I know Saint Peter won’t call my name

Heute geht es um eine Rakete die ich nie gebaut hätte. Es ist die Proton. Mir fiel beim Nachbearbeiten meines Aufsatzes über die N-1 auf wie viele Fehlstarts die in den frühen Jahren hatte.  Ich kannte die miserable Zuverlässigkeit der Proton in den frühen Jahren, die noch um einiges schlechter war als heute. Hier eine Liste aller Starts der ersten vierstufigen Version, genannt Proton K / Block D: Continue reading „I know Saint Peter won’t call my name“

Ich pack mich ins Solarium und schlaf mich dunkelbraun

So, die letzten drei Tage war es bei mir etwas ruhig im Blog. Das hat ein paar Gründe. Zum einen fehlen mir wieder mal die Themen. Zum anderen war ich auch beschäftigt. Ich habe in den letzten Tagen Windows 7 neu installiert. Ich sehe bei einigen Lesern einige Fragezeichen auf der Stirn auftauchen. Ja und nicht ohne Grund. Ich bin als Windows 10 vor einem Jahr erschien umgestiegen. Wesentlicher Grund nach dem Ansehen einer Review in einer virtuellen Maschine war das die Skalierung von Schriften, da ich nur 25% eines normalsichtigen sehe. Die war deutlich besser als die von Windows.

Seit dem November Update stürzte bei mir der Debugger bei zwei verschiedenen Entwicklungsumgebungen reproduzierbar ab, was mich gefühlt in die Achtziger Jahre zurückversetzte. Seit dem August Update stürzte auch der Computer mit rätselhaften Fehlermeldungen ab. Dabei habe ich keine außergewöhnliche Hardware, sondern einen normalen Rechner ohne Extra-Karten. Auch keine außergewöhnlichen Hardwaretreiber, selbst der Virenscanner ist von Microsoft (nachdem mir 2012 mal der Avast ähnliche Abstürze beschert hat bin ich gewechselt). Continue reading „Ich pack mich ins Solarium und schlaf mich dunkelbraun“

I need Controll, we all need Controll

Neu erschienen sind die Memoiren von Sergej Bukowski. einem ehemaligen KGB-Mitarbeiter. Eigentlich nicht das was mich interessiert, doch wurde ich doch neugierig, als mich der deutsche Übersetzer bat ein Kapitel mal durchzuschauen ob alle Fachausdrücke aus der Raumfahrt korrekt übersetzt wurden. Ein KGB-Funktionär, der etwas mit Raumfahrt zu tun hat? Ich bekam nach Rückfrage die Genehmigung schon jetzt einiges über das Buch zu verraten.

Der für Raumfahrt interessierte Teil beginnt mit einer Besprechung des Politbüros, zu der Bukowski bestellt wurde. Neben anderen Punkten kommt Breschnew schließlich zu der Sache die in Bukowskis Verantwortungsbereich gehört: Die Geheimniskrämerei. Continue reading „I need Controll, we all need Controll“

Sagt nur: Oh, oh, oh – Nicht mit uns

Das Buch von Reichl hat mich inspiriert wieder mal etwas an der N1 zu recherchieren und meinen Artikel im Buch zu aktualisieren. Der Plan des L3M Programms hat mich auf eine Idee gebracht die ich mal vorstellen will. Nachdem Russland nur noch Zweiter werden konnte hat man sich überlegt, was man nun tun könnte. Wenn man wie vorher geplant nur auf dem Mond gelandet wäre, wäre das nicht nur als Kopie von Apollo erschienen und damit klar das man verloren hatte. Man wäre auch in technischen Aspekten unterlegen gewesen. So wäre nur ein Kosmonaut gelandet. Er wäre nur kurz auf dem Mond gewesen, so wie bei Apollo 11. Für längere Aufenthalte reichten die Ressourcen nicht. Die USA hatten das Apollo Programm abgeschlossen mit mehrtägigen Aufenthalten auf dem Mond, Ausflügen der Mondfahrzeuge und zahlreichen mitgeführten Experimenten. Das alles war mit dem L3 Programm nicht möglich.

So plante man als Steigerung eine Mondbasis. Das L3M; Programm würde als erste Stufe mit einem neu entwickelten Mondlander der auch das Raumschiff ist, landen und zur Erde zurückkehren. wegen des schweren Raumschiffes wären so zwei Starts der N-1F nötig gewesen. Später sollte eine Mondstation foilghen. Was ich mir nun gedacht habe ist: Hätte auch die NASA so etwas wie eine Mondstation durchführen können? Continue reading „Sagt nur: Oh, oh, oh – Nicht mit uns“

People think I’m insane, because I am frowning all the time.

Der heutige Blogeintrag behandelt das ängstlichste Volk der Welt. Nein es sind nicht die Deutschen die sonst ja immer Angst vor der Zukunft, Überfremdung dem Waldsterben oder sonstigem haben. Es geht um die USA. Das mag zuerst widersprüchlich klingen, ist doch dort alles viel größer oder um es amerikanisch zu sagen „großartiger“ als bei uns. Das Land hat einen der höchsten Lebensstandards, ist stolz auf seine persönliche Freiheit und Demokratie. Zudem hat das Land die modernste Armee und eine der größten der Welt (ich glaube China hat noch mehr Soldaten). Doch eigentlich ist das nur ein Ausdruck eines Landes dass sehr ängstlich ist.

Fangen wir mit der äußeren Bedrohung an. Man sollte meinen die USA müssten da keine fürchten. Doch dem ist nicht so. Sicher die Armee ist die am besten ausgestattete der Welt, aber das nützt in manchen Konflikten nichts, wenn man Hasenfüße als Soldaten hat. Betrachten wir die letzten Konflikte genauer. Die USA haben den Irakkrieg und auch den Afghanistaneinsatz gewonnen. In beiden Fällen aber vor allem durch den Angriff aus der Luft die alles schwere Gerät der regulären Armee zerstört hat. In beiden Fällen muss sie das Land später verlassen, weil es ihr nicht gelingt eine irreguläre Armee zu besiegen. Im Irak hat sich schon der IS gebildet und in Afghanistan wird auch so was folgen. Das ist nicht der einzige Fall. Auch im Vietnamkrieg konnte man gegen die Vietkong nicht gewinnen. Trotz Luftüberlegenheit. Der springende Punkt in allen Konflikten: Der Krieg wäre nur durch ausreichende Bodenstreitkräfte zu gewinnen gewesen. In Afghanistan und dem Irak wollte man die schon nicht stationieren und in Vietnam kam nach einer Bombadierung eine Infanteriekompanie eingeflogen die ein Stückchen Land gesichert hat und abends wieder ausgeflogen wurde – so gewinnt man keinen Krieg. Dabei waren die Vietkong eigentlich keine gleichwertigen Gegner. Continue reading „People think I’m insane, because I am frowning all the time.“