Liebe Amis ….

In den nächsten Tagen dürft ihr euch freuen, denn wir sorgen mal wieder für euch. Der kleine Juniorpartner Europa, der zu 8,3% am internationalen Teil der ISS beteiligt ist, wird einen guten Teil der Versorgungsgüter transportieren. Morgen startet das dritte ATV, diesmal mit dem unaussprechlichen Namen „Edoardo Amaldi“, von praktisch allen nur „Eddi“ genannt. Das die Italiener ihre Raumfahrzeuge nach Leuten, die keiner kennt, benennen habe ich ja schon thematisiert. Nur zum Unterschied: Die Schweizer benennen ihren ATV nach einem Deutschen, der in der Schweiz gelebt hat (ratet mal wer).

Das ATV-03 wird knapp 6,5 t zur ISS bringen.  Dazu kommen noch drei Progress dieses Jahr die weitere 7-7,5 t Fracht bringen. Es ist kein HTV Start dieses Jahr geplant, obwohl Japan noch etwas stärker an der ISS beteiligt ist (12,2 %), die bisher deutlich weniger Fracht zur ISS brachten als die beiden letzten ATV. Nach dem jüngsten Startmanifest rechnet die NASA nicht damit dass sie selbst einen Versorgungsflug dieses Jahr zur ISS durchführen wird. Der Jungfernflug der Dragon ist inzwischen auf Mai gerutscht und gerade kam in den Nachrichten, dass Verzögerungen am Startplatz verantwortlich sind, dass auch OSC noch einige Monate mehr braucht. (mehr …)

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Der Musiktipp: Madness The Wizard

Der Musiktipp von heute ist von Madness. Es ist der letzte Titel des Albums „Wonderful“ von 1999. Ich bin drauf gekommen, weil ich mir im September 2011 die Idee eines Motto-Songs gekommen ist.

Ich hatte gerade den Auftrag bekommen, ein System zu erweitern, dass ich vor zirka zehn Jahren erstellt hatte. Ich habe mich zurückerinnert, und irgendwie kam mir dauernd das Lied „Murder on the dancefloor“ von Elise Baxtor in den Sinn. Das war als ich die längste Zeit bisher bei der Firma war in den Charts und gefiel mir sehr gut. Dann habe ich Fernsehen geschaut und gerade noch vor der Sendung, die mich interessierte den Nachspann angesehen. Da kam von dem Film „der Wixxer“. Der Song dort ist von „Right said Fred“ und Anke Engelke. Aber ich war mir sicher, dass es eine Coverversion war. Und siehe da, eine lokale Suche in meiner MP3-Sammlung zeigte, dass das Original von Madness war und 1999 veröffentlicht wurde. (mehr …)

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Kakao und Schokolade

Heute mal als Abwechslung einen neuen Aufsatz aus der Rubrik Ernährung:

Schokolade gilt als Dickmacher, als Süßigkeit. Nach den DGE Empfehlungen steht sie an der Spitze der Ernährungspyramide, sollte also nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Stimmt das? Zeit sich mal Kakao und den aus ihm hergestellten Dingen zu widmen.

Unter Kakao versteht man die fermentierten, getrockneten Samen des Kakaobaums (Theobroma cacao). Wie jeder andere Samen hat er einen Aufbau aus einer harten Schale, welche ihn vor Beschädigungen schützen soll, dazu kommen Vorratsstoffe von denen er lebt, wenn er auskeimt und Wurzeln erst ausbildet. Der Keimling selbst enthält viel Eiweiß wie jeder andere Keimling aus. Praktisch alle Pflanzensamen sind daher aufgrund der Vorratsstoffe für den Keimling hochenergetisch. Die Kakobohne gehört dabei zu den Pflanzensamen die vor allem Öl als Vorratsstoff nutzen, wie wir es auch von Walnüssen, Haselnüssen oder Oliven kennen. Die zweite Gattung sind Samen die Stärke als Vorratsstoff nutzen wie Getreide. (mehr …)

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Never touch a running system

Dieses Thema drängte sich mir heute auf. Jeder der Software entwickelt, weiß, das man wenn man es stabil haben will, möglichst wenig ändert. Das ganze hat mehrere Aspekte. Früher als es noch so war, dass man einen Computer mit Peripherie kaufte und dann in dieser Konfiguration jahrelang betrieb, gab es dieses Problem nicht. Zwar ist es auch heute noch so, dass die meisten Leute wenig an ihrem Computer ändern und auch der Prozentsatz der Anwender, die nur das Betriebssystem auswechselt, ist gering, aber ansonsten gibt es mehr Fluktuation. Das Betriebssystem lädt dauernd Updates nach oder es gibt Servicepacks. Das ist zum einen ein Vorteil, weil so auch die Unterstützung für neue Hardware einzieht und man sein System erweitern kann. Zum anderen wird es aber auch träger.

Erheblich problematischer ist aber, das sich auch Anwendungen aktualisieren. Teilweise ist ein Update nötig, sonst ist die Software nutzlos, wie z.B. bei Steuersoftware, vor allem aber gibt es Zwangsupdates. Ich weiß wir haben hier im Blog einige Leute, die arbeiten seit Jahren mit derselben Hardware und verweigern sich konsequent allen Änderungen. Man kann von Flash halten was man will, aber selbst wenn man keine interaktive Webseiten mag, sondern nur Videos anschauen will, kommt man am Flash-Player nicht vorbei. Inzwischen setzt ihn auch die NASA und das DLR ein, das bedeutet, dass man sich mehr und mehr ausschließt. Ich halte von dem Flash-Hype nichts, weil ich meine gerade offizielle Websites sollten barrierefrei sein und so angelegt, dass die Information im Vordergrund steht – wer Animationen haben will, sollte sie aktiv anfordern, aber nicht zwangsweise mit ihnen konfrontiert sein. Vor allem muss man die Website noch ohne Flash bedienen können. Browser aktualisieren sich automatisch und andere Systeme wie Java ziehen nach. Es wird also wirklich schwer mit einem System in der unveränderten Konfiguration im Internet unterwegs zu sein. Es ist vielleicht eine Lösung für den Desktoprechner der keine Netzanbindung hat oder bei dem das nicht im Vordergrund steht. (mehr …)

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Die Vega: sinnvolle Erweiterungen

Wie bei jeder anderen Trägerrakete, hat sich die ESA auch bei der Vega Gedanken gemacht wie man sie weiter entwickeln kann, ähnlich wie dies schon bei Ariane 1-4 und 5 geschah. Die Vorstöße Italiens 2008 eine erste Finanzierung zu bekommen scheiterten, und 2012 wird man es sicher nicht versuchen, steht schließlich noch immer nicht fest wo der Kurs bei der größeren Schwester Ariane 5 gehen soll.

Ich will an dieser Stelle gar nicht alle Pläne durchkauen sondern nur die Essenz. Es gibt prinzipiell zwei Ansätze. Der eine ist es die ersten Stufen zu vergrößern von 80 auf 100 und 23 auf 40 t Treibstoffzuladung. Der zweite ist es das AVUM und/oder die Z9 Stufe zu ersetzen. Das letztere wurde z.B. von der DLR in zwei Studien (VENUS I und II) untersucht und man kam in Venus I zum Schluss, dass eine kryogene Stufe problematisch wird, wegen der Höhe des Trägers und Spitzenbeschleunigung und der Nutzlastgewinn klein oder nicht gegeben ist. Das liegt an den hohen strukturellen Faktoren die EADS Astrium für eine kryogene Stufe errechnete. Bei der Venus II hat man sich auf lagerfähige Stufen konzentriert und da kann ein kleiner Nutzlastgewinn resultieren, dafür müsste aber eine komplette Stufe und ein neues Triebwerk entwickelt werden. (mehr …)

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