Ägyptische Geschichte in 2700 Worten

Nachdem ich mir einige Dokumentationen über das alte Ägypten gesehen habe, kam in mir der Wunsch auf mir eine kleine Übersicht zu schreiben, wer wenn regiert hat, weil ich im Neuen Reich das nicht so treffsicher einordnen kann. Ich dachte mir das interessiert sich auch einige andere und ist doch ein Thema für den Blog.

Das altägyptische Reich

Das altägyptische Reich ist unter den Reichen der Antike in vielerlei Weise einzigartig. Kein anderes existierte so lange nämlich über fast 3.000 Jahre. Allerdings nicht durchgehend, es gab in der Zeit drei Reiche, und wenn man die Zeiten der Fremdherrschaft abzieht, dann sind es immer noch 2.000+ Jahre die es bestand. Bestimmend war, dass die Ägypter in dieser Zeit eine durchgehende religiöse Einheit und ein Pharonentum als Gottkönige hatten und es das Reich eines Volkes war, während andere Reiche kamen und gingen. Im Zweistromland zum Beispiel in dieser Zeit das sumerische, akkadische und babylonische Reich. Die Macht verlagerte sich dabei von dem Mündungsgebiet nach Nordwesten und es regierten jeweils andere Völker.

Die ägyptische Geschichtsschreibung unterteilt die Periode in Dynastien, von denen es 31 gab. Jede regierte also knapp ein Jahrhundert. Wie woanders war eine Dynastie geprägt von Nachkommen eines Geschlechts, und wenn es keinen männlichen Thronfolger gab oder dieser umkam, entweder durch Krieg oder Attentat so begann eine neue Dynastie. Zweimal endete das Reich durch Besetzung durch fremde Mächte, so unterscheidet man das alte Reich, mittlere Reich und neue Reich.

Kennzeichnend und wahrscheinlich auch ein Grund für die lange Existenz ist ein Isolationismus der Ägypter. Sie sahen sich zum einen kulturell und moralisch als besser als andere Völker an und hatten eine gewisse Ausländerfeindlichkeit. Isoliert sind die auch durch die geografische Lage mit Wüsten im Westen und Osten, dem Mittelmeer im Norden und auch der Nil hatte mehrere Regionen, in denen er durch Stromschnellen nicht schiffbar war, was die Ausdehnung zum Süden hin begrenzte. Die Ägypter unternahmen aber auch lange Zeit keine Versuche, ihr Reich im Osten und Westen auszudehnen. Lediglich zum Süden hin expandierte das Reich, weil sich dort auch viele Rohstoffe befanden, die Ägypten brauchte. Diese Region im heutigen Sudan wurde damals Nubien, später Kusch genannt. Die fehlende Ost-West Ausdehnung des ägyptischen Reichs änderte sich erst im neuen Reich, nachdem zum zweiten Mal Ägypten von fremden Völkern regiert wurde, um mit Vasallenstataten einen gewissen Puffer zu schaffen.

Die beiden größeren Zeiten der Fremdherrschaft waren von 2200 bis 2025 v. Christus zwischen dem alten und Mittleren Reich und 1648 bis 1330 als Grenze zwischen mittlerem und neuem Reich. Bei der ersten Zwischenzeit zerfiel das alte Reich. Die Pharaonen konnten nicht das gesamte Reich mehr kontrollieren. Im Unterägypten, dem Teil der mit dem Nildelta endet, etablierte sich eine Herrschaft unter einem Pharao, doch in Oberägypten regierten lokale Kriegsherren bzw. Mächte aus dem Süden nahmen einen Teil des Reiches ein.

Anders war es bei dem Übergang vom mittleren zum neuen Reich. Hier fielen die Hyksos in Ägypten ein. Die Herkunft dieses Volkes ist bis heute unbekannt. Man nimmt an das sie ein Teil einer Völkerbewegung waren, die zu dieser Zeit auch andere Reiche wie das altassyrische Reich bedrohten und oft als „Seevölker“ bezeichnet wurden, weil sie angeblich mit Booten über die See aus dem Nichts auftauchten. Die Hyksos beherrschten vor allem Unterägypten. Aus Oberägypten konnte sie ein ägyptischer Herrsche wieder vertreiben. Damit begann das neue Reich.

