarbeit mit der OECD und ihren Partnern zur Verbesserung der Transparenz ablehnten". Hmm, das klingt doch schwer nach einem Steuer-Schurkenstaat mit Massen-Steuerhinterziehung. Es wird mal Zeit das Merkel den Prinz Alois von und zu Liechtenstein und seine Familie auffordert, dieses Land zu verlassen, ansonsten schicken wir mal ne Bundeswehrkompanie rein. Die Taktik hat ja schon mal bei den Amis und dem Irak funktioniert, und wofür haben wir den  eine Krisen-Eingreiftruppe, wenn Sie bei Finanzkrisen nicht eingesetzt wird. .. Nebenbei hätten wir dann noch ein zweites Land dass uns dann 12 Punkte beim Eurovision song Context gibt. Moment war da in dem Artikel nicht auch noch die rede von Andorra und Monaco

One thought on “Auch kleine Geschäfte können Schlagzeilen machen….

  1. Hallo,

    eine kleine Anmerkung zu Phönix: Direkt nach der Landung hat die Sonde automatisch das sogenannte „Helium Venting“ durchgeführt. D.h. der Heliumtank wurde entleert um zu vermeiden, dass ein unter Druck stehendes Antriebssystem evtl. dazu führt, dass Hydrazin austritt und den Marsboden (der ja untersucht werden soll) kontaminiert.

    Ein „umsetzen“ der Sonde ist somit meines Wissens nach nicht mehr möglich, da kein Druckgas mehr zur Treibstoffförderung zur Verfügung steht.

    Viele Grüße
    Wuschelino

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