Die Digitalisierung kommt!

Es muss wohl ein bisschen zu oft kritisiert worden sein: Merkels Versprechen der Digitalisierung. Schon das Wort „Digitalisierung“ zeigt ja die Unkenntnis der Materie: Gemeint ist ja nicht die Überführung von analogen Inhalten in digitale Formate, sondern der Ausbau von Internetverbindungen mit mittlerer Datenrate (von einer hohen ganz zu schwiegen). Merkel hat das seit 2005 bei jeder Regierungserklärung und in jedem Koalitionsvertrag versprochen, immer mit Zeiten in der Zukunft (bei dieser Koalition: 2025). Satiresendungen wie die Heute-Show haben die alten Ausschnitte herausgekramt, die sich bis auf die versprochenen Megabitzahlen und Daten bis wann man diese hat (aktuell. 25 MBit) gleichen.

Es ist auch wirklich schlimm. Selbst Länder mit einem viel niedrigeren Lebensstandard wie Rumänien haben uns in der Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen überholt. Dazu muss man nicht mal weit weg von den Metropolen gehen. Ein Kollege in der Firma, bei der ich ab und an arbeite, wohnt am Ortsrand und hat eine Leitung die zwar nominell 16 MBit hat, der sich aber teilen mit den anderen Mietern im Haus muss, sodass es real um die 2 MBit sind. Kabelanschluss als Alternative wird natürlich auch nicht verlegt. Unser Nachbarort – immerhin auch nur ein Dutzend Kilometer von Stuttgart entfernt, hatte bis vor wenigen Jahren zu 2/3 der Fläche nur 1 Megabit, bis die Stadt zusammen mit einer Firma auf eigene Kosten das Netz ausbaute, da sie es als Standortnachteil sah. (mehr …)

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Tutorial 3 Aufstiegssimulation

Im dritten Teil des Tutorials dreht sich alles um die Optimierungsmöglichkeiten und weitere Einstellungen, die man machen kann. Wer das Programm schon mal runtergeladen hat, möge das nochmals tun, ich habe einiges verändert, ergänzt, Fehler korrigiert und neue Raketen aufgenommen.

Das logisch erste ist es, den Rechner die Umlenkpunkte optimieren zu lassen. Das macht man meistens in mehreren Schritten. In der Regel wird man zuerst mal das Perigäum anpassen. Das ergibt sich aus dem einfachen Grund, das beim Start bei Erdmittelpunkt liegt und daher viel mehr ansteigen muss als das Apogäum. In der aktuellen Version gibt es als neuen Punkt die Cosinus-Approximation, bei der der Winkel einem Cosinus folgt, also von 90 Grad zuerst schnell, dann langsam abnimmt. So was wurde mal als eine Bahnoptimierung in den Sechzigern angesehen. Bei einigen Trägern liefert das auch eine gute Annäherung. Bei den meisten aber nicht. Die automatische Funktion sucht nach dem Punkt mit der geringsten Abweichung vom Ziel, läuft aber oft in eine falsche Richtung. So kann man alternativ nach Konsultation der Tabelle eine Geschwindigkeitsvorgabe machen. Das ist die Vorgabegeschwindigkeit für die Orbitsimulation, links unten. (mehr …)

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Tutorial 2 Aufstiegssimulation

So im heutigen zweiten Teil geht es um den eigentlichen Sinn der Aufstiegssimulation. Das sind die Eingabefelder im unteren Drittel des Eingabefensters und die Ausgaben darunter. Zuerst mal etwas Theorie. Eine Rakete muss mehr oder weniger senkrecht starten, damit sie schnell die dichte Atmosphäre passiert. Sie könnte im 90-Grad-Winkel starten und den Winkel beibehalten, bis sie so viel vertikale Geschwindigkeit aufgebaut hat, damit sie die spätere Orbithöhe erreicht. Dann könnte man sie um 90 Grad drehen, sodass die Geschwindigkeit parallel zur Erdoberfläche verläuft. Die Flugbahn sähe dann wie ein rechter Winkel aus. Das ist allerdings energetisch ungünstig. In der Realität wird man die Flugbahn langsam von der senkrechten in die Waagerechte drehen. In meinem Modell macht man das durch die Angabe von „Umlenkpunkten“. Das sind bestimmte Zeitpunkte, bei denen der Benutzer einen Zeitpunkt nach dem Start und einen Winkel zur Erdoberfläche angibt, Zwischen den Punkten wird linear extrapoliert. Beispiel: Sie geben 100 s / 60 Grad und 200 s / 20 Grad an, dann wird zwischen 100 und 200 s pro Sekunde um 0,4 Grad die Richtung geändert. (mehr …)

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Tutorial 1 Aufstiegssimulation

Ich rechne ja gerne und viel. Dazu habe ich ein Programm mit dem simplen Namen „Rakete“. Es ist das älteste Programm, dass ich im Einsatz habe. Die erste Version stammt von 1987 und wurde noch unter CP/M erstellt und war schon damals so umfangreich, dass ich Overlays einsetzen musste. Eigentlich hätte ich ja letztes Jahr 30-jähriges feiern können. Aber wie feiert man ein Programm?

Ich habe das bewusst nicht bei meinen anderen Programmen aufgeführt, weil ich es für mich geschrieben habe. Sprich, es genügt nicht den Ansprüchen die viele an Benutzerfreundlichkeit und Bedienungskomfort haben. Es ist auch nicht DAU-tauglich und man muss wissen, was man eingibt. Vor allem müsste ich es dann auch dokumentieren. (mehr …)

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Spass-Raumsonden oder Miniraumsonden?

Am Wochenende habe ich Band 1 des Buchs über Raumsonden fertiggestellt. Ich habe den Vorschlag von „Ralph mit Z“ übernommen und das Buch umbenannt. Das klang gut, die Reminiszenz an Oberth fand ich auch sehr gut und Raumsonden ist im Titel drin.

Ich halte es für ein gutes Buch. Es hat nicht den Anspruch alles über Raumsonden zu schreiben. Es ist daher kürzer als die Website. Es ist aber sicher für viele eine bessere Informationsquelle. Denn ehrlich gesagt, ich glaube wirklich alles wissen wollen nur wenige. Ich gehöre zu der Minderheit. Aber ich weiß auch das es eine Minderheit ist. Ich denke in der Form ist es prägnant und informativ genug. Zu viel Information kann ja auch schlecht sein, es decken dann unwichtige Informationen die wichtigen zu. Vor allem bei russischen Sonden ist es besser. Ich habe hier noch recherchiert und die Programme sind nach Projekten geordnet. Als ich damals die Programme beschrieb waren die internen Namen nicht bekannt und ich habe mich nach den offiziellen Programmbezeichnungen Mars, Venera, Lunik und Zond orientiert. (mehr …)

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