Dieses endet formell mit der Annektion durch Rom 32 vor Christus, aber schon Jahrhunderte vorher wurde Ägypten durch andere Mächte beherrscht, zuerst von Nubiern, dann den Persern und zuletzt von den Griechen. Der Unterschied zu den vorheriger Besatzern war das diese Fremdherrscher das ägyptische System akzeptierten und übernahmen, nur eben sich selbst als Pharao einsetzten oder im Falle der Perser der Pharao weitestgehend machtlos und nur ein Statthalter war.

Berühmte Pharaonen

Der Pharo Menes gilt als der Reichsgründer. Er lebte etwa 3.000 v. Chr. Und hat die beiden vorher getrennten Reiche Unterägypten und Oberägypten geeint, wobei dies nach einer Stele durch einen Krieg erfolgte. Er sah sich fortan als Pharao beider Reiche und schuf auch aus den beiden Kronen für die Reiche eine. Heute wird bezweifelt, dass es in diesem Sinne eine Reichseinigung gab, sondern schon Jahrhunderte vorher beide Reiche miteinander verbunden waren. Sicher ist nur ein, dass in der ägyptischen Geschichtsschreibung mit Menes die erste Dynastie begann.

Djoser ist der erste Pharao der dritten Dynastie von 2.720 bis 2.700 v. Chr. Mit ihm beginnt die Zeit des Pyramidenbaus. Schon in den Jahrhunderten davor gab es in Ägypten einen ausgeprägten Totenkult, bei dem es wichtig war, das der Körper intakt blieb, also mumifiziert wurde. Nur wurden vorher die Pharaonen in ausgehobenen Gräbern bestattet, über die ein kastenförmiger Totentempel, eine Mastaba errichtet wurde. Djoser lies erstmals mehrere Mastabas aufeinander setzen, wobei diese immer kleiner wurde, und kam so zu den Pyramiden. Er baute die Stufenpyramide von Sakkara. Sie besteht aus sechs Stufen hat eine Höhe von 62 m bei einer Grundfläche von 109 x 121 m. Sie ist der zweitälteste erhaltene ägyptische Momentalbau.

Snofru war der erste König der vierten Dynastie. Er regierte von 2570 bis 2530 v. Chr. Er ging nun von der Stufenpyramide auf eine echte Pyramide über. Die Knickpyramide von Daschur. Snofru baute zuerst eine Stufenpyramide, wie die Könige seit Djoser. Bei ihr waren aber schon die Mastabas unterschiedlich hoch und wurden von Stufe zu Stufe höher. Die Pyramide wurde so höher. Im 15-ten Regierungsjahr lies er eine echte Pyramide mit geschrägten Seitenflächen bauen. Doch auf halber Höhe hat diese einen Knick. Die Pyramide begann mit einem Quadrat und wurde mit einem Winkel von 58 bis 60 Grad geplant. Doch die Kräfteverteilung der echten Pyramide war anders als bei den Stufenpyramiden. So wurde auf halber Höhe. der winkel auf 54 Grad reduziert und zur Unterstützung ein Gürtel um die bisherige Pyramide zur Abstützung gezogen. Als man wieder auf der Höhe angekommen war die schon erreicht war senkte man den Winkel erneut ab auf 43 Grad. Als Folge beider Baumaßnahmen wurde die Pyramide breiter (knapp 190 anstatt 157 m Seitenlänge) und weniger hoch (105 anstatt 129 m Höhe). Ursache sind nach Expertenmeinung nicht die Pyramidenbauweise, sondern die Wahl des falschen Untergrundes – alle bisherigen Pyramiden wurden auf massiven Fels gebaut. Die Knickpyramide dagegen auf weicherem Tonschiefer.

Nachdem man nun wusste, wie eine echte Pyramide gebaut wurde, gab Snofru im 29 oder 30 Regierungsjahr noch eine dritte Pyramide, die rote Pyramide, in Auftrag, mit 220 m Seitenlänge bei nur 108 m Höhe mit einem Neigungswinkel von 43 Grad, also dem letzten Winkel der Knickpyramide hatte. On Snofru in ihr bestattet wurde ist offen. Es gibt eine Grabkammer aber keinen Sarkophag, allerdings auch keinen Sarkophag in der Knickpyramide. Snofru herrschte angeblich über 50 Jahre und so könnte er die Fertigstellung der dritten Pyramide noch erlebt haben.

