Wirtschaftswachstum

Ein Urgesetz der Wirtschaft scheint es zu sein, dass sie wachsen muss. Wenn das nicht der Fall ist drohen Arbeitslosigkeit, Firmen gehen Pleite, der Staat in die Krise. Doch wozu führt dies? als erstes ist es nicht selbstverständlich. bis vor 200 Jahren war die Wirtschaft vor allem auf die Muskelkraft der Menschen angewiesen. Es gab eine Reihe von mechanischen Hilfsmitteln oder Tiere als Unterstützung und auch das Ausnutzen wurde effektiver, aber die Arbeitsleistung war über Jahrhunderte begrenzt. Das zeigt sich auch daran wie lange Leute an großen Bauwerken wie Tempel, Kirchen etc. arbeiteten. Wenn es dort Wohlstand für einige geben sollte die dann nichts taten und Luxusgüter konsumierten, dann ging dies nur weil entsprechend mehr Menschen am Rande des Existenzminiums lebten (Sklaven, Leibeigene, Bauern etc.).

Die Sache ist die und damit könnte ich den Blog recht einfach abkürzen, dass jedes Wachstum beschränkt ist, das gilt so in der Natur und das gilt auch beim Menschen. Aber ich will es mal ausführen. Es wächst ja nicht nur die Wirtschaft an sich, sondern einzelne Branchen und da sieht es so aus: Zuerst gibt es ein neues Produkt. Anfangs ist es teuer und vielleicht auch nur für wenige nützlich. Es wird im Laufe der Zeit billiger und komfortabler. Dann beginnt eine Phase des rapiden Wachstums, während es vorher nur verhalten war, das Produkt also mehr oder weniger ein Luxusgegenstand war. Nun wird es zum Alltagsgegenstand. Irgendwann ist eine Sättigung erreicht, fast jeder der das Produkt benötigt hat es auch. Die Nachfrage besteht dann nur aus Ersatzkäufen um kaputte und alte Dinge zu ersetzen. Das Wachstum kommt zum Stillstand. Gegen diesen Zyklus hat die Wirtschaft ja schon Gegenstrategien entwickelt, z.b. Varianten zu entwickeln um de Käufer zu einem Neukauf zu bewegen, obwohl er das Produkt schon hat. Das funktioniert wirklich gut wie man am Zweitwagen, dem Notebook neben dem Desktop Computer sieht. (mehr …)

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Militärische Experimente

Am Donnerstag hat die USAF ihr zweites HTV-2 bei dem zweiten Testflug verloren. Das HTV wurde mit einer Minotaur 4 gestartet und sollte der Prototyp eines Bombers sein, der jeden Punkt der Erde innerhalb von einer Stunde erreichen kann und Mach 20 (rund 6.900 m/s) erreicht. Es ist das zweite Experiment in den letzten Jahren, bei dem ich mich frage wozu es gut sein soll.

Also jeden Punkt der Erde innerhalb von einer Stunde erreicht auch eine ICBM, nur ist bei der die Nutzlast zu 100% eine Bombe, während es hier ein Bomber sein soll. (Ob bemannt oder nicht weiß man ja nicht). Welchen Vorteil das bringt, sehe ich nicht, nur den Nachteil, dass ich eine viel größere Rakete brauche. Mit RAMjets und Scramjets komme ich auch nicht auf Mach 12. Theoretisch sollten mit Scramjets Mach 12 möglich sein, aber praktisch hat das noch keiner geschafft. Der Rekord sind Mach 9,6 mit der X-43A und die benötigt eine Rakete, damit ihr Scramjet überhaupt wirksam wird. Also für ein operationelles System ist das viel Aufwand. Es werden mindestens eine, wahrscheinlich zwei Raketenstufen benötigt, dazu der Scramjetantrieb, der auch noch im Versuchsstadium ist und ja auch gerade mit der X-43 A erprobt wird. (mehr …)

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Der Mehrstufenplan für Ionentriebwerke

Es gibt immer wieder Dinge die mich überraschen. Eines ist das Beharren in eingetretenen Pfaden. Wer Bücher vor 40-50 Jahren liest, der stolpert über die exzellenten Zukunftsaussichten von Ionentriebwerken. Doch was ist daraus geworden? Nicht viel. Es ist zum Teil erklärbar. Ionentriebwerke benötigen viel Strom und in den sechziger Jahren meinte man diesen nur durch Kernreaktoren bereitstellen zu können. Doch deren Entwicklung wurde in den USA eingestellt und in den UdSSR erreicht man auch nur mäßige Leistungswerte.

Doch mittlerweile haben Solarzellen enorme Fortschritte gemacht. Die Solarpanels der ISS haben eine Leistungsdichte von 30 W/kg. Also die Solarzellen die 30 Watt Strom erzeugen, wiegen ein Kilogramm. Bei Dawn sind es schon 80 Watt/kg. Bei dem Technologie-Satelliten ST-8 sollten faltbare Solarzellen mit wesentlich leichterer Trägerstruktur mit einer Leistung von 175 W/kg erprobt werden. Nach diesem Papier soll ein Prototyp mit einer Leistung von 300 W/kg existieren. Die Stromversorgung ist der Dreh- und Angelpunkt eines Ionentriebwerks, da sie viel Strom brauchen. Ein Modell, RIT-22 von EADS, wiegt 7 kg und benötigt 5000 Watt Leistung. Selbst bei 175 Watt pro Kilogramm wiegen aber die Solarzellen die eine solche Leistung liefern 28,6 kg. Berücksichtigt man, dass man bei Missionen ins äußere Sonnensystem aufgrund der absinkenden Leistung eine noch größere Fläche braucht zeigt dies das hier noch Optimierungsbedarf besteht. Trotzdem gab es in den letzten Jahrzehnten bei Solarzellen deutlich Fortschritte, während Kernreaktoren praktisch immer noch die gleichen Leistungswerte wie vor 40 Jahren haben. Die besten kommen auf 10 Watt/kg. (mehr …)

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Dreissig Jahre IBM PC

Es gibt ja derzeit wieder Jubiläen. Ich habe mir gedacht ob ich was zu 50 Jahre Mauerbau schreiben soll, aber es dann doch gelassen. Es gibt dazu schon viel im Fernsehen und das Thema wird auch so immer wieder aufgegriffen. Was mich allerdings erstaunt hat, ist dass viele Jugendliche mit der Mauer nichts mehr anfangen können. Ich weiß nicht ob das gut ist oder nicht. Meiner Meinung nach sollte man die Geschichte kennen und draus lernen. Zumal es als Folge der Teilung ja immer noch viele Vorurteile zwischen West und Ost gibt.

Aber einen Tag vorher am 12.8.1981 gab es ein anderes Jubiläum. Der IBM PC wurde dreißig. Er ist damit nur wenig Jünger als die Shuttle Bordcomputer. Über ihn wurde auch viel geschrieben. Der Erfolg der durch die offene Architektur und die dadurch ermöglichten Nachbauten kam. Er schuf das Microsoft Imperium mit einem Betriebssystem, das mehr ein schlechter Witz war, weil jeder eines brauchte, egal ob es ein IBM PC oder ein Nachbau war. (mehr …)

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Was mich nervt

Es gibt immer wieder Dinge die mich nerven. Heute war wieder so ein Tag. Ich gehe beim Metzger einkaufen und möchte ein Pfund Schweinebraten. Also holt die Verkäuferin ein Stück her, von dem man gleich sieht, dass es mehr als 500 g sind und legt es auf die Waage – 802 g. Natürlich verbunden mit der Frage. „Ist etwas mehr, geht das in Ordnung?“. Nein, ich will ein Pfund. Also sollte man annehmen, dass, nun da das Gewicht bekannt ist, sie wohl ein Drittel davon abschneidet und dann kommt sie immer noch auf ein gutes Pfund.

Was macht die gute Frau – sie schneidet nicht ein größeres Stück ab sondern eine Scheibe, legt das ganze nochmals auf die Waage – 648 g. Nein sage ich, ich will ein Pfund. Nun schneidet sie eine noch kleinere Scheibe ab, anstatt eine gleich große und tut es erneut auf die Waage – 592 g. Da ich nun befürchtete, es geht in noch dünneren Scheiben weiter, habe ich Ruhe gegeben. doch dann ging es weiter. Anstatt 100 g Kalbleberwurst gibt es 118 g, selbst bei der Schnittwurst immer über 100 g. Eine Frau neben mir die 50 g Wurst haben wollte wurde zuerst ein Reststück angeboten das 152 g wog. Also scheint da System drin zu sein. (mehr …)

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