Die NK-33Triebwerke – Teil 2

Heute geht es bei den NK-33 Triebwerken, weiter mit Teil 2: Plänen sie in russischen Trägern einzusetzen

Nach dem Zusammenbruch des N-1 Programmes

1974 wurden alle Arbeiten an der N-1 eingestellt. Während viele Teile der Raketen sehr praktisch verwendet wurden (als Garagendächer, für Sandkästen etc.) oder verschrottet wurden, entging der Großteil der NK-33 Triebwerke diesem Schicksal. Sie wurden in einem Warenlager eingelagert. Wie viele Triebwerke überlebten, darüber gibt es keine zuverlässigen Zahlen. Es wird die Zahl 150 genannt. Heute (2011) existieren mit Sicherheit noch 66 Triebwerke (36 in den USA, 30 in Samara) die einsatzbereit sind. Ob es noch weitere gibt und in welchem Zustand sich diese befinden ist ungeklärt. Es gab in der Folge zahlreiche Ideen, die Triebwerke auch in russischen Raketen zu verwenden. Keiner dieser Vorschläge wurde jedoch umgesetzt, obwohl einige recht jung sind (Angara 5-SLK, Sojus 1, 2-3). Wie bei anderen Trägerprojekten Russlands fehlte das Geld für die dafür notwendigen Entwicklungsarbeiten. So kam Bewegung erst als sich die amerikanische Firma Kistler für die Triebwerke für ihre Kistler K-1 interessierte.

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Die NK-33 Triebwerke – Teil 1

Da mir gerade nichts neues einfällt bekommt ihr in den nächsten drei Tagen den neuesten Webaufsatz in drei Teilen vorgesetzt.

Immer wieder gibt es Triebwerke, die lange im Einsatz sind, oder die eingelagert und später „verbraucht“ werden. So die H-1 die als RS-27 bis 1989 eingesetzt wurden. Doch die NK-33 ragen aus dieser Masse heraus, weil sie heute noch, 40 Jahre nach dem Produktionsende gefragt sind.

Die Vorgeschichte

Dei NK-33 und NK-43 entstanden aus den NK-15 und NK-19. Diese beiden Triebwerke waren für die ersten drei Stufen der N-1 (30 NK-15 in der ersten und 8 in der zweiten Stufe und 4 NK-19 in der dritten Stufe) entwickelt worden. (mehr …)

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Braucht man noch die NASA?

Dr. Harrison Schmitt, Apollo 17 Astronaut und Senator fordert die Abschaffung der NASA. Ist das so abwegig? Die NASA wurde 1958 gegründet als zivile Raumfahrtorganisation Präsident Eisenhower sah schon damals das Problem dass zum einen das Raumfahrtprogramm vom Militär vereinnahmt wurde, zum anderen deutete sich schon ein Wettlauf der einzelnen Waffengattungen an. So dürfte Explorer 1 erst nach dem missglückten Vanguard Versuch starten, obwohl er vorher startbereit war, da diese (von der Navy gebaute) Rakete als „ziviler“ galt und auch mehr politische Unterstützung als die Redstone der Army hatte. Das wiederholte sich bei den Mondsonden wo auch die Jupiter der Army erst nach der Thor von der Air-Force starten dürfte (genützt hat es nichts, denn auch hier scheiterten alle Thor Starts). Die NASA hat wirklich viel auf den Weg gebracht, Mercury, Gemini, Apollo, das Space Shuttle. Aber deutlich ist auch, dass sie träge und behäbig geworden ist. Raumfahrtprojekte dauern immer länger. sie werden immer teurer. Das JWST wird nun schon seit Jahren geplant. Sein Start liegt aber immer noch 6-7 Jahre in der Zukunft und es wird 7-8 Milliarden Dollar teuer. Die NASA hat in den ersten 26 Jahren die Projekte Mercury, Gemini, Apollo und das Shuttle in der bemannten Raumfahrt angegangen. In den letzten 27 Jahren war es nur die ISS. Alle folgenden Bestrebungen für andere Projekte wurden entweder schon im Planungsstadium gekippt (Marsexpedition 1989) oder vom nächsten Präsidenten eingestellt (Constellation). Gerade diese letzten beiden Projekte die deutlich teurer wurden, viel langsamer fortschritten als geplant und mit denen keiner richtig zufrieden ist, zeigen, dass die NASA ein Problem hat. (mehr …)

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Bücherrausch

Die Besprechungen alter Bücher auf meiner Website haben Auswirkungen. Wenn ich gerade mal nach Links auf Amazon schaue, dann suche ich meistens noch nach anderen Büchern des Autors. So habe ich mir die beiden Bücher von Assimov „Kosmos und Materie. Wissenschaft an der Schwelle zum dritten Jahrtausend.“ und „Vom Kosmos zum Chaos. Eine Reise durch die Welt der Elementarteilchen.“ gekauft und das letztere auch schon angelesen. Assimov hat, wie ich, eine Vorliebe für Wissenschaftsgeschichte, also nicht einfach die derzeitigen Erkenntnisse darlegen, sondern wie man drauf gekommen ist und welche Personen daran beteiligt waren. Ich weiß nicht, ob das heute noch so ist, aber zu meiner Zeit gehörte es mit zum guten Ton, auch zu vermitteln, wie man auf Erkenntnisse kam und man war stolz auf frühere Größen. Bei uns wurden auch Vorlesungsäale nach Naturwissenschaftlern wie Bunsen benannt und mit einer Anekdote über Nernst, der nicht nur den dritten Hauptsatz der Thermodynamik entdeckte, sondern auch reich mit einem Patent für eine Lampe wurde, konnte ich im Vordiplom ein wenig über meine schlechten Kenntnisse über physikalische Chemie hinwegtäuschen. (mehr …)

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Buchkritik: Werner Büdeler: Geschichte der Raumfahrt

Das ist ein Buch für ein Publikum, das ich nicht bediene – was meinen sie welches ich meine?

Nun es ist ein Buch über die Geschichte der Raumfahrt – zumindest bis zum Jahr 1981. Der Autor, Werner Büdeler ist sicher manchem bekannt. Er war Raumfahrtjournalist während der sechziger und siebziger Jahre, unter anderem auch bei der Apollo 11 Landung in Houston. Er hat zahlreiche andere Bücher über das Apolloprogramm, das Space Shuttle und die Raumfahrt in Deutschland geschrieben (ja damals konnte man noch optimistisch darüber schreiben, heute ist das schon deswegen unmöglich weil fast alles inzwischen zu Astrium fusioniert ist und dieses Unternehmen, egal an welchen Bereich man schreibt, keinerlei Anfragen beantwortet).

Aber zurück zum Buch. Es ist ein Prachtstück. Die Ausgabe die ich habe ist in Leder gebunden, Hardcover, größer als Din-A4 und dick und schwer. (Glanzpapier mit 135 g/m²)Fast jede Seite enthält mehrere, zum Teil auch seitenfüllende Aufnahmen, die meisten davon in Farbe und hoher Qualität. Also das Buch ist natürlich etwas für die Liebhaber von Fotos. Es gibt sehr viele davon auch heute im Internetzeitalter sehenswert und nicht der Mainstream, den jeder kennt. (mehr …)

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