Cheops und Chefren sind die Erbauer der beiden großen Pyramiden. Cheops war nach Snofru der zweite König der vierten Dynastie und regierte von 2620 bis 2580 v. Chr. Sein Sohn ist Chefren, der von 2570 bis 2530 v. Chr. regierte. Ihre beiden Pyramiden sind fast gleich groß (Seitenlänge 220 bzw. 215 m,. Höhe 149 bzw. 143 m). sie sind die größten je gebauten Pyramiden. Danach nahm der Gigantismus ab. Mykerinos, der die dritte Pyramide im Gizehkomplex baute, der Sohn Chefrens der von 2530 bis 2510 v. Chr. regierte, baute erheblich kleiner. Seine Pyramide hat nur noch 110 m Seitenlänge und 63 m Höhe.

Vom mittleren Reich kennt man keine bekannten Pharaonen in ihm wurde die Reichshauptstat Theben. Im alten Reich war es noch Memphis gewesen. Die meisten bekannten Pharaonen stammen aus dem neuen Reich in dem Ägypten über Jahrhunderte auch Krieg in Vorderasien führte. Nach dem Einfall der Hyksos beschloss man die Reichsgrenze bis nach Syrien vorzuschieben, um diese Gebiete als „Puffer“ gegen weitere Invasionen zu haben. Im neuen Reich werden auch keine Pyramiden mehr gebaut. Die Könige lassen sich stattdessen in den Felsen eingehauene Gräber im leichter zu bewachenden Tal der Könige bestatten.

Hatschepsut ist die erste Pharaonin – normalerweise erbten den Thron immer nur männliche Nachkommen. Hatschepsut übernahm den Thron, weil der Thronerbe Thutmosis der III beim Tod seines Vaters Thutmosis II nur neun war. Sie muss aber zwischen dem zweiten und siebten Jahr der Regierung den Thron alleine übernommen haben und regierte dann 21 Jahre lang von 1479 bis 1458 v. Chr. Ihr Totentempel ist bis heute ein Touristenmagnet. Hatschepsut lies sich anfangs als Frau darstellen, dann als Mann. Über das Ende ihrer Regierung gibt es Spekulationen. Früher meinte man Thutmosis III habe sie ermorden lassen, inzwischen ordnet man ihr eine Mumie zu. Diese Frau starb an einer Krankheit, wahrscheinlich Krebs, doch auch diese Zuordnung ist nicht eindeutig.

Unter ihrem Sohn, Thutmosis III erreichte das ägyptische Reich die größte Ausdehnung Thutmosis III regierte von 1479 bis 1425 v.Chr. Unter seiner Mutter gab es kaum Feldzüge, sodass viele der Vasallen in Vorderasien von Ägypten abfielen. Mit seinem 22-Regierungsjahr, also dem Tod seiner Mutter begann er jährliche Feldzüge, bei denen er die Grenze des Reiches immer weiter ausdehnte und dabei nicht nur die Fürstentümer im heutigen Palästina und Libanon unterwarf, sondern drang im achten Feldzug im 33 Regierungsjahr bis an den Euphrat. Hauptgegner waren, die Mitanni, eines der „Seevölker“ verwandt mit den Hyksos deren Herrschaft Ägypten gerade erst abgeschüttelt hatten. Sie blieben auch eine Bedrohung während der ganzen Regierungszeit. Erfolgreicher und dauerhafter war sein Vorstoß nach Nubien, das er für längere Zeit Ägypten eingemeindete.

Amenophis III, der von 1388 bis 1351 regierte gehört wie Hatschepsut und Tuthmosis III auch zur 18 Dynastie. Er ist vor allem als Erbauer von Monumentalstatuen in Erinnerung geblieben. 700 Statuen soll er erreichtet haben, die größten 21 m hoch. Das war möglich, weil Amenophis mit dem Mitannireich eine Anerkennung des Status Quo erreichte und während seiner Regentschaft keine Feldzüge nach Vorderasien führte einzig ein Feldzug zur Unterwerfung von Rebellen in Nubien ist übermittelt.

Sein Sohn Amenophis IV ist bekannter unter dem Namen Echnaton. Echnaton versuchte erfolglos in Ägypten eine Ein-Gott-Kultur zu etablieren, also den Monotheismus, lange vor den Juden, die das Konzept wohl übernahmen. Echnaton „der Aton dient“ benannte sich selbst um, denn er verehrte den bislang unbedeutenden Sonnengott Aton, lies ihm sogar eine eigene Stadt Achetaton (Armarna) bauen. Dem Volk war dieser Schritt nicht zu vermitteln, die beteten heimlich weiter ihre alten Götter an. Echnaton vernachlässigte zudem das Reich und konzentrierte sich ganz auf den Aufbau von Armarna. Er nahm dafür auch das Militär zu Hilfe und das destabilisierte die Außengrenzen. Regionale Statthalter schrieben erfolglos Briefe an seine Mutter Teje. Bekannt sind bis heute nicht nur die zeitlos schöne Büste seiner Frau Nofretete („die Schöne ist gekommen“) sondern auch die Darstellungen Echnatons selbst die einen absurd verzerrten androgynen Mann zeigen. Nach deinem Tod im 17-ten Regierungsjahr (je nach Datierung 1336 bis 1324 v. Chr.) übernahm sein Sohn Tutanchaton die Rgierung. Tutanchamun war bei dem Tod Echnatons noch ein Kleinkind, sodass ein Wesir eine der älteren Töchter Echnatons heiratete und regierte, bis Tutanchamun alt genug war. Er sorgte dafür das Tutanchamun, der Tutanchaton getauft wurde entsprechend erzogen wurde und wieder den Amunkult als Hauptkult einführte und auch seinen Namen änderte. Tutanchamun starb selbst schon mit 19, wie man heute denkt an den Folgen eines Unfalls mit einem Streitwagen. Er konnte, nachdem er schon mit 10 den Thron besteig, als Kind keine großen Taten vollbringen. Er ist heute eine der bekanntesten Pharaonen, weil sein Grab das Einzige nie geplünderte ist, das Archäologen je ausgruben – dabei war es nicht mal sein Grab. Er starb so früh im Jahr 1323 v.Chr., das sein Grab noch gar nicht fertig war und er in einem Grab eines Wesirs begraben wurden. Alle Grabbeigaben passten dort gar nicht hin, sodass die Kammern voll bis zur Decke gefüllt waren und das Grab wurde so überhastet fertiggestellt, dass Wandmalereien nicht trocken waren und sich Schimmel bildete.

Mit Tutanchamun endet die 18 Dynastie, zu der alle Pharaonen seit Hatschepsut gehörten. Über die Motive Echnatons für den Monotheismus wird bis heute diskutiert. Tatsache ist, dass der Amunkult über die Jahrhunderte immer mächtiger wurde. Amunpriester erhielten Gebiete deren Einkünfte – die Ernte, Geld war ja noch nicht erfunden – sie alleine erhielten. Dem Reich fehlten diese Einnahmen, um die Grenzen zu sichern und das Volk zu ernähren. Jeder Pharao schenkte neue Gebiete Amun, der Reichsgott war. Das verschlimmerte über die Jahrhunderte die Problematik. Das mag ein Grund für den neuen Kult gewesen sein, bei dem Echnaton selbst der höchste Priester war und so die Priesterschaft Amuns umging. Allerdings dürfte auch religiöser Eiferer dabei gewesen sein, denn für einen neuen Kult muss man keine neue Stadt errichten.

Sethos I ist in der Historie deswegen bekannt, weil er nach dem Tod Echnatons eine – nach eigener Aussage – Wiedergeburt Ägyptens – einleitete. Er regierte von 1290 bis 1279 v.Chr und ist Sohn Ramses I und Vater von Ramses II. Nachdem unter Echnaton zahlreiche Vasallenstaaten von Ägypten abgefallen waren unterwarf Sethos I zahlreiche Gebiete im heutigen Palästina. Zwei Totentempel in Abydos und Theben stammen von ihm.

Ramses II ist der ägyptische Pharao mit der längsten Regierungszeit von 66 Jahren – er starb 1213 v. Chr. Im Alter von 90. Aufgrund der langen Regierungszeit und einer enormen Bautätigkeit hat er die meisten bis heute erhaltenen Monumente erschaffen, so den Felsentempel von Abu Simpel. Er erweiterte zahlreiche existierende Tempel und gründete seine eigene Stadt Pi-Ramese. Wie andere Stattgründungen von Pharonen im Nildelta hatte diese keinen Bestand, anders als die alten Hauptsstädte Theben, Memphis oder Luxor am oberen Nil, da die Nebenflüsse des Nils im Delta laufend ihr Bett änderten. Ramses II gilt auch als der Erfindung der Propaganda. Seit Jahrhunderten führten das ägyptische reich mit Großmächten in Vorderasien Krieg, der meist in und um Palästina und Syrien ausgetragen wurde. Mittlerweile war das Mitannireich von den Hethitern niedergerungen worden und diese dehnten ihr Einflussgebiet nach Süden aus. So kam es 1274 v. Chr. zur Schlacht von Kadesch die weder die Hethiter mit einem größeren Heer noch Ramses II gewinnen konnten. Ramses II wurde sogar umzingelt und geriet in Lebensgefahr. Das hielt ihn nicht davon ab, die Schlacht auf metergro0ßen Reliefen als vollständigen Sieg darzustellen. Nach weiteren Feldzügen in denen keine der beiden Großmächte siegreich war, bedrohte das neu erblühende assyrische Reich die Hethiter an der östlichen Flanke und beide Mächte schlossen 1259 v. Chr. den ersten dokumentierten Friedensvertrag der Geschichte, dessen Text man auch im Foyer der UN findet. Er wurde auch eingehalten über den Tod Rames II hinaus. Er ist bemerkenswert da ein großer Teil sich nicht so sehr mit dem Verhältnis der beiden Großmächte beschäftigt als vielmehr mit inneren Gegnern, die beim jeweils anderen keinen Unterschlupf finden sollen. Als Strafandrohung werden die Götter bemüht.

Ramses II war der letzte große Pharao. Es gab dann zwar noch weitere Pharaonen, die Ramses hießen (bis Ramses XI), aber ihre Macht schwand. 1069 gab es einen Bürgerkrieg und das Reich zerfiel in Ober- und Unterägypten in denen Generäle oder Hohepriester regierten. Um 780 v. Chr. Übernahmen die Nubier die lange Zeit von den Ägyptern beherrscht wurden die Macht. Ab jetzt regierten fremde Mächte Ägypten. Die Nubier wurden von den Assyrern 681 besiegt. Die Assyrer dann von den Persern 525 v. Chr und diese von Alexander dem Großen 332 v. Chr. Nun bezogen Griechen den Pharonenthron beließen aber wie die vorherigen Könige den Pharao auf dem Thron bzw. wurden selbst zum Pharao. Die letzte Pharonin war Kleopatra VII die schon Julius Cäsar nutzte, um den Mitthronerben Ptolmaios XIII entmachten zu lassen. Nach dem Krieg gegen Ptolemais wurde Ägypten nicht zur Provinz, sondern Kleopatra von Cäsar sogar mit Truppen gestützt. Nach Cäsars Tod fing Kleopatra eine Beziehung mit Antonius an, doch der verlor zusammen mit den ägyptischen Streitkräften gegen Augustus und beide brachten sich danach um. Ägypten wurde nun zur römischen Provinz.

Eine der Ursachen des Niedergangs des Ägyptischen Reiches war tatsächlich der Amunkult deren Hohepriester die ab 1087 v. Chr, auch Pharaonen stellten. Der Reichsgott Amun wurde immer mehr zu einem Staat im Staate, außerhalb der Kontrolle des Pharaos mit eigenen Ländereien, Gesetzmäßigkeit und Macht. Macht, die dem eigentlichen Pharo fehlte.

Welcher Pharao übrigens der in der Bibel im Buch Exodus erwähnte ist, ist bis heute historisch nicht feststellbar. Das liegt daran, dass man dieses Buch nicht genau datieren kann, aber über zwei Jahrhunderte Pharaonen immer wieder Krieg in Palatina geführt haben und die Deportation von Bevölkerung als Arbeitskräfte aber auch um Aufstände zu verhindern, war damals gang und gäbe. Was man weiß ist, dass es im östlichen Mittelmeer durch Klimaänderungen Missernten im 11 und 12 Jahrhundert vor Christus gab. Plagen sind ja auch im Buch Exodus erwähnt. Allerdings war dies schon nach den bekannteren Eroberungszügen und Ägypten scheint durch die verlässliche Nilschwemme kaum von Missernten betroffen gewesen sein und lieferte sogar Getreide ins Hethiterreich.

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