Das Rätsel

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So, wie angekündigt gibt es zur Feier des tausendsten Artikels etwas zu gewinnen. Es handelt sich um ein Exemplar von „Lexikon der bemannten Raumfahrt“ von Matthias Gründner. Gewinnen kann jeder mit einer deutschen Postanschrift (wegen der Versandkosten).

Es gibt zwei Fragen.Damit haben auch Nicht-Raumfahrtfans eine Chance. Eine richtige Antwort reicht aus, doch ist die offensichtlichste Antwort vielleicht nicht die richtige:

Welche Person hat die längste Aufenthaltszeit auf dem Mond aufgestellt?

Welcher Computer mit einem 16-Bit Prozessor war der erste der für unter 1000 DM zu erwerben war?

Die erste richtige Antwort auf eine der beiden Fragen gewinnt. Viel Spass beim Raten!

Wird man von Selbstgebranntem blind?

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Schön wäre es, wenn die alkoholische Gärung immer genau so verlaufen würde, wie wir sie wollen. Wenn wir von Alkohol reden, so meinen wir den Ethylalkohol, chemisch Ethanol genannt. Er ist das primäre Abbauprodukt von Zucker. Er ist jedoch nicht das Einzige. Die Hefen bilden in weiteren Reaktionen aus dem Alkohol weitere Verbindungen, sie vergären aber nicht nur den Zucker. Sie bauen auch Eiweiß ab und auch Kohlenhydrate, die für uns unverdaulich sind, wie z.B. das Pektin. Es entstehen zahlreiche flüchtige Verbindungen, die charakteristisch für das Aroma sind und von Spirituose zu Spirituose schwanken. Manche dieser Verbindungen kann man daher auch nutzen, um die Lagerzeit oder Verfälschungen festzustellen. Besonders arm an flüchtigen Verbindungen sind Getreidebranntweine und besonders reich sind Obstbranntweine. Diese flüchtigen Verbindungen kommen bei den primären Gärungsprodukten vor (Wein, Bier, Maische), aber sie reichern sich bei der Destillation an. Continue reading „Wird man von Selbstgebranntem blind?“

Macht Schokolade glücklich?

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Ja, aber anders, als sie denken. Einer immer wieder verbreiteten Legende zufolge enthält Schokolade Botenstoffe, welche Glücksgefühle im Gehirn auslösen, weil sie auch natürliche Botenstoffe des Gehirns sind. Dem ist auch so. Kakao enthält Phenylethylamin, das beim Fermentieren und Rösten aus der Aminosäure Phenylalanin entsteht. Phenylethylamin hat eine ähnliche Struktur wie Amphetamine („Ectstasy“) und soll die Ausschüttung von Dopamin im Gehirn bewirken und dadurch glücklich machen.

So weit so gut. Leider wird Phenylethylamin, wie alle anderen biogene Amine durch die Monoaminoxidase extrem schnell im Körper abgebaut (besser gesagt entgiftet) sodass im Versuch die Aufnahme großer Mengen von Phenylethylamin (bis zu 1600 mg) wirkungslos war. Demgegenüber enthält handelsübliche Vollmilchschokolade nur rund 50 bis 100 mg/100 g Tafel. Schokolade mit sehr hohem Kakaoanteil kommt auf 700 mg, doch auch dieser Gehalt ist weit unterhalb der Menge, bei der reines Phenylethylamin sich als wirkungslos erwies. Continue reading „Macht Schokolade glücklich?“