Vergleiche die ich nicht ausstehen kann

Astronaut bei 28.000 km/hEs gibt Dinge über die kann ich mich immer wieder aufregen. Eines sind Vergleiche die nicht passen oder Vereinfachungen die extrem suggestiv wirken. Gerade in der Raumfahrt sind die ja oft gängig. Hier mal zwei Beispiele:

„Die Astronauten verließen die Raumstation um bei einer Geschwindigkeit von 28.000 km/h Außenarbeiten durchzuführen“ oder „Die Entwicklung eines Raumgefährts das mit einer 28.000 km/h schnellen Raumstation ankoppeln kann ist eben so teuer“.

Okay ich denke jeder der sich auskennt weiß was hier die suggestive Unterstellung ist. Was wir seit Einstein theoretisch untermauert haben, aber intuitiv wahrscheinlich auch so wissen ist, dass in einem sich mit unveränderlicher Geschwindigkeit bewegenden System es keinen Unterschied zu den Zustand ohne Bewegung gibt, die ein Beobachter feststellen kann – logisch sonst wäre das Bewegen im Zug oder im Flugzeug etwas problematisch. Die Stewardessen hätten einen harten Job wenn der Kaffee sich mit 900 km/h von der Kanne wegbewegen würde. So auch im Weltall, ja dort gibt es sogar noch idealere Bedingungen als wie auf der Erde – keine Turbulenzen, keine Verbindungen zwischen den Schwellen… (mehr …)

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Der DSN Satellit

Die Frage zum vorletzten Blogeintrag bringt mich auf eine neue Idee: Warum nicht die Empfangsstation für eine Raumsonde ins Weltall auslagern? Wie schon erläutert gibt es eine Problematik: Je höher die Wellenlänge von Radiowellen ist, desto stärker die Abschwächung durch die Atmosphäre. Satelliten benutzen für Satellitenfernsehen schon seit langem nur den unteren Bereich des Frequenzbandes von 11-14 GHz für den Downlink und den oberen nur für leistungsfähige Empfangsstationen oder den Uplink. Auch die NASA scheint sehr langsam die Umrüstung des DSN auf das Ka Band bei rund 30 GHz anzugehen, obwohl seit 2001 Sender dafür an Bord von Raumsonden vorhanden sind. Viel langsamer als die schnelle Umstellung Mitte der siebziger Jahre vom S-Band (2,1/2.3 GHZ) auf das X-Band (7,3/8,4 GHz).

Im Weltall spielt die Atmosphäre keine Rolle und man kann noch höhere Frequenzen nutzen. Im folgenden einige Spekulationen, spekulativer als sonst bei mir, weil ich mich weder gut bei Kommunikationssatelliten noch überhaupt in der Hochfrequenztechnik auskenne. Erst mal: Welches Band kann man benutzen? Der Übergang von Radiowellen zu thermischen Infrarot beginnt etwa bei 1 mm Wellenlänge, also rund 300 GHz. Genutzt werden heute bis zu 98 GHz bei Wetteradar (kurze Reichweite) und experimentell wurde der Funk mit 60 GHz zwischen zwei Satelliten erprobt. Da eine Verdopplung der Frequenz eine Halbierung des Öffnungswinkels bewirkt bedeutet dies bei gleichem Durchmesser von Sende- und Empfangsantenne eine viermal höhere Datenrate oder eine der beiden Antennen kann nur den halben Durchmesser aufweisen. (mehr …)

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