Warum haben Prozessoren so wenige Kerne?

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Nächste Woche gibt es bei ALDI einen Tablett-PC mit Achtkernprozessor und auch Intel hat bei den Desktop Exemplaren dieses Jahr mit 6 bzw. 8 Kernen eine Schippe draufgelegt, doch noch immer sind das deutlich weniger als man nach Intels eigenen Angaben erwarten dürfte. Als 2005 die ersten Dualcoreprozessoren eingeführt wurden, verkündete Intel, nun würde sich die Kernzahl alle zwei Jahre verdoppeln. Damit dürften wir 2015 die ersten 64-Kernprozessoren erwarten. Die kommen aber nicht. Nicht das Intel das nicht hinbekommt. Schon 2009 gab es bei der Westmere Generation 10 Kerne, im Einklang mit dem „Gesetz“ (das für 2009 acht Kerne vorhersagte) und heute liegt der Rekord bei den Xeon Prozessoren bei 18 Kernen mit Hyperthreading (36 logische Kerne). Daneben gibt es den Xeon Phi mit 50 Kernen, doch dazu später mehr. Warum aber belässt man es im Desktop-Segment bei zwei oder vier Kernen, wenn doch technisch mehr möglich sind?

Nun es gibt eine Reihe von Gründen dafür. Der erste ist, dass im Desktop-Bereich meist ein Programm mit einem Thread aktiv ist. Andere Threads sind zwar auch vorhanden, arbeiten aber meist im Hintergrund und brauchen oft nur eine geringe Rechenleistung. Daher hat man mehr Arbeit in den Turbo-Boost gesteckt, darunter versteht man dass einer oder mehrere Kerne kurzzeitig eine höhere Taktfrequenz fahren können, wenn die anderen nicht ausgelastet sind. Das erhöht die Singlethreadperformance die im PC-Bereich so wichtig ist.  Es verwundert nicht das Xeon Prozessoren die für Server gedacht sind und damit für Multithreadanwendungen mehr Kerne haben. Continue reading „Warum haben Prozessoren so wenige Kerne